Buddha im Himalaya: Die Weltfriedenspagode von Pokhara/Nepal

Urlaub in Nepal: „Berge, Dschungel und Kultur. Die Vielfalt Nepals“.

Ausschnitte einer Reise. Ausschnitt 1:

Die Schönheit der Berge vereint mit den Lehren des Buddha

Das Pokharagebiet  ist neben dem Solo Khumbu (Everest), die wichtigste Touristendestination Nepals. Idyllisch am Fewasee gelegen, ist Pokhara  Ausgangspunkt  verschiedener Trekkinggebiete, wie z.B.  Annapurna (8091m), das verborgene  buddhistische geprägte Mustang oder Manaslu (8156m) und Dhaulagiri (8167m). Nirgends sonst rücken die Berggiganten so nahe an das Mittellland heran und lassen sich die höchsten Gipfel der Welt auf Genußspaziergängen so leicht bestaunen.

Der südliche Rand des Fewasees

Der südliche Rand des Fewasees wird von einem steil abfallenden Hügel überragt. Dicht bewaldet tummeln sich hier Affen, Wildschweine, div. Rotwildarten, unendlich viele Vögel, in der Regenzeit reichlich Blutegel und man munkelt sogar von Katzenarten, die vorwiegend im Dunkeln jagen und denen der Mensch dann nicht so gerne begegnen würde.

In gut anderthalb Stunden kann man diesen Hügel auf einem bequemen Weg ersteigen.

Blick gegen das Annapurna Massiv
Blick Richtung Annapurna Massiv

Von oben hat man bei gutem Wetter einen fantastischen Panoramablick auf den Himalaya. Hier lässt sich verweilen und schauen, und man kann die Berge wirken lassen, weit ab von der Geschäftigkeit des quirligen Pokhara. Aber nicht allein die Aussicht macht diesen Platz so bedeutsam. Auf  dem Plateau des Hügels thront in glänzendem weiß die Weltfriedenspagode von Pokhara.

 

Weltfriedenspagode von Pokhara

Eine Pagode steht für den ‚Geist‘ eines Buddhas, also letztendlich für die Essenz seiner Belehrungen:“ Wer den Aufbau einer Pagode versteht, der versteht, was die Welt im Inneren zusammenhält“. Die Stelle an der das Monument steht ist so herausragend, dass in vormaligen Jahrhunderten viele bedeutende Pilger diesen Platz aufsuchten, um hier zu meditieren.

Im Jahr 1947 kam der japanische Mönch Nichidatsu Fujii nach Nepal, ursprünglich um Lumbini, den Geburtsort Buddhas aufzusuchen (auch Bestandteil unserer Reise). Es war eine Zeit, in der das Grauen des Krieges noch sehr präsent war. Nichidatsu kannte Mahatma Gandhi persönlich und war von dessen Lehre der Gewaltlosigkeit zutiefst beeindruckt und so wollte er am Geburtsort Buddhas ein Zeichen für den Weltfrieden setzen durch den Bau der ersten Weltfriedenspagode.  Wenig repräsentiert die Idee der Gewaltlosigkeit mehr als die buddhistische Lehre der Friedfertigkeit und so griff Nichidatsu auf das generell wichtigste buddhistische Symbol als Ausdruck dieser Idee zurück: die Pagode (Stupa).

Weltfriedenspagode
Weltfriedenspagode

In Lumbini wurde ihm die Errichtung einer Weltfriedenspagode durch die Regierung verweigert und er verließ das Land. Erst 1973 kam Nichdatsu zurück nach Nepal. In der Zwischenzeit hatte er Weltfriedenspagoden in Nagasaki und Hiroshima errichten können. Der damalige Verteidigungsminister Nepals Ming Bahadur Gurung war begeistert von dem Plan einer nepalesischen Weltfriedenspagode und überließ Nichidatsu den in seinem Besitz befindlichen Hügel bei Pokhara.

