Ausrüstungsberatung Tropical Heat

Schwüle, Sonne, Stechmücken – das ist nicht immer angenehm, aber mit der richtigen Ausrüstung ist vieles einfacher zu genießen. Ein paar Packempfehlungen für tropische Reiseziele.

Überall im Dschungel kreucht und fleucht es. Das mag hiesigen Gemütern erst einmal Respekt einflößen. Tatsächlich bergen die Tropen allerhand Risiken; Stechmücken zum Beispiel, die gefährliche Krankheiten übertragen. Dazu kommen Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Sonneneinstrahlung – all das nimmt extreme Werte an. Doch keine Sorge: die passende Ausrüstung ist die halbe Miete. Und das Tolle am tropischen Klima: Luftige Bekleidung und Insektenschutz – viel mehr braucht es nicht. Doch was heißt das konkret?

Bekleidung

Wegen Sonne und Mücken ist Kleidung mit langen Ärmeln und Beinen Pflicht. Gegen Hitze hilft lockere Bekleidung aus luftigem, schnell trocknendem Material. Unbedingt sollte man auf UV-Schutz achten, auch bei den Kleidungsstoffen. Am Äquator scheint die Sonne besonders intensiv – sogar bei bewölktem Himmel. Ein breitkrempiger Hut und eine Sonnenbrille schützen vor aggressiven Sonnenstrahlen. Auch ein Kopftuch hilft als Sonnenschutz. Und natürlich: Wear Sunscreen! Ein starkes Sonnenschutzmittel sollte auf alle unbedeckten Hautpartien aufgetragen werden. Sonnencreme ist übrigens zu Hause meist günstiger zu erwerben als im Ausland.

Bei all der Sonne sollte man aber nicht vergessen, dass es in höheren Lagen und entlang von Flüssen nachts abkühlen kann. Außerdem sind Hotels und Transportmittel gerne übermäßig klimatisiert. Eine wärmende Jacke oder ein Pullover sind also durchaus sinnvoll. Leicht, feuchtigkeitsunempfindlich und gut komprimierbar sind beispielsweise Primaloft-Jacken.

Nein, das ist nicht Hui Buh das Regengespenst, sondern der nur vier Schokoladentafeln schwere Poncho von Fjällräven. Dieses Leichtgewicht ist so geschnitten, dass auch ein Rucksack gut Platz darunter findet. Er bedeckt Oberkörper und Beine. Kombiniert mit Gamaschen ist das ein prima luftiger Komplettschutz.
Nein, das ist nicht Hui Buh das Regengespenst, sondern der nur vier Schokoladentafeln schwere Poncho von Fjällräven. Dieses Leichtgewicht ist so geschnitten, dass auch ein Rucksack gut Platz darunter findet. Er bedeckt Oberkörper und Beine. Kombiniert mit Gamaschen ist das ein prima luftiger Komplettschutz.

Regenschutz

Die Tropen bedeuten sehr viel Regen. Doch die anliegenden Regenjacken führen schnell zum Hitzestau – zumal die Atmungsaktivität unter hoher Luftfeuchtigkeit nicht funktioniert. Als Alternative empfiehlt sich ein Regenponcho. Der ist weit geschnitten und lässt so die Luft zirkulieren. Noch luftiger ist ein Trekkingschirm; der hilft auch mal als Schutz gegen sengende Sonnenstrahlen. Ganz abgesehen davon: Wegen der hohen Temperaturen fühlt sich der Regen gar nicht so unangenehm an. Also kann man tagsüber ruhigen Gewissens auch mal den Regenschutz weglassen und auf schnell trocknende Kleidung setzen.

Den Rucksack schützt eine Regenhülle vor der Regennässe. Auch die Reisetasche sollte mit wasserresistentem Außenmaterial gewählt werden. Besonders Elektrogeräte und die Kamera brauchen Schutz vor Feuchtigkeit, aber auch Karten und Bücher vertragen das feuchte Klima der Tropen schlecht. Dafür empfehlen sich wasserdichte Rollbeutel und Kunststoffhüllen mit Reißverschluss.

Schuhe

Für Exkursionen durch den Dschungel sind leichte, halbhohe Wanderstiefel nützlich. Gamaschen helfen bei saftigem Morast. Schuhe mit wasserdichter Membran eignen sich in der schwülen Tropenluft nur bedingt. In der Stadt kann der Hitze mit luftigen und schnell trocknenden Multifunktionsschuhen, leichten Stoffschuhen, Trekkingsandalen oder Flip-Flops Rechnung getragen werden. Aber die Schuhe sollten im Regen nicht in ihre Bestandteile zerfallen!

