3 Tipps für´s Frühjahrs-Wandern

Der Winter ist fast vorüber, und bald zieht es viele Wanderfreunde wieder hinaus in die aufblühende Natur. Der eine reist vielleicht dem Frühling entgegen und genießt die Mandelblüte auf Mallorca, der andere erwartet die schönste (?) Jahreszeit in Deutschland, z.B. bei der Kirschblüte im Werratal.
Um das Wandern wieder sicher und in vollen Zügen genießen zu können, sind vielleicht einige Hinweise hilfreich.

Blasen:
Sind Sie lange nicht in Ihren Wanderschuhen gelaufen, müssen sich Ihre Füße wieder an das feste Schuhwerk gewöhnen. Achten Sie besonders bei den ersten Wanderungen darauf, dass es nirgendwo scheuert oder drückt. Falls doch: reagieren Sie schnell. Ist die Blase erst mal da, werden Sie sie so schnell nicht wieder los. Optimal ist natürlich Blasenpflaster, aber ein Tape, das flächig auf die gereizte Stelle geklebt wird, hilft auch. Ungünstig sind aber Pflaster mit Polster, da dann das Polster weiter auf der wunden Stelle scheuern kann.

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit:
Wer im Winter hauptsächlich auf befestigten Wegen unterwegs war, der muss Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zu Beginn der Wandersaison wieder neu trainieren. Waren Sie seit Monaten nicht mehr auf steinigen ausgesetzten Pfaden unterwegs, muss sich Ihr Gleichgewichtssinn erst wieder auf die neuen Herausforderungen einstellen. Das geht auch Profis wie Wander-und Bergführern so. Wird die Trittsicherheit nicht trainiert, so lässt sie schnell nach. Auch permanentes Wandern mit Stöcken bringt den Gleichgewichtssinn aus dem Training.

Tipp: Suchen Sie sich ein Gelände, auf dem Sie Ihre Trittsicherheit wieder in Schwung bringen können. Balancieren Sie über Steine und Baumstämme, oder vielleicht auf einer Mauer oder einem Bordstein. Setzen Sie beim Treppensteigen nur den Vorderfuß auf die Treppenkante, stellen Sie sich beim Zähne putzen auf ein Bein, oder bauen Sie sich einen Parcour aus Ziegeln, wo Sie von Stein zu Stein steigen … Möglichkeiten gibt es viele, lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf. Wichtig ist, dass Ohren, Augen und Fußsohlen wieder optimal zusammen arbeiten, um das Gleichgewichtsgefühl zu stärken. Auch die Muskelfasern, die seitliche Stabilität auf kippeligen Untergründen ermöglichen, müssen sich wieder bilden.
Viele Profis spannen sich ein Seil zwischen zwei Bäume, auf dem sie balancieren. Dieses Gleichgewichtstraining aus Bergsteigerkreisen ist heute auch in sommerlichen Stadtparks ein beliebtes Freizeitvergnügen, bekannt unter dem Namen Slacklining.

Sonnenschutz:
Gerade bei Touren in den Süden oder ins Gebirge ist der Sonnenschutz besonders wichtig. Kommt der winterlich blasse Mitteleuropäer im Frühling wieder unter die Sonne, wechselt die Hautfarbe schnell von weiß auf rot. Das sieht nicht nur ziemlich blöd aus, sondern ist auch gesundheitsschädlich. Neben einem Sonnenhut und einer Sonnenbrille sollte daher auch eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ins Gepäck. Ich persönlich greife da am Meer und in den Bergen zu LF50.

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