Biosphärenreservat La Gomera – eine Perle im Atlantik

La Gomera – vor 14 Jahren war ich schon einmal hier, als Tagesausflug von Teneriffa aus. Damals schon hat mich die kleine Insel begeistert – wenige Touristen, viele Bananen und „viel grün“ – so hatte ich La Gomera in Erinnerung. „Perle im Atlantik“ passte ganz gut zu diesen Erinnerungen, deshalb sollte es diese Reise sein…

…und ich wurde nicht enttäuscht von der kleinen vielfältigen Insel. Auf jeder Wanderung entdeckten wir die Insel neu und sie zeigte uns ein anderes Gesicht. Die erste Wanderung führte uns über Feldpfade oberhalb des Valle Gran Rey. Die Küste und die Weite des Meeres hatten wir stets im Blick und manchmal sahen wir sogar La Palma und El Hierro in der Ferne. An einem Aussichtspunkt erwartet uns neben dem tollen Ausblick noch etwas anderes: ein leckeres Picknick, bereitet von unserem spitzenmäßigen Reiseleiter Volker, und das sollte nicht das letzte Picknick auf dieser Wanderwoche gewesen sein!

Am nächsten Tag ging es aufs Meer, mit einem kleinen Boot, zur Walbeobachtung. Zuerst sahen wir nichts – ach, was heißt nichts, wir genießen die Ruhe, die Weite des Ozeans, den Blick auf Teneriffa mit dem Teide. Dann rief der erste auf dem Boot das Codewort – „Flosse!!!!“. Ein Wal, ein Delfin, ein Tümmler? Nein, ein Hammerhai! Er zog seine Bahnen glücklicherweise nicht um unser Boot, trotzdem habe ich lieber die Füße eingezogen J Dann war er weg, eine Weile wurden wir nur begleitet von Sturmtauchern, später sprangen Tunfische aus dem Wasser. Endlich kamen die Wale – 5 Grindwale schwammen mit uns mit, einer sogar direkt auf unser Boot zu. Ein tolles Erlebnis!

Grindwal auf La Gomera
Grindwal auf La Gomera

Neuer Tag, neue Landschaft: Eine Wanderung im Lorbeer- und Nebelwald darf bei einer La Gomera-Reise natürlich auch nicht fehlen.

Auch der Garajonay, der höchste Berg der Insel, sollte Bestandteil bei der Erkundung der Insel sein. Zuvor ging es jedoch noch auf die Fortaleza, einen beeindruckenden Tafelberg, den die mutigen von uns (also eigentlich alle) auch erklommen haben. Am Vormittag hat die Fortaleza sich noch ein wenig in Nebel gehüllt, der sich aber lichtete als wir oben waren. Dadurch hatten wir einen tollen Blick über den Süden der Insel.

Fortaleza auf La Gomera
Fortaleza auf La Gomera

An einem wanderfreien Tag konnten wir uns ein wenig am oder im Meer erholen und den Ort erkunden.

Am letzten Tag kam mein persönliches Highlight dieser Reise: die meeresbiologische Exkursion. Morgens ging es los, bei Ebbe in die Gezeitenzone, jeder wurde ausgerüstet mit einem Kescher und einem Eimer. Wer hätte gedacht, welche Tierchen sich unter den Steinen und in den kleinen Tümpeln so verstecken. Seesterne, Seegurken, Krabben, Seeigel, kleine Fische und jede Menge Schneckenhäuser, die meisten davon bewohnt von Einsiedlerkrebsen…

Nachdem die Flut uns dann verjagt hat, ging es zum Abschluss dieser schönen Reise in den tropischen Fruchtgarten. Hier führte uns die mindestens 100-jährige Besitzerin und der nette Hippie aus Sachsen durch den Garten und wir durften von den Früchten kosten, die gerade reif waren. Pitanga, Black Sapote, Rosenapfel, kanarische Bananen, Surinamkirsche – ich hatte ja keine Ahnung, was im kanarischen Klima alles so wächst.

Kleiner Tipp: Im Herbst sind hier die Mangos reif, nicht nur deshalb lohnt sich auch im Herbst ein Besuch auf La Gomera. Hier findet ihr die Termine für 2018.

Eure Christina

Schreibe einen Kommentar