Viele Schwierigkeiten galt es bei der Realisierung des Projektes zu überwinden. So verweigerte der König Nepals zuerst die Baugenehmigung, wollte er von seinem Sommerpalast, als hinduistischer Monarch, nicht mit einem buddhistischen Bauwerk konfrontiert werden.

Am 21.5.1997 erfolgte die Grundsteinlegung und am 30.10.1999 die Einweihung der Pagode durch den ehemaligen Premierminister Koirala. Die Pagode trägt Züge des japanischen Pagodenbaustils, hat eine Höhe von 115 ft (35,052m) und einen Umfang von 344 ft (104,851m). Auf einem Sockel errichtet, sind im darauf stehenden Zylinder der Pagode, in den vier Haupthimmelsrichtungen, je eine Anbetungsnische eingelassen. Sie zeigen wesentliche Elemente aus Buddhas Leben: Geburt, Erleuchtung, erste Lehrrede und seinen Eingang ins Nirvana. Japan, Nepal, Sri Lanka und Thailand zeichneten sich für die Ausarbeitung der Themen verantwortlich. Japan ist für den Erhalt der Pagode verantwortlich.

 

Blick auf den Himalaya

Auf dem Gelände befindet sich ein japanisches Kloster in dem ein Mönch lebt und der Gebetsrituale  durchführt. Jedes Jahr im Herbst findet auf dem Hügel ein großes Pagodenfest statt zu dem viele Gläubige kommen.

Blick Richtung Annapurna Massiv bei Sonnenaufgang
Blick Richtung Annapurna Massiv (7800m) bei Sonnenaufgang

Die Kombination von Bergblick auf den Himalaya und Sinnhaftigkeit, repräsentiert durch die Pagode, macht diesen Platz zu einem sehr besonderen und außergewöhnlichen. Ein Platz der sich anbietet tiefer in die so wertvollen Kernaussagen Buddhas einzutauchen. Es ist ein Platz zu verweilen, in die Stille zu gehen und zu schauen, nach Innen und Außen.

Weltweit gab es im Jahr 2000 80 Weltfriedenspagoden. Eine steht auch in Deutschland und zwar in München-Sending (Westpark).  Ganz aus Rosenholz wurde sie 1982 anlässlich der Internationalen Gartenschau errichtet.

 

Literaturtipps zu Nepal

I.1 politische Bücher

Donner Wolf: Nepal. Becksche Reihe. Aktuelle Länderkunden. München 1990. Leider gibt es keine Neuauflagen dieses Buches. Alle wesentlichen Grundlagen zu Geographie, Politik, Religion und Geschichte (nicht mehr ganz so aktuell) werden dargestellt. Sehr informatives Buch.

Benedikter Thomas: Krieg im Himalaya. Hintergründe des Maoistenaufstandes in Nepal. Eine politische Landeskunde. Münster-Hamburg-London 2003.

Wer verstehen will, wie die wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Bedingungen des nepalesischen Volksaufstandes waren und wie sich daraus der Maoistenaufstand entwickeln konnte, der sollte dieses wichtige Buch lesen.

 

I.2. Reise, Kunst + Trekkingführerführer (abgestimmt auf unsere Tour)

Manfred Gerner: Architekturen im Himalaya. Stuttgart 1987.

In diesem wunderbaren Buch finden sich detaillierte Erklärungen zum Aufbau von Pagoden und Stupas. Sehr empfehlenswert.

Wiesener Ulrich: Nepal. Königreich im Himalaya. Geschichte, Kunst und Kultur im Kathmandutal. Köln 1976. Ganz im Stil der DuMont Kunst- und Reiseführer. Sachlich, trocken, informativ.

Lama Anagorika Govinda: Der Stupa. Psychokosmisches Lebens – und Todessymbol. Freiburg 1978. Govinda ist ein großartiger Kenner buddhistischer Ikonographie. Er entschlüsselt mit diesem Buch die tiefe Bedeutung von Pagoden und Stupas.

