„Istanbul – Stadt zwischen den Meeren“ vom 29.09.bis 03.10.2011

Schon lange wollte ich die faszinierende Metropole an der Schnittstelle zwischen Abend- und Morgenland kennenlernen. Die Extratour 6910 machte dies möglich.

Für meinen Nonstop-Flug aus Düsseldorf war am Istanbuler Flughafen Atatürk ein Extratransfer ebenso notwendig wie für eine andere Kundin, die von ihrer Wikinger-Radreise aus Bodrum anreiste.

Vor dem Kofferauspacken ging es direkt ins Hotelrestaurant, wo die anderen Gäste schon auf die Begrüßung mit Cocktail durch den Reiseleiter wartete. Caner Četinkar stellte sich und das Programm kurz vor und gab praktische Tipps wie etwa zu Geldumtausch, Sicherheitshinweisen und auswärtigen Restaurants.

Das Hotel Black Bird befindet sich im Stadtteil Sehzadebasi des Großraums Goldenes Horn, wo sich viele andere Hotels, Restaurants, Geschäfte und Moscheen befinden. Von den Minaretten wurden wir schon vor 6 Uhr morgens durch den Muezzin

zum Morgengebet regelmäßig geweckt. Die komfortablen Zimmer sind mit Bad/WC, Föhn, Kühlschrank, SAT-TV, Telefon, Klimaanlage und Safe ausgestattet. Das reichhaltige Frühstücksbüfett verfügt über viele Sorten Aufschnitt, Käse und Salate, Suppe, verschiedene Brotsorten, Gelees und Marmeladen, Ei, Gebäck, weitere türkische Süßigkeiten, Tee, Wasser, Kaffee, Milch und Saft. Es wurde beim Angebot auch variiert.

Zur Einrichtung gehört eine Konditorei mit Café, ein kleiner Laden, Restaurant,Bar, Internetbereich, Friseur, türkischer Hamam, Fitnessgeräte, Massagesessel, Konferenzräume.

Die nicht inkludierten Abendessen nahmen wir in auswärtigen umliegenden Restaurants ein, wo wir die Vielfalt der türkischen Küche kosten konnten.

In den folgenden Tagen wurden wir häppchenweise mehr und mehr mit der Geschichte und Kultur Istanbuls im Besondern und der Türkei im Allgemeinen sowie mit der Lehre des Islam vertraut gemacht. Ebenso vermittelte Caner uns einige wichtige Begriffe auf Türkisch.

In den Museen (z.B. Topkapi-Serail, Hagia Sophia, Archäologisches Museum, Süleymaniye-Moschee) gab Caner jeweils zu Anfang einen ausführlichen Überblick und uns danach Zeit, die Auslagen und Räumlichkeiten selbst vertiefend in Augenschein nehmen zu können. Häufig wurde selbst für Kurzstrecken ein Bus zur Verfügung gestellt. Eine bemerkenswerte Kondition des anspruchsvollen Programms bewiesen zwei Kundinnen, die kurz vor dem 86. Geburtstag stehen. Mit einem Lächeln bekundeten sie, gemeinsam noch manche Reisen unternehmen zu wollen, nicht zuletzt um von allen Zielen Mitbringsel für ihre Urenkel zu kaufen. Die Mittagspausen nutzten wir, um für wenig Geld bei den Straßenhändlern einen Mittagsimbiss zu erstehen und uns einen frisch gepressten Granatapfelsaft zu gönnen.

Höhepunkte waren neben den Museen sicher die Fahrt auf dem Bosporus, die fast bis ans Schwarze Meer reichte, und der Vortrag von Dr. Selcuk von der Istanbuler Universität mit anschließender Fragerunde: Diskussttionen über Religion (z.B. Kirchenbauten in der Türkei), Literatur (Orhan Pamuk), Politik („Griechenland ist unser unproblematischster Nachbar“), Kopftuchtragen und Schulwesen trugen zum gegenseitigen Verständnis bei. Erholsam auch der Ausflug zum heiligsten Viertel der Stadt, Eyüp, mit tollem Panoramablick auf das Ende des Goldenen Horns, mit Restaurants zum Ausruhen sowie mit kunstvollen Mausoleen, Moscheen und Grabanlagen. Ein Erlebnis besonderer Art war auch der Besuch des quirligen ägyptischen Basars im Angesicht der Galata-Brücke.

Das Museum „Istanbul Modern“ zeigte zum Kontrast Werke zeitgenössischer Künstler. Die Terrasse dort ermöglichte tolle Blicke auf den Bosporus bis hin zum Marmarameer und den vorgelagerten Prinzeninseln. Darüber hinaus gab es in der Freizeit noch Muße zum Besuch weiterer Moscheen in Hotelnähe sowie einfach zum Shoppen. Geradezu vorbildlich waren die Kopfbedeckungen der weiblichen Wikinger-Gäste in den Moscheen.

Das Programm endete mit einem gemeinsamen Menü am letzten Abend in einem Fischrestaurant des Stadtteils Kumkapı.

Leider entging mir der Besuch des großen Basars, da am Sonntag das Basargelände wegen Reinigungsarbeiten geschlossen war und mein Rückflug am frühen Morgen des Folgetages (Tag 5) vorgesehen war. Die anderen Gäste mussten zwar früh ihr

Gepäck aufladen, konnten aber vor dem Transfer zum Flughafen noch den Basar besuchen. Ein großes Lob übrigens für den Service der Turkish Airlines und ihr Catering!

Istanbul lohnt sich immer. Die Stadt ist sehr beeindruckend und bildet einen faszinierenden Übergang zwischen Okzident und Orient, und im Unterschied zu anderen Reiseveranstaltern karrt Wikinger die Gäste nicht zu Verkaufsveranstaltungen.

Viele Grüße, Rainer Duddek

Kommentare

  1. Istanbul die stadt der moschen die stadt zum leben. Freizeit werden sie dort ehr gut ausnutzen können weil es in istanbul sher viele sehenswürdig keiten und plätze gibts wo sie die plätze beschuhen gehen können.

Schreibe einen Kommentar