Ein Reisebericht über die aktuelle Lage in Israel

Ovid Jacota, der Hauptverantwortliche für die Entwicklung von Fernreisen, ist gerade von einer einwöchigen Israelreise zurück gekehrt. Hier ist sein Kurzbericht:

Die Hauptmotivation meiner Israelreise war, ein Gefühl für die tatsächliche Sicherheitslage vor Ort zu bekommen. Von Tel Aviv bin ich in den Norden nach Nazareth gefahren, teilweise keine 100 m vom Trennungszaun zu den palästinensischen Gebieten entfernt. Von Nazareth setzte ich meine Reise zu Fuß bis zum See Genezareth fort, was dem ersten Wanderanteil unserer Reise „Israel zu Fuß“ entspricht. Anschließend ging es entlang des Jordans nach Süden – die Golanhöhen stets im Blick. Am Toten Meer startete ich zwei weitere Wüstenwanderungen entlang unterschiedlicher Wadis (ausgetrocknete Bachläufe) bevor ich dann schließlich die letzten zwei Tage in Jerusalem verbrachte. In Jericho und Betlehem konnte ich einen guten Einblick in die Gesamtlage vor Ort aus palästinensischer Sicht bekommen. Zu jedem beliebigen Zeitpunkt der Reise und an jedem beliebigen Ort habe ich mich zu 100% sicher gefühlt. Den größten Anteil daran hatten die Gespräche sowohl mit Israelis als auch mit Palästinensern, aber auch mit Deutschen, die berufsbedingt in Israel leben. Sie nehmen alle die aktuelle Situation ausnahmslos als sicher wahr. Das Einzige, worüber sich alle wunderten, waren meine Erzählungen über mein eigenes Unsicherheitsgefühl vor Antreten der Reise.

Im Vergleich mit meinen vorherigen Reisen nach Israel nahm ich gerade in Jerusalem jedoch ein zahlenmäßiges Ungleichgewicht zwischen Einheimischen und fremden Besuchern wahr. Die normalerweise übervolle Via Dolorosa z.B. war jetzt angenehm halb-voll. Meine Empfehlung: Es ist jetzt die beste Zeit, Israel zu bereisen.

 

 

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