Blanche C. Olschak, u.a.: Himalaya. Luzern 1987. Es gibt sehr viele Bildbände auf dem Markt. Blanche Olschak ist eine hervorragende Kennerin der Region und ihre Texte heben dieses Buch weit über den gängigen Durchschnitt.

Fischer Klaus, Diez Ernst: Indische Kunst. Frankfurt am Main 1964. Sehr schöne Einführung in die Grundlagen und Entstehungsgeschichte der indischen Kunst. Leicht veraltet, aber eine grundlegende Einführung.

Aubert, Hans-J.; Andreas Gruschke; Jürgen Winkler: Das Dach der Welt. Himalaya und Karakorum  – Nepal – Tibet. München 2005. Schöner Bild- und Textband. Die Texte sind t.w. den früheren Büchern von Andreas Gruschke (hervorragender Tibetkenner) entnommen.

Marilia Albanese: Das Antike Indien. Von den Ursprüngen bis ins 13 Jhdt. Köln. Schöner Bildband. Ein Verständnis der Entwicklung der indischen Kunst ist grundlegend für ein Verständnis der nepalesischen Kunst und Kultur.

Aubert, Hans-Joachim: Nepal. Richtig reisen. Köln, div. Neuauflagen. Populär Ausgabe des DuMont Kunstführers. Guter Überblick.

Rau Heimo: Nepal. Kohlhammer Kunst und Reisführer. Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1984. Für mich einer der besten Nepalführer. Leider vergriffen, aber antiquarisch erhältlich.

Hrsg. Stiftung VILLA HÜGEL: Nepal. Kunst aus dem Königreich im Himalaya. Essen 1964. Ausstellungskatalog mit fundierter Einführung in die nepalesische Kunst und Geschichte.

Ulrich Wiesner (Ausstellungskatalog des Rautenstrauch Museums Köln): Buddhisten, Jainas, Hindus. Auf der Suche nach dem Gottesbild. Wolfratshausen 2005.

Ulrich Gruber: Nepal. Königreich im Himalaya. Prestel Verlag 1991. Gruber ist ein expliziter Kenner Nepals (Verfasser des als nächstes angeführten Buches). Gute Hintergrundberichte. Der Prestel Verlag hat versucht durch die Auflage der Reihe “Landschaftsbücher“ eine etwas andere Art Reiseführer zu schaffen. Persönliche Erfahrung mit der Kunst und Geschichte des jeweiligen Landes, zudem Erlebnisberichte, auf Infrastruktur-Information wird verzichtet. Hochwertig und seriös. Eine phantastische Reihe und sehr zu empfehlen. Leider nur noch antiquarisch erhältlich.

Ulrich Gruber: In den Tälern desNepal- Himalaya. Wanderungen und Begegnungen. Ein Reisebegleiter. München 1985. Ausgesprochene schöne, kenntnisreiche, vertiefende und kurzweilige Beschreibung subjektiver Erlebnisse in Nepal. Da weht der Geist des wahrlich Landes-Interessierten. Wider der zumeist jetzt anzutreffenden Verflachung in Geisteshaltung und Büchern.

 

I.3.Naturführer

Gruber Ulrich: Nepal. Sikkim und Bhutan. München 22007. Schöner und informativer Naturführer.

Dorothy Mierow, Tirtha Bahadur Shreesta: Himalyan Flowers and Trees. Kathmandu 1978. Schlecht gegliederter Führer mit schönen Fotos. Es gibt kaum spezielle Fachliteratur  auf dem Markt und dieser schafft es nicht eine vorhandene Lücke auszufüllen.

Trilok Chandra Majupuria, Rohit Kumar: Nepal-Natures Paradise. Insight into diverse facets of topography flora & ecology.  Kathmandu 1999. Ein Backstein, sehr speziell und wissenschaftlich, allerdings mit guten Einführungen.

