Das Service-Team in Island

Am Donnerstag, 28. Januar startet ein kleiner Teil des Service-Teams nach Island. Was treibt uns im Januar nach Island? Drei Island-Begeisterte, die Island bisher jedoch nur im Sommer kennen, wollen es jetzt wissen: Wie sieht Island denn eigentlich im Winter aus? Erfahrt es hier in unserem Reisebericht.

Spontan noch drei weitere Kollegen für die Idee begeistert, sind wir zu sechst unterwegs auf abenteuerlichen Pisten unterwegs. Und auch wenn es momentan in Reykjavik wärmer ist als in Deutschland, sind wir alle gespannt auf winterliche Eindrücke unseres Sommerziels. Einen Reiseverlauf gibt es natürlich schon. Wichtige Fragen beschäftigen uns kurz vorher: (in Ermangelung einer Reiseinformation wie unsere Gäste sie gewöhnt sind) Was nehmen wir mit, was ziehen wir an, wie viele Schichten passen zur Not übereinander? Wie vertreiben wir uns die Zeit zwischen den sechs Stunden Tageslicht? Reichen die sechs Stunden für alles was wir tagsüber vorhaben? Was trinken wir um warm zu werden – gibt’s auf Island eigentlich Glühwein?

Die Reise beginnt: Island im Winter

„Es liegt ja gar kein Schnee!!!“ Das waren die ersten Worte die meine Kollegin Katja im Landeanflug auf Island von sich gab. Und damit sprach sie genau das aus, was wir anderen fünf auch dachten. Komisch, aber Island im Winter stellt man sich schneebedeckt und kalt vor. Wir wurden jedoch mit relativ „warmen“ Temperaturen überrascht.

Morgens ging es dann zeitig los. Das Treffen zum Frühstück war für 08.30h geplant. Zu dieser Zeit war es auch immer noch stockdunkel. Vorher loszufahren hätte demnach auch nicht viel Sinn gemacht. Als wir um halb zehn das Hotel verließen, fing es an zu dämmern. Zunächst hielten wir an einem Supermarkt um erst einmal die örtlichen Produkte kennenzulernen und uns mit diesen zu bestücken. Danach ging es los auf dem Goldenen Ring in Richtung Þingvellir, dem ersten Highlight des Tages. Das war aber gar nicht so einfach, wie wir dachten. Denn aus Reykjavik in die richtige Richtung zu fahren, ist, dank der wunderbaren Beschilderung, ziemlich schwierig. Nach ein paar Richtungswechseln jedoch befanden wir uns endlich auf dem richtigen Weg. Und es hat sich gelohnt… Strahlender Sonnenschein begleitete uns fast den ganzen Tag. Und dann war es endlich soweit: Schneebedeckte Berge! Unsere Vorstellung wurde endlich erfüllt! Dazu lag vor uns Islands größter See, der Þingvallavatn. Wir wanderten ein wenig durch die Allmännerschlucht und bestaunten die Bruchzone des Mittelatlantischen Rückens, der sich einmal durch ganz Island zieht. Als nächstes ging es los zum Geysir. Auch hier war die Wegfindung nicht ganz einfach. Aber unser auserkorener Fahrer Patrick hat uns auch hierhin ohne Probleme gebracht. Heute war es wesentlich kälter und auch die Heizung im Bus wollte nicht so recht ihr Bestes geben, sodass wir erst einmal einen heißen Kaffee (oder wie der Isländer sagt: Kaffi) und Kakao getrunken und den Souvenirshop unsicher gemacht. Wir wurden auch tatsächlich fündig.

Thingvellir

Dann ging es aber erst einmal zum Stokkur, dem aktiven Geysir. Denn der eigentliche „Geysir“ von dem auch alle anderen ihren Namen erhalten haben, ist nicht mehr aktiv. Er liegt auch nur wenige Meter von Stokkur entfernt. Alle paar Minuten schießt dieser das heiße Wasser und den Dampf in die Luft. Ein wirklich toller Anblick. In der Zwischenzeit brodelt er nur etwas vor sich hin. Aber nicht lange aufhalten, langsam wird es wieder dämmrig, also auf zum bekanntesten Wasserfall Islands, dem Gullfoss. Und je näher wir diesem kamen, umso winterlicher wurde es. Auf einmal war die Straße voll Eis und Schnee und wir erlebten den Gullfoss und seine Umgebung in einem wunderbar winterlichen Kleid. Er ist definitiv ein wahres Erlebnis und laut unserer Kollegin Ulrike noch schöner als die Niagara Fälle. Und als schließlich noch der Mond rauskam (wir haben gerade Vollmond) war das Panorama perfekt! Der Heimweg war ohne Probleme zu finden und inkludierte noch eine kurze Fahrt auf der Laudavegur, der Haupteinkaufsstraße Reykjaviks, wo wir die schönen, leider schon geschlossenen Geschäfte (es war 18.30h!) bestaunten. Fazit des Tages: Es gibt doch den richtigen Winter in Island und er ist wunderschön, sodass eine Reise auch zu dieser Jahreszeit absolut empfehlenswert ist!

Sonne zum Abschied

It’s a beautiful day!!! Der Song von U2 bekam für uns heute Realität! Wir hatten einen wirklich wunderschönen, letzten Tag in Island. Der Tag begann wieder zeitig um halb acht, denn wir hatten eine ziemliche Strecke vor uns. Heute ging es auf die Snæfellsnes Halbinsel nach Stykkishólmur, wo wir eine Verabredung in einem Hotel hatten. Schließlich sind wir ja nicht nur zum Spaß hier, sondern auch um aktuelle Hotels zu testen. Als wir um ca. 10 Uhr los fuhren, wurde es langsam hell und die schneebedeckten Berge leuchteten im Schein der aufgehenden Sonne über die Bucht von Reykjavik. Ein ganz fantastischer Ausblick. Genau so, ging es den ganzen Tag weiter. Auf unserem Weg Richtung Norden machten wir einen Fotostopp nach dem nächsten, so sehr waren wir von der Landschaft begeistert. Das Licht und der strahlendblaue Himmel luden aber auch sehr dazu ein. Ein Zitat, welches mittlerweile immer wieder fällt, und welches wir etwas abgeändert haben ist dieses: „Wenn Engel reisen…“.

Verschneites Reykjavik

Während des Weges zurück dämmerte es bereits. Um ca. 18 Uhr waren wir dann wieder im Hotel zurück. Der ein oder andere hat nun seinen Aufenthalt mit einem kleinen Stadtrundgang durch Reykjavik noch ausklingen lassen. Am nächsten Morgen heißt es dann zeitig Abschied nehmen, der Flieger geht bereits um zwanzig nach sieben nach Frankfurt. Dort wartet dann unser Wikinger-Auto auf uns mit dem wir dann wieder in die Heimat nach Hagen fahren.

Eines ist auf jeden Fall klar: Es hat uns allen so gut gefallen, dass wir am liebsten noch länger bleiben würden, oder zumindest planen, bald wieder zu kommen!

Liebe Grüße von der Island-Crew,
Patrick, Ulrike, Marzena, Katja, Sandra und Svenja

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