Trekkingsandalen gewinnen keinen Schönheitspreis. Dafür ist der Tragekomfort umso größer! Der Mix aus Stabilität und Luftigkeit ist bei den Schuhen von Keen auf die Spitze getrieben und man kann es ja auch so sehen: Form follows function!
Trekkingsandalen gewinnen keinen Schönheitspreis. Dafür ist der Tragekomfort umso größer! Der Mix aus Stabilität und Luftigkeit ist bei den Schuhen von Keen auf die Spitze getrieben und man kann es ja auch so sehen: Form follows function!
Gamaschen! Ja, mit Ausrufezeichen. Super klein verpackbar und super groß in ihrer Nützlichkeit. Am besten, man zieht für den Gamaschenkauf die Schuhe an, die man auf der Reise tragen will. So kann man ausprobieren, welches Modell am besten zum Schuh passt. Denn nur wenn sie gut anliegen, sind die Gamaschen wirklich dicht. Aber dann avancieren sie mit Sicherheit zu einem Lieblingsausrüstungsstück.
Gamaschen! Ja, mit Ausrufezeichen. Super klein verpackbar und super groß in ihrer Nützlichkeit. Am besten, man zieht für den Gamaschenkauf die Schuhe an, die man auf der Reise tragen will. So kann man ausprobieren, welches Modell am besten zum Schuh passt. Denn nur wenn sie gut anliegen, sind die Gamaschen wirklich dicht. Aber dann avancieren sie mit Sicherheit zu einem Lieblingsausrüstungsstück.

Moskitoschutz

Für Kleidung gilt: Mücken mögen helle Kleidung weniger als dunkle. Zusätzlich sollten die Kleidungsstücke stichdicht sein. Allerdings ist festgewebter Stoff weniger luftdurchlässig. Daher bietet sich die Imprägnierung dünner Gewebe mit einem Insektizid an. Permethrin beispielsweise. Das empfiehlt sogar die WHO zur Kleiderbehandlung. Firmen wie ExOfficio oder Craghoppers haben mit Permethrin imprägnierte Bekleidung im Angebot. Zusätzlich sollten zur Mückenzeit dichte, nicht allzu kurze Socken getragen werden. In besonders insektenbewohnten Dschungelgebieten kann auch ein Hut mit Moskitonetz nützlich sein.

Wenn man trotz aller Abwehrversuche doch mal gestochen wurde, hilft dieser »Stichheiler«. Das Gerät hat eine kleine Keramikfläche, die wie eine Miniatur-Herdplatte auf ca. 50 Grad Celsius erhitzt wird. Hält man diese auf die Einstichstelle, werden durch die Hitze sowohl die körpereigene Histaminausschüttung verringert als auch Juckreiz und Schwellung so gut wie »weggezaubert«. Und das Ganze auch noch ohne Chemie!
Wenn man trotz aller Abwehrversuche doch mal gestochen wurde, hilft dieser »Stichheiler«. Das Gerät hat eine kleine Keramikfläche, die wie eine Miniatur-Herdplatte auf ca. 50 Grad Celsius erhitzt wird. Hält man diese auf die Einstichstelle, werden durch die Hitze sowohl die körpereigene Histaminausschüttung verringert als auch Juckreiz und Schwellung so gut wie »weggezaubert«. Und das Ganze auch noch ohne Chemie!
Platzsparend verpackt, leicht und sofort zur Hand, wenn mal ein Mückenschwarm in übler Laune ist. Ein Pop-Up-Hut mit integriertem Moskitonetz. Schnell auf und wieder abgesetzt. Schließlich will man nicht den ganzen Urlaub wie ein Imker verkleidet herumlaufen ... Mit dem Teil ist man jedenfalls für den Fall der Fälle gewappnet!
Platzsparend verpackt, leicht und sofort zur Hand, wenn mal ein Mückenschwarm in übler Laune ist. Ein Pop-Up-Hut mit integriertem Moskitonetz. Schnell auf und wieder abgesetzt. Schließlich will man nicht den ganzen Urlaub wie ein Imker verkleidet herumlaufen … Mit dem Teil ist man jedenfalls für den Fall der Fälle gewappnet!

Von Kleidung nicht bedeckte Hautpartien wie die Hände sollten mit Mückenschutz (Repellentien) eingeschmiert werden. Diethyltoluamid (DEET) in einer Konzentration von 30 bis 50 Prozent bietet den besten Schutz. Mückenschutzmittel aus dem Reiseland sind übrigens meist die bessere Wahl, da sie speziell an die Plagegeister der Region angepasst sind.

Text: Andreas Worsch

 

 

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