I.4. Romane + div. zu Nepal

Boulanger, Marie Sophie: Die Göttin, die nie lächeln darf. Der geheimnisvolle Kult der Kumari in Nepal. München 2004.

Ein sehr interessantes Buch über die Kumari. Boulanger versucht den Hintergrund des Kultes zu ergründen, besucht verschiedene ehemalige Kumaris und versucht ihnen ihr Geheimnis zu entlocken. Ganz nett.

Andreas Haase-Hindenburg: Göttin auf Zeit. Amitas Kindheit als Kumari in Kathmandu. 2007. Thema, wie das zuvor angegebene Buch.

Glogowsky Dieter: Wo Shiva auf Buddha trifft. München 2006. Dieter Glogowsky ist ein ausgezeichneter Fotograph. Zumeist hat er einen Co-Writer für die Texte, die nicht seine Stärke sind.

Nadar Asfahani: Nepalesische Küche. 42006. Nepal hat kulinarisch mehr zu bieten als das Nationalgericht Dal Bhat. Asfahani gibt sich redlich Mühe einiges in seinem schmalen Bändchen aufzutischen.

Feller Tessa: Nepal. The essential guide to customs & culture. London 2008. Das Wichtigste zum Thema, ein sehr gutes Buch.

Matthias Schermaier: Nepal, seine vielen Gesichter. Hamburg 2007. Subjektive Erfahrungen nett verpackt.

Manjushree Thapa: Geheime Wahlen. Ein Roman aus Nepal. 2007. Ein sehr schönes Buch über das Leben der Menschen in Nepal in den neunziger Jahren.

Peter Matthiesen: Auf der Spur des Schneeleoparden. München 1997.Ein Meisterwerk. Eine Reise nach Außen und Innen. Handelt in Nepal. Reisebericht zu entlegenen Völkern der Dolpo Region und zum buddhistischen Kloster Shey Gompa. Einfühlsam geschrieben.

Alice Grünfelder (Hrsg.): Himalaya, Menschen und Mythen. Zürich 2004. Der Himalaya von Innen, erzählt von regionalen Schriftstellern, gutes Buch.

James Hilton: Der verlorene Horizont. Fiktiver Roman über `Shambala`. Klassiker, mich hat der Roman gefesselt.

John Pilkington: Am Fuß des Himalaya. Nepal-Trekking im Alleingang. München 52000. Schöner Erfahrungsbericht.

Reinhold Messner: Überlebt. Alle 14 Achttausender. München 21987. Man muss ihn nicht mögen, aber ich habe zutiefst Respekt vor seiner Leistung.

Pal Nagyvan: Am Pipalbaum werden wir uns wiedersehen. Sechs Erzählungen über Begegnungen in Nepal. Quedlinburg 2005. 6 fiktive Geschichten, die so geschehen sein könnten. Nettes Buch.

Pal Nagyvan: Nepals blutige Taube. Stuttgart 2010. Interessanter, subjektiver Versuch den Bürgerkrieg aus der Sicht eines fiktiven Betroffenen zu schildern. Sehr ungewöhnlicher, betroffen machender und auch berührender Roman. Zu empfehlen.

 

II Buddhistische Literatur:

Lama Ole Nydahl: Wie die Dinge sind. Eine zeitgemäße Einführung in die Lehre Buddhas. Joy-Verlag, Sulzberg 1994. Neuauflage 2004 im Knaur Verlag.   Ole Nydahl ist ein westlicher Lehrer, der den tibetischen Buddhismus für den Interessierten des abenländischen Kulturkreises in frischer, unverkrampfter Form erläutert.  www.diamantweg.de

Lama Ole Nydahl: Die Buddhas vom Dach der Welt.div. Auflagen. Erlebnisberichte einer Pilgerfahrt zu den hohen buddhistischen Lehrern.

