Delikatessen aus fernen Ländern – das solltest du kosten!

Wer kennt die Situation nicht: Du reist in ein fremdes Land, besuchst einen einheimischen Markt oder ein Restaurant und die exotischsten Speisen, von denen du noch nie irgendetwas gehört hast, werden dir angeboten. Die Neugierde ist groß, die Vorsicht überwiegt aber meist. Wer weiß was da alles drin sein könnte, ob mein Magen das verträgt…? Wer möchte schon im Urlaub Magenprobleme bekommen?!

Darum greift man doch wieder auf das Bekannte zurück, erwischt sich in fernen Ländern in einer Pizzeria oder im Burgerhaus – da weiß man was man bekommt und es schmeckt jedem. Das wissen auch die Hoteliers und locken mit “interkontinentalem Frühstück” und internationaler Speisekarte. Aber ist das wirklich reizvoll, ist das wirklich das, was man im Urlaub möchte? Macht das Fremde, die Entdeckung, das Eintauchen in die Kultur der bereisten Länder den Reiz am Reisen nicht aus? Sind diese Erfahrungen und Erinnerungen nicht viel wertvoller als eine Sammlung von Fotos oder Souvenirs der klassischen Sehenswürdigkeiten? Ich denke jeder, der schon mal die Möglichkeit hatte, ein Land intensiv kennen zu lernen, wird dem zustimmen. Und auch, wenn nicht immer alles, was die Einheimische Speisekarte zu bieten hat, schmeckt oder verträglich ist, ich kenne niemanden, der es jemals bereut hat und im Gegenteil, man verpasst sehr, sehr viel wirklich köstliches, wenn man sich nicht darauf einlässt.

Ich möchte meine Erfahrungen gerne mit Euch austauschen, kulinarische (Insider-) Tipps für die nächste Reise geben – und im Gegenzug, mir von Euch Empfehlungen geben lassen.

Von meinen Kollegen aus der Fernreiseabteilung habe ich bereits einige vielversprechende Tipps erhalten. So empfiehlt Miguel, mehrere Jahre lebhaft in Afrika und Produktmanager für Afrika und Nahost, bei einer Reise nach Namibia oder SüdafrikaRoesterbrood” vom offenen Feuer (geröstetes Brot, Sandwich ähnlich mit verschiedenen Füllungen. Klassisch: Tomate, Käse und Zwiebeln) sowie “Potjiekos” zu probieren (nähere Infos hier).

Lena, Produktmanagerin für Asien und gerade von einer Wikingerreise nach Laos & Kambodscha zurückgekehrt, schwärmt von Kambodschas berühmtem “Fisch-Amok in Bananenblättern” (nähere Infos hier). Die Blätter müssen nicht nur mit Fisch gefüllt sein, sondern können alternativ auch mit Hühnchen/Rind/Shrimps oder einfach nur Gemüse befüllt werden.

Sascha, Produktmanager für Ozeanien und Nordamerika, wartet mit einem Rezept für “Applejack Chicken” aus den USA auf. Nachkochen höchst empfehlenswert, die amerikanische Spezialität ist besonders zur Weihnachtszeit ein Genuss (nähere Infos hier)!

Julia, Produktmanagerin für Lateinamerika, hat mir gleich mehrere lateinamerikanische Delikatessen empfohlen. So sollte man in KolumbienBandeja Paisa” probieren (nähere Infos hier). In Chile, Argentinien und Bolivien ist “Asado“, in Patagonien vor allem vom Lamm, eine Spezialität (nähere Infos hier).  Wer es gerne etwas würziger und scharf mag, sollte in MexikoPico de Gallo” bestellen. Keine Sorge “Hahnenschnabel” (übersetzt aus dem Spanischen) verbirgt sich nicht dahinter (nähere Infos hier). In Costa Rica und Nicaragua essen die Einheimischen traditionell “Gallo Pinto” zum Frühstück (nähere Infos hier) und in Ecuador gilt tatsächlich Meerschweinchen als Delikatesse (nähere Infos hier). Durchsetzen konnte sich das Gericht aber nicht, dagegen die peruanische SpezialitätCeviche” bestehend aus verschiedenem klein geschnittenem, rohem Fisch in Limettensaft mariniert, schon (nähere Infos hier).

Ergänzen möchte ich diese Liste gerne mit den Spezialitäten, die ich während meines einjährigem Aufenthaltes in Brasilien kennengelernt habe. So kann ich jedem, der Brasilien bereist, wärmstens empfehlen, in einer “Churrascaria” essen zu gehen. Ein wahr gewordener Traum für alle Fleischliebhaber (nähere Infos hier). Von “Coração da galinha” (= Hühnerherzen), die dort auf Spießen gereicht werden und unter Brasilianern der absolute Renner sind, rate ich geschmacklich jedoch eher ab. Probieren schadet aber nicht. Desweiteren sollte man “Feijoada“, das Nationalgericht der Brasilianer unbedingt kosten. Sehr schmackhaft, über die Zutaten sollte man aber lieber nicht genau nachdenken (nähere Infos hier). Kleiner Tipp: Von oben aus dem Topf nehmen, nicht von untern! Sehr gesund und lecker ist auch das aus der Amazonas Region stammende Gericht “Açaí na tigela”, das aus der Frucht der Acai-Palme gewonnen wird (nähere Infos hier). Und bei jedem Essen fehlen darf natürlich nicht der “Caipirinha“, das Nationalgetränk Brasiliens (nähere Infos hier), das dort nicht nur mit Limetten, sondern mit jeder erdenklichen Frucht gemixt wird. Sehr zu empfehlen mit “uva” (= Weihntraube), “morango” (= Erdbeere), “abacaxi” (= Ananas) oder Kiwi.

Jetzt bin ich gespannt, was Ihr auf Euren Reisen an Delikatessen entdeckt habt, die man unbedingt kosten sollte!

 

Kommentare

  1. Ein kulinarisches Highlight meiner Reisen, an das ich mich immer wieder gerne erinnere, ist zweifellos „Pollo con Mole Poblano“, das ich – Mensch, das ist auch schon wieder 17 Jahre her…. – in einem kleinen Restaurant in Mexico-City genosssen habe. Mole Poblano ist eine Sauce, deren Hauptbestandteile Chili und Schokolade sind – mag einem als Beilage zum Huhn merkwürdig vorkommen, war aber eine geschmackliche Sensation, nicht zuletzt, wenn die höllische Schärfe der Chili sich langsam den Weg durch den Schokoladengeschmack bahnt.

    Aber gerade bei den Wikinger-Reisen ist man eigentlich – was die landestypische Küche angeht (aber natürlich nicht nur in dieser Beziehung) – auf der sicheren Seite. Bei meinem letzten Korfu-Urlaub im Oktober (schöne Grüße an Petra und den Rest der Gruppe – falls die hier mitlesen) führte uns die Wanderung am ersten Tag in die Taverne „The Cricketer“ (http://www.liapades-bliss.com/restaurants/cricketer.html) in Liapades, die ich, wenn ich individual unterwegs gewesen wäre, wegen des recht abwegig klingenden Namens wohl nicht betreten hätte. Das allerdings hätte ich bereuen müssen, denn der Wirt überraschte uns mit einer grandiosen Auswahl an Meze und legte die Latte damit sehr hoch. Dass sie im weiteren Verlauf der Woche nicht mehr „gerissen“ werden konnte, lag allerdings nicht daran, dass die Auswahl der weiteren Tavernen, die wir mittags aufsuchten, schlecht gewesen wäre.

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