Reisebericht Oman & Sansibar – Auf Sultans Spuren

Am 22.03. geht es dann von Frankfurt mit Oman Air zuerst nach Muskat. Der 6-stündige Flug ist angenehm, der Service sehr gut. Nach der Landung und den Visa-Formalitäten erwartet uns Andrea, die uns die nächsten Tage in Oman begleiten wird und bringt uns zu unserem ersten Hotel.

Ausgeruht erkunden wir am 2. Tag Muskat. Wir besuchen die beeindruckende Sultan-Qaboos-Moschee, sehen den Al-Alam-Palast und das portugiesische Fort, schlendern durch den Souq und machen unsere ersten Wandererfahrungen. Die Gruppe besteht aus 10 Teilnehmern und spätestens während dieser ersten Wanderung wissen wir alle, dass es eine sehr nette Gruppe ist!

Sultan Qaboos Moschee
Sultan Qaboos Moschee

 

Wanderung bei Muskat
Wanderung bei Muskat

Am nächsten Tag beginnt das Abenteuer. Wir werden auf 3 bequeme geländegängige Fahrzeuge aufgeteilt und Chris, ebenfalls unser Reiseleiter und Malik, ein zusätzlicher
Fahrer stoßen zu uns. Auf geht`s in Richtung Sur. Leider hat es geregnet und
aus Sicherheitsgründen können wir die Wadi Tiwi Wanderung nicht machen. So
haben wir viel Zeit in Sur und schauen uns in Ruhe die Dhau-Werften an.

Malik, unser Fahrer
Malik, unser Fahrer 

 

 

 

 

 

 

 

Heute ist uns das Wetter gnädig und wir können von Sur ins Wadi Bani Khalid fahren, wandern und baden. Die Nacht verbringen wir in Zelten in den Wahiba-Sands in einem gemütlichen Wüstencamp mit Lagerfeuer und sternenklarem Himmel.

Wadi Bani Khalid
Wadi Bani Khalid

Am nächsten Morgen fahren wir weiter ins Hinterland erreichen die Ruinen der
Altstadt Ibras und später Nizwa. Wir besichtigen das eindrucksvoll restaurierte
Fort und Andrea zeigt uns viele kleine Läden und Gewürzstände auf dem Souq. Den
Abend beenden wir in einem landestypischen Restaurant am Rande der Altstadt.
Leider beginnt es zu regnen.

Im Souq von Nizwa
Im Souq von Nizwa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Souq
Souq

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir hatten so viel vor heute, aber das Programm muss leider geändert werden. „Die Wadis kommen“ –  bedeutet, dass die Straßen teilweise unpassierbar sind. Chris und Malik stehen in ständigem Kontakt mit unserer Agentur und Freunden und Verwandten. Schaffen wir es heute noch hinauf bis zum Sunrise Resort? Zuerst entscheiden wir aber, dass wir nach Bahla fahren um dort die imposante Lehmfestung zu besichtigen. Danach versuchen wir nur noch schnellstmöglich zum Plateau durchzukommen und es gelingt! Eine andere Gruppe schafft es nicht und wird die Nacht wieder in Nizwa verbringen. Es ist erstaunlich kalt hier oben! Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich im Oman frieren würde.

die Wadis kommen
die Wadis kommen

Am nächsten Tag scheint die Sonne – wunderbar! Es wird ein toller Tag mit einer ausgiebigen Wanderung auf den aus drei Gipfeln bestehenden Jabal Asarh. Die Ausblicke ins Wadi Bani Ghafer, in die Bathina-Ebene, auf Rustaq und natürlich auf den Jabal Shams während der Wanderung sind einmalig.

während der Wanderung
während der Wanderung

Dieser Tag hat mich versöhnt, obwohl ich schon traurig bin, dass einige Programmpunkte ausfallen mussten.

Heute geht’s zurück nach Muskat. Zuerst jedoch fahren wir noch einmal steil bergauf zu einem  Hochplateau (ca. 2000 m) an dessen Rand die Felsen steil zu einer zerklüfteten Schlucht abfallen – der „Grand Canyon“ Omans. Es ist das Wadi Nakhar. Gegenüber erhebt sich wieder der höchste Berg Omans – der Jabal Shams (3009 m). Auf der Weiterfahrt besichtigen wir die Altstadt Al Hamras und unternehmen eine tolle letzte Wanderung bei der mittelalterlich anmutenden Bergoase Misfah. Sie  führt uns durch wundervolle Gärten und deren ausgeklügelte Bewässerungssysteme – die Falajs. Abends heißt es dann Abschied nehmen von Andrea, Chris und Malik in einem sehr schönen landestypischen Lokal in Muskat.

Altstadt von Al Hamras
Altstadt von Al Hamras

Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen und setzen unsere Reise fort. Nach gut   5 Stunden Flug landen wir gegen 15 Uhr auf dem kleinen quirligen Flughafen von Sansibar. Unser Reiseleiter Salim strahlt uns an und wir lernen unsere ersten Vokabeln „Jambo“ und „Karibu“, das ist Swaheli und heißt „Hallo, herzlich willkommen!“.

Zwei Nächte verbringen wir in der Hauptstadt Stonetown. Das Hotel liegt mittendrin und doch am Meer – ideal für unsere Erkundungen! Salim zeigt uns sein Sansibar, erzählt uns viel über die Geschichte der Insel und über die bedeutende Lage von Sansibar für den Sklavenhandel und die Schifffahrt. Wir sehen Männern zu, wie sie die Süßspeise „Halwa“ kochen, besuchen das Palastmuseum des Sultans, schlendern durch den Forodhani Garden, auch bekannt als Nachtmarkt, der uns eine unglaubliche Vielfalt einheimischer Speisen, beginnend von frischem Fisch bis hin zu exzellenten Süßspeisen bietet. Hier treffen sich sowohl Einheimische als auch Besucher, sitzen bei guter Laune und freundschaftlichen Plaudereien zusammen und genießen das südliche Flair unter dem nächtlichen Sternenhimmel. Auf dem Weg zu unserem Strandhotel bei Michamvi an der Ostküste besuchen wir am nächsten Tag eine Dhau – Werft, schauen den Männern bei der Arbeit zu und sehen, wie sie heute noch immer ohne Zuhilfenahme moderner Werkzeuge diese Holzboote bauen.

Halwa Kocher
Halwa Kocher
Werftarbeiter
Werftarbeiter

Wir werden durch eine Gewürz-Plantage geführt und „erschnüffeln“ uns die verschiedenen Gewürze – Nelken, Ingwer, Pfeffer, Muskatnuss, Zitronengras, Zimt und mehr. Endlich sehe ich auch das Geburtshaus von Prinzessin Salme. Hier hat sie Ihre Kindheit verlebt. Leider gibt es nur noch Überreste des Mtoni Palastes, wo ihr Vater, der Sultan von Oman und Sansibar seine Zeit am liebsten verbracht hat.

Nun lassen wir zwei Tage lang die Seele baumeln, genießen den Strand und das Meer und die Annehmlichkeiten unseres Resorts. Ein stimmungsvolles Abschiedsessen unter sternenklarem Himmel am Strand macht uns den Abschied schwer…

 

Strand an der Ostküste bei Michamwi
Strand an der Ostküste bei Michamwi

 

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