Der lange Weg der Schokolade – Teil IV

Guido unterwegs in Europa

Der Extremsportler Guido Kunze (Höhenweltrekord mit dem Rad auf den Ojos del Salado, in 86 Std. mit dem Rad zum Papst) startete sein neues Projekt – Der lange Weg der Schokolade – bei dem wir ihn als Sponsor unterstützen.

Im Vordergrund steht hierbei der nachhaltige Aspekt: Guido reist von Ecuador über Kolumbien zurück in seine Heimatstadt Erfurt. Dabei fährt er 10.000 Kilometer mit Rad und Segelboot, um Kakaobohnen zu transportieren (rund 50 kg) und damit zu zeigen, was es bedeutet Fair Trade Schokolade zu produzieren.

 

Den ersten Teil findet ihr hier –> Der lange Weg der Schokolade – Teil I

Zum zweiten Teil –> Der lange Weg der Schokolade – Teil II

Der dritte Teil –> Der lange Weg der Schokolade – Teil III

 

Fortsetzung

19. April

Ein spannender und hoch offizieller Tag stand Guido bevor. In Madrid traf er heute sowohl den ecuadorianischen Botschafter, als auch den kolumbianischen Botschafter. Beide waren von dem Projekt begeistert und gaben positive Rückmeldungen zur Abenteuer-Schokoladen-Reise.

Danach ging es gleich weiter zu einem Treffen mit der Plattform ProColumbia und Journalisten, die sehr interessiert waren und das Team zur Idee und erfolgreichen Umsetzung gratulierten. Und Guido wurde zum Kolumbianer der Herzen ernannt. Mal sehen, ob noch eine passende Urkunde folgt.

Gegen 14.00 Uhr musste er dann aber auch schon die wunderschöne Stadt verlassen, um seinen weiteren Weg Richtung Valencia anzutreten.

Denn die Reise ist noch nicht zu Ende. Frankreich, mit Besuch in Monaco, Grenoble und Bern warten noch und dann ab nach Erfurt.

Guido, Marvin und Abenteuer Schokoladen Team senden euch Grüße und freuen sich wahnsinnig über alle, die das Projekt mitverfolgen

 

 

20. April

An manchen Tagen wird auch einfach nur Rad gefahren, sowie zum Beispiel heute. Das Motto des Tages war daher simpel: Strecke machen! Das Ziel: So nahe wie möglich an Montpellier herankommen. Dort haben Guido und sein Team einen Termin mit den Wissenschaftlern des Instituts, in dem das Genom der Kakaopflanze entschlüsselt werden konnte. Für alle Frankophilen hier der Link zur wissenschaftlichen Publikation:  https://www.cirad.fr/actualites/toutes-les-actualites/communiques-de-presse/2010/la-sequence-du-genome-du-cacaoyer-dechiffree

Und wenn wir schon einmal bei fremden Sprachen sind, hier noch der Verweis auf die Online-Ausgabe der spanischen Zeitung „El Pais“:

https://elpais.com/elpais/2018/04/19/planeta_futuro/1524145164_829872.html

Lässt man sich den Google-Übersetzer an dem Text austoben, kommt das dabei heraus:

Guido Kunze sitzt gelassen mit seinem grünen Trikot, aber er muss heute von Madrid nach Valencia wechseln. Und von dort nach Frankreich, nach Monaco und dann in die Schweiz, bis Sie Ihre Stadt Mühlhausen bei Erfurt in Mitteldeutschland erreichen. Die Route, die ihn erwartet, ist fast eine Fahrt im Vergleich zu den 3.600 Kilometern, die seine muskulösen Beine zwischen Ende März und Anfang April angesammelt haben, als er von Norden nach Süden mit 40 Kilo Kakaobohnen durch Kolumbien reiste. Was ihn diesmal bewegte, war keine sportliche Herausforderung, sondern der Spur des „langen Schokoladenweges“ zu folgen, um den fairen Handel mit einem Produkt zu fördern, das er als „Friedensanbau“ von Kleinbauern nach Europa definiert. Mit diesem Ziel wird klar, dass Kunze so arbeitet, dass die Kakaobohnen direkt vom Erzeuger zum Verbraucher gelangen, ohne Zwischenhändler. Naja, ganz falsch ist es wohl nicht.

Spät am Abend treffen alle im Ibis Hotel der Accor Gruppe ein und werden wieder sehr nett empfangen. Die Accor Gruppe hat auch ein Nachhaltigkeit-Programm auferlegt. Daher passt auch die Abenteuer Schokoladen Expedition nicht schlecht zu ihnen und ihren Häusern.

21. und 22. April

Gestern war das treffen mit den Genetikern in Montpellier. Bis jetzt hat noch kein Begleiter Zeit gefunden, ausführlich davon zu berichten. Das will Guido zu Hause nachholen. Wenn der Wind richtig steht, kann er die Heimat ja fast schon riechen.

Von Montpellier ging es heute nach Fréjus. Eine wunderschöne Strecke entlang am Mittelmeer immer Richtung Monaco. Die Sonne brennt Guido auf seinen Helm, aber bei solchem Wetter fährt er ja besonders gerne. Heute hatte er seinen ersten Platten. Aber das Glück war ihm recht wohlgesonnen, da es nur noch zwei Kilometer bis zum Ziel waren. Also, wer sein Rad liebt …

23. April

Die Strecke führt nun an der Küste der glamourösen Cote d’Azur entlang, über spektakuläre Fahrradwege und feine Straßen. In den großen Städten Cannes und Nizza muss Guido aufpassen, es gibt viel Verkehr und jede Menge Baustellen. Trotzdem ist der Meister von der Piste schwer begeistert. „Ein Paradies für Radfahrer, Straßen von bester Qualität, die Wege sind auch gut ausgeschildert. Es ist wirklich beindruckend wie man so ein umfangreiches Straßennetz in so einen guten Zustand halten kann“, erzählt er dem Team. In der Tat, auf den gut ausgebauten Radwegen ist er nicht selten schneller unterwegs als seine motorisierten Mitfahrer.

Die heutigen 90 Kilometer sind schnell absolviert. Pünktlich um 16:00 Uhr trifft Guido im Fürstentum ein. Er ist fast sogar ein bisschen schneller als das Film- und Foto-Team, das ihn erwartet. Krissinda Thomel von Monaco Info macht ein Interview mit ihm. Das lokale Filmteam probiert auch die Kakaobohnen und ist vom Geschmack überrascht. Gar nicht so bitter wie erwartet, lautet ihr Urteil.

Anschließend erkunden Guido und sein Team das 203 Hektar große Fürstentum von Monaco. Es ist voller Sehenswürdigkeiten, mit neuer wie historischer Architektur. Manche nennen es wegen seiner vielen Hochhäuser Manhattan des Mittelmeeres. Mit einem Besuch am berühmten Casino von Monte-Carlo, dem luxuriösen Hafen und einem herrlichen Blick über die Stadt, die Bucht und das offene Meer geht der Tag zu Ende.

Vorher möchte Guido aber noch ein großes Lob an das Hotel Novotel Monaco loswerden. Zum ersten Mal kann dort in der Tiefgarage das E-Auto über Nacht aufgeladen werden. Es erleichtert einiges, da morgen wieder eine lange Fahrt ansteht. Statt erst nach einer Ladestation zu suchen, kann es gleich richtig losgehen.

Fotos: © Michael Günther 

Fortsetzung folgt …

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