Lama Ole Nydahl: Das Große Siegel, Raum und Freude grenzenlos. Die Mahamudra-Sichtweise des Diamantweg-Buddhismus .Sulzberg 1998

Die Essenz der Überlieferung der Kagyu-Linie des tibetischen Buddhismus. Ole erklärt einen Text des 3. Karmapa über die Grundlagen allen Seins. Wer`s versteht und, viel wichtiger, erfährt, der brauch sich keine Sorgen mehr zu machen

Lama Ole Nydahl:Der Buddha und die Liebe: München 2005. nomen est omen: bestimmt ganz hilfreich für viele.

Lama Ole Nydahl: Vom Reichtum des Geistes. Buddhistische Inspirationen. München 2006

Kurze Aphorismen, Texte oder auch nur Zeilenauszüge geben die Möglichkeit zu inspirierenden Augenblicken. Zu erst fand ich das Buch doof, hatte ich doch höchste Belehrungen zum Buddhismus erwartet (im Anklang an den Titel). Erst nach einiger Zeit lernte ich die Kraft dieser Zeilen wirklich schätzen. Irgendwie ein bisschen Haiku Anklang

Kalu Rinpoche: Der Dharma. Mechernich: Kagyü-Dharma-Verlag 1990.Eine eher traditionelle, aber hervorragende Einführung.

Kalu Rinpoche: Den Weg des Buddhas gehen. Sehr guter Überblick über die Grundlagen des tibetischen Buddhismus

Khandro Rinpoche: Wertvolles Leben, Der Weg des tibetischen Buddhismus. München 2003. Faszinierende Lehrerin, tolles Buch. www.vkr.org

Gendun Rinpoche: Der große Pfau, Über den Umgang mit Emotionen im tibetischen Buddhismus. Gendun Rinpoche, der kostbare Lehrer, schreibt einfühlend über die Beseitigung störender Emotionen.

Dalai Lama: Das Auge der Weisheit. Grundzüge der buddhistischen Lehre für den westlichen Leser. Berlin, München, Wien 1975. Grundlegend.

Dalai Lama: Mein Leben und mein Volk. Sehr guter Überblick über die Hintergründe der chinesischen Besetzung Tibets bis zum Zeitpunkt der Flucht des Dalai Lama ins Exil nach Indien 1959. absolut lesenswert (dieses Buch habe ich weiter unten nochmals aufgeführt, da es mir so grundlegend erscheint).

Dalai Lama: Logik der Liebe. Aus den Lehren des Tibetischen Buddhismus für den Westen. München 1989. „Karma“, „ Die vier Edlen Wahrheiten“, „Die sechs Vollkommenheiten“, Geistbelehrung“, in diesem Buch ist alles Grundlegende drin.

Anmerkung zum Dalai Lama: Der Sprach/Schreibstil des Dalai Lama kann sehr verschachtelt und durchaus mit einer recht komplizierten fachspezifischen Wortwahl durchsetzt sein, zumindest in seinen explizit buddhistischen Büchern (wobei die älteren Werke häufig schwieriger sind als die neueren (z.B. „die Vorträge in Harvard“)). Mit seinen vielen Exkursen ist er nicht in allen Teilen einfach zu lesen. Deswegen habe ich ihn in diese Literaturliste, trotz seiner Bedeutung, nicht ausführlicher aufgenommen.

Dilgo Khyentse Rinpoche:  Das Herzjuwel der Erleuchteten. Berlin 1994. Dilgo Khyentse interpretiert  einen bedeutenden Text von Patrul Rinpoche mit großer Weisheit und Liebe. Alle für den tibet. Buddhismus relevanten Lehrgebiete werden mit Sorgfalt und Herzensgüte thematisiert.

Dilgo Khyentse Rinpoche: Kommentar zum sieben Punkte Geistestraining. Das Herzstück buddhistischer Praxis. Bern, München, Wien 1996. Guter Text, sehr grundlegender Text.

Jamgon Kongtrul: Der große Pfad des Erwachens, ein Kommentar zur Mahayana-Lehre der sieben Punkte der Geistesübung. Ganz wichtiger Text.

