Das Wandern ist nicht vornehm – Ausstellungsempfehlung

„Das Wandern ist nicht vornehm“ – so beginnt eine  ZEIT-Besprechung der ersten Kunstausstellung zum Thema Wanderlust in der Alten Nationalgalerie in Berlin.

Das können wir von Wikinger Reisen sofort unterschreiben. Jahrhundertelang wurde Bewegung zu Fuß als Weg zur oder Teil der Arbeit eher erduldet als genossen. Des Müllers Lust beim Wandern  mit einem Sack Mehl auf dem Rücken war sicher überschaubar. Wenn unsere Produktentwickler auf dem Lande nach einem Weg zum nächsten Dorf fragen, zeigt ihnen der Feldarbeiter gerne die nagelneue Landstraße und wundert sich, wenn wir beginnen, den arg zugewachsenen Saumpfad freizuschneiden…

Freiwillige Bewegung bei über 20 Grad, dazu mit Rucksack auf dem Rücken, wird außerhalb klassisch touristischer Gebiete wie den Alpen immer noch gerne belächelt – aber nie ohne eine gleichzeitige Wertschätzung – Kontakt zur einheimischen Bevölkerung ist währenddessen unmittelbar und atmet gegenseitigen Respekt.

Wandern liegt seit Jahren im Trend, dass nun erstmals eine Ausstellung die künstlerische Beschäftigung seit Aufklärung und Romantik aufbereitet, war überfällig. Wir können ein Wochenende in Berlin mit ein wenig Kunstgenuss wärmstens empfehlen. Wandern ist vielleicht nicht nur was für „die feinen Leute“ – was Feines aber in jedem Fall…

„Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir“, Alte Nationalgalerie Berlin, die Ausstellung endet am 16.9.2018.

 

Aufbruch ins Freie – Die Alte Nationalgalerie in Berlin widmet sich einer noch jungen Kulturtechnik: Dem Wandern.

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