„Aktiv & Entspannt“ auf Mallorca

Pünktlich und bereits online eingecheckt, steige ich morgens am Flughafen aus dem Auto. Die Hoffnung noch einen Kaffee zu trinken, wurde mir mit Betreten des Gebäudes genommen – mit so vielen Menschen hatte der Flughafen wohl auch nicht gerechnet. Ich stand noch zur Boarding Time in der Schlange der Sicherheitskontrolle und spielte schon gedanklich das Prozedere einer Umbuchung durch. Als eine der Letzten ließ ich mich dann doch noch auf meinen Sitzplatz im Flugzeug plumpsen und schaltete ab diesem Moment auf Urlaubsmodus.

Auf Mallorca angekommen empfing mich die Sonne und ich wusste – alles richtig gemacht!

Auf der Hotelterrasse trank ich dann meinen ersten Café con leche, als ein Transferbus vorfuhr. Gut, dachte ich – da kommt der Rest der Gruppe. Aber nein – erstaunt stellte ich fest, dass zeitgleich mit uns Wikingern eine andere Wandergruppe im Hotel gebucht war – fängt mit „S“ an und hört mit „S“ auf. Mit einem Schmunzeln konnten wir die Woche über beobachten, wie sich diese Gruppe morgens früh auf den Weg machte und abends kurz vor dem Abendessen wieder am Hotel eintraf. Da hatten wir es doch wesentlich angenehmer – es ging jeden Morgen erst um 10 Uhr los und wir kehrten spätestens um 16:30 Uhr wieder zum Hotel zurück. So blieb genug Zeit, ausgiebig das super Frühstück zu genießen und nachmittags nochmal die Füße hochzulegen, eine kleine Runde im Pool zu schwimmen, die Sauna zu nutzen oder einfach nochmal zusammen zu sitzen und sich nett über Land und Leute zu unterhalten.

Mit unserer Reiseleiterin Sabine hatten wir auch einen Volltreffer gelandet. Sie war immer für jeden und alles da – ihr Lachen war sehr ansteckend, eine wirkliche Frohnatur!! Auf den kurzen Busfahrten zu unseren Tagesetappen erzählte sie kleine Anekdoten von der Insel, las uns ein Märchen vor oder erklärte uns die Landschaft um uns herum. Zu jeder noch so kleinen Blume, jedem Strauch und Baum hatte sie einen Namen – irre.

Die Wanderungen waren sehr entspannend – dennoch kam man das ein oder andere Mal schon ein bisschen aus der Puste. Man wurde dann aber mit einem herrlichen Ausblick aufs Meer oder das Tramuntana Gebirge belohnt. Und – Sabine zauberte aus ihrem Rucksack noch dazu kleine leckere Köstlichkeiten wie Mandeln, Feigen oder frisches Obst.

Die landestypischen Tapas in Galilea oder das Pan amb Oli in Camp de Mar waren ebenso ein kulinarisches Highlight wie das Abendessen im Hotel. Herrlich – der Kellner wusste schon am zweiten Tag was wir trinken und „schwupps“ standen die Getränke auf dem Tisch. Der kleine Absacker im Kaminzimmer rundete den Abend ab.

Ich hatte ganz vergessen, wie schön Mallorca eigentlich ist – warum war ich so viele Jahre nicht dort? Das satte Grün der Obstplantagen, die noch teilweise blühenden Mandelbäume waren eine Augenweide – nicht zu vergessen die azurblauen Buchten, die wir während unserer Wanderungen erblickten.

Nicht unerwähnt möchte ich die Inselhauptstadt Palma lassen – wir (die, die nichts anderes vor hatten) sind an unserem freien Tag dorthin gefahren. Zufällig fiel er auf einen Feiertag, dem „Dia de las Islas Baleares“. Sowohl die sehenswerte Altstadt mit der Kathedrale als auch die kleinen Gassen luden an dem Tag ein, sich einfach treiben zu lassen. Ausgelassen wurde dieser Tag auf den Bühnen der Stadt mit Musik und Tanz gefeiert.

Aktivität und Entspannung – das wollten wir ja. Und es wurde an allen Tagen zur vollsten Zufriedenheit umgesetzt.

Ich bin fest entschlossen, dieser Insel in absehbarer Zukunft nochmal einen Besuch abzustatten.

Und weil es zu der Gruppe passt und Sabine ihn auch gern zitierte – hier ein Gedicht von Heinz Erhardt:

Urlaub im Urwald
Ich geh‘ im Urwald für mich hin …
Wie schön, dass ich im Urwald bin:
man kann hier noch so lange wandern,
ein Urbaum steht neben dem andern.
Und an den Bäumen, Blatt für Blatt,
hängt Urlaub. Schön, dass man ihn hat.

In diesem Sinne… hasta luego!

Eure Katja

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