Gampopa: Juwelenschmuck der Geistigen Befreiung. München 1989. Eines der grundlegender Bücher der Kagyu  Linie des tibetischen Buddhismus.

Evans-Wentz: Milarepa, Tibets großer Yogi. München 1989. Milarepa ist nicht nur Tibets bedeutendster Yogi und Poet, sondern auch für unsere Tour von großem Interesse, da er im nördlichen Annapurnagebiet gewirkt hat.

Milarepa: Gesammelte Vaira Lieder. I u II. Berlin 1996/7. Sammlung einiger bedeutender Texte bzw. Gesänge vom Meister.

Chögyam Trungpa: Feuer trinken, Erde atmen. Die Magie des Tantra. Köln 1982. Eines meiner ersten buddhistischen Bücher. Eine sehr gute Einführung in das buddhistische Tantra.

Chögyam Trungpa: Das Herz des Buddha. Bern, München, Wien 1991. Beschreibung wichtiger Elemente der Vajrayana Praxis.

Chögyam Trungpa: Spirituellen Materialismus durchschneiden. Zürich, München, Berlin 1993. Ein sehr wichtiges Buch um das  `buddhistische` Ego („ich bin toll, da ich jetzt auch noch Buddhist bin“) zu zerpflücken. Wichtig, wichtig.

Thich Nhat Hanh: Das Diamantsutra. Kommentare zum Prajnaparamita-Sutra. Zürich, München, Berlin 1993. Das „Diamantsutra“ ist das Herzstück der Weisheitslehren des tibetischen Buddhismus. Thich Nhat Hanh interpretiert diesen überaus wichtigen Text in einfühlsamer Klarheit.

Chökyi Nyima Rinpoche: Präsent, Frisch, Wach. Ein Meditationshandbuch der nicht-konzeptuellen Weisheit. Otter Verlag München. So ziemlich das beste Buch im Rahmen des Buddhismus, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Wer sich ein bisschen auskennt, findet hier seinen Meister

 

II.b. Buddhistische Handbücher + Kunstführer

Alexandra Lavizari-Raeuber: Thangkas. Rollbilder aus dem Himalaja. Köln 1984. Detailliertes Spezialbuch für den Thangka-Interessierten.

Detlef Lauf: Verborgene Botschaft tibetischer Thangkas. Braunschweig 1976. Schöner Bildband.

Gerd-Wolfgang Essen/ Tsering Tashi Tingo: Die Götter des Himalaya. Buddhistische Kunst Tibets. München 1989. Bildband mit einer sehr guten Einführung und kenntnisreichen Bilderklärungen.

Hans Wolfgang Schumann: Buddhistische Bilderwelt, Ein Ikonographisches Handbuch des Mahayana Und Tantrayana Buddhismus. München 1986. Gutes Nachschlagewerk.

Hans Wolfgand Schuhmann: Auf den Spuren des Buddha Gautama. Eine Pilgerfahrt zu den historischen Stätten. Olten 1992. Schöner Band.

Hans Wolfgang Schuhmann: Buddhismus. Stifter, Schulen und Systeme. München 2005. Sehr informatives Buch, auch wenn es Schwächen im Verständnis der buddhistischen „Seins“ Philosophie offenbart, Schuhmann ist einfach ein Wissenschaftler, trotzdem sehr empfehlenswert.

Raimund Lindhorst: Darstellungen des Buddha und ihre symbolische Bedeutung im tibetischen Buddhismus. Berlin 1997. Nomen est omen.

Robert Beer: Die Symbole des tibetischen Buddhismus. Kreuzlingen/München 2003. Aus meiner Sicht das ikonographische Grundbuch schlechthin..

Andreas Gruschke: Tibetischer Buddhismus. Kreuzlingen/München 2003. Ich bin ein sehr großer Freund von Herrn Gruschke, aber dieses Büchlein ist nicht mehr als ein kleiner Ausschnitt eines komplexen Themas aus der Perspektive eines Reiseleiters und somit etwas seelenlos und trotzdem ganz gut.

Lama Anagarika Govinda: Grundlagen tibetischer Mystik. Die geheime Lehre des großen Mantra. Bern, München, Wien 1995. Für den der die Bedeutung von Mantras verstehen will, ist dieses Buch Pflichtlektüre.

IIc. Bücher die sich mit dem Tod aus buddhistischer Sicht beschäftigen:

Sogyal Rinpoche: Das tibetische Buch vom Leben und Sterben. Berlin, München , Wien  1994. Ein Bestseller, gut und einfach geschrieben.

Bokar Rinpoche: Der Tod und die Kunst des Sterbens im tibetischen Buddhismus. Mechernich 1992. nomen est omen.

Lati Rinpoche/Jeffrey Hopkins: Stufen zur Unsterblichkeit. Tod, Zwischenzustand und Wiedergeburt im tibetischen Buddhismus. Köln 1979. gutes Buch.

Francesca Fremantle/ Chögyam Trungpa: Das Totenbuch der Tibeter. Köln 1987. Meines Erachtens ist das „Totenbuch“ von Außenstehenden ohne Grundkenntnisse des tibetischen Buddhismus nicht wirklich zu verstehen. Wenn, dann mehr als ja!

Joan Halifax: Being with Dying. Cultivating Compassion and Fearlessness in the Presence of Death. Shambala Publications, Boston 2008. Joan Halifax ist eine amerikanische Zen Nonne mit außergewöhnlicher Präsenz. Sie arbeitet viel mit Sterbenden und ihr Buch zum Thema kann eine sehr große Hilfe sein.

Stanislaf Grof/Joan Halifax: Die Begegnung mit dem Tod. Stuttgart 1980 (Dieses Buch ist nicht explizit buddhistisch).

 

III.      Hinduistische Literatur

 Hiriyama.M.: Vom Wesen der indischen Philosophie. München 1990. Breit angelegte, seriöse Einführung in den Hinduismus.

Helmuth von Glasenapp: Die Fünf Weltreligionen. München 1922, Neuauflage zuletzt München 2005. Ein herausragendes Buch. Gute Einführung in den Hinduismus (S.13 – 74).

Rainer Krack: Hinduismus erleben: Alltagsleben, Riten und Feste, Pilgerfahrten, Talismane, Hinduistische Küche. Bielefeld 2001. Hinduismus im Vollzug, gut.

Vanamanti Gunturu: Hinduismus. München 2002. Hinduismus von Innen.

Hans Wolfgang Schuhmann: Die großen Götter Indiens: Grundzüge von Hinduismus und Buddhismus. München 2006. Schuhmann schreibt sachlich kompetent, angenehm zu lesen.

Jiddu Krishnamurti: alle Werke lesenswert. Sein Anliegen war es „seinen“ Hinduismus dem westlich Gebildeten nahe zu bringen. Er schreibt etwas kopflastig.

H.W.L. Poonja: Wach auf. Du bist frei. Bielefeld 1993. Poonjaji war ein herausragender Schüler von Shri Bhagavan Ramana Mahrishi, dem hochverehrten indischen Lehrer und Weisen. Im Lehrer – Schüler Gespräch (Satsang) versucht er seine Einsichten zu vermitteln.

Heinrich von Stietencron: Der Hinduismus. München 22006. Schöne Einführung, kurz, knapp, übersichtlich, gelungen.

Caterina Conio: Der Hinduismus. München 1984. Nett bebildert, lockert den ordentlichen Text auf.

Alfred Hillebrand, Leopold von Schroeder, Adolf Holtzmann: Der Hinduismus. Paderborn. Auszüge und Einführungen aus und zu den bedeutendsten Werken des  hinduistischen  Kanons: Rigveda, Brahmanas, Upanishaden, nach-vedische Literatur, Bhagavadgita, Ramayana, Gesetzbuch des Manu. Für den Weiter-Interessierten.

Ramayana:Die Geschichte vom schönen Prinzen Rama, der schönen Sita und dem großen Affen Hanumann. Kreuzlingen/München 2004. Das Ramayana ist das große Epos der Inder, ein  bisschen wie Bollywood. Voller Weisheit, Ränke, Herzschmerz. Ein Klassiker.

 

.IV.  Weitere Empfehlungen

Ken Wilber: Eros, Kosmos,Logos. Eine Vision an der Schwelle zum nächsten Jahrtausend. Frankfurt am Main 1997. Wilber ist der führende Denker der Bewußtseinsforschung. Die Werdung des Menschen als Einzelner und als Gattung verfolgend, beschreibt er in genialer Weise die Möglichkeiten, Implikationen  und Notwendigkeiten in der Ausgestaltung der Seinsentwicklung.

Ken Wilber: Naturwissenschaft und Religion . Die Versöhnung von Wissen und Weisheit. Frankfurt am Main 1998. Integrationsversuch der durch die Aufklärung differenzierten und getrennten Kunst, Wissenschaft und Religion.

Ken Wilber: Eine kurze Geschichte des Kosmos. Frankfurt am Mail 1997.Einfache Fassung von Eros, Kosmos, Logos und damit besser für den Einstieg geeignet.

Helmut Hecker: Meister Eckehart. Der tiefste Mystiker des Abendlandes und die Lehre des Budhas. Stammbach 2001. Ein sehr interessanter Versuch die Lehre der beiden Weisen abzugleichen.

 

Zeit:

Anton Zeilinger: Einsteins Schleier. Die neue Welt der Quantenphysik. München 2003. „Gut“ leserliche Einführung in die so grundlegend wichtige Welt des Anteils der Physik die unser Weltbild von Zeit, Raum und Selbstwahrnehmung zertrümmert. Ich kann mir nur wünschen, dass ihr dieses Buch lest.

Stephen Hawking: Die Illustrierte kurze Geschichte der Zeit. Hamburg 2002. Ja, wie ist das nun mit der Zeit? Was ist sie, gibt es sie und unter welchen Bedingungen? Na dann mal ran bis der Kopf raucht.

Hainer Kober/Brian Greene: Der Stoff, aus dem der Kosmos ist: Raum, Zeit und die Beschaffenheit der Wirklichkeit. München 2008. Der Stand der Physik, die Relativierung der Zeit. Da musst du durch.

Brian Greene: Das elegante Universum: Superstrings, verborgene Dimensionen und die Suche nach der Weltformel. München 2006. Ähnlich wie das vorgenannte Buch, wobei Greene das „Hirn“, der eigentliche Denker ist.

Rudolf Hämmerli (Hrsg.): Jean Gebser. Einbruch der Zeit. Schaffhausen 1995. Eine brilliante Zusammenfassung der Gebserthemen. Die Werdung, das Zusammenspiel der Bewusstseinsstufen, der arationale Ausblick, die Veränderung in der Zeiterfahrung werden wunderbar verdeutlicht.

Hans-Peter Dürr: Auch die Wissenschaft spricht nur in Gleichnissen. Die neue Beziehung zwischen Religion und Naturwissenschaften. Freiburg im Breisgau 2004. Dürr ist Atomphysiker und Heisenbergschüler (der mit der Atombombe). Wissenschaftliche Erkenntnisse verändern für ihn die gängige Unterscheidung von Wissenschaft und Religion. Gutes Buch, angenehm zu lesen.

Hans-Peter Dürr/Raimon Panikkar: Liebe – Urquelle des Kosmos. Ein Gespräch über Naturwissenschaft und Kosmos. Freiburg im Breisgau 2008. Ein Buch zur Abrundung des Themas. Eher prosaisch, aber dadurch dringt es in die gefühlte innere Tiefe.

Was meinst du dazu?