Der Medicus

Ich habe vor kurzem den Film „Der Medicus“ im Kino gesehen und wurde 17 Jahre in die Vergangenheit katapultiert, ein unglaubliches Gefühl. Als ich 16 Jahre alt war, hatten wir in Teheran im Geschichtsunterricht die ehemalige Hauptstadt Persiens, nämlich Isfahan durchgenommen. Während dieser Zeit wurde die Stadt unter der Dynastie der Safawiden mit zahlreichen Prachtbauten und Gartenanlagen verschönert. Fasziniert von der Stadt habe ich mit Freunden eine Reise nach Isfahan unternommen. Als mein Vater davon erfahren hat, gab er mir den Tipp, unbedingt das Buch „Der Medicus“ von Noah Gordon zu lesen, denn die Geschichte spielt überwiegend in Isfahan.

Medicus

Der Film in Anlehnung an das Buch handelt von einen Jungen im Jahre 1021 in England namens Rob Jeremy Cole, der mit 8 Jahren seine Mutter verlor und sich als Waisenkind einem fahrenden Bader als Gehilfe anschloss. Er lernte beim Bader das Handwerk der Heilkunst. Sein Wunsch war immer anderen Menschen zu helfen, jedoch konnte der Bader nur einfachste Behandlungen durchführen. Rob Cole war das nicht genug und als er erfahren hat, dass der beste Lehrmeister der Medizin – namens Ibn Sina – in Isfahan lehrte, wollte er unbedingt dorthin fahren und hat es nach einer abenteuerlichen Reise vom Abend- in das Morgenland geschafft.

Während der ganzen Vorstellung haben die Bewohner Isfahans immer wieder die melodische persische Sprache „Farsi“ gesprochen und ich sehnte mich ein wenig in die Vergangenheit zurück nach Isfahan. Plötzlich hatte ich ein totales Dejavu und ich roch die Düfte des Bazars und  hörte das Plätschern des Wassers der königlichen Gärten Isfahans, ein unbeschreibliches Gefühl.

Isfahan Siose-Pol

Wer von Euch die Stadt Isfahan in seiner vollen Pracht erleben und gerne ein Jahrtausend in die Vergangenheit reisen möchte, kann sich erstens den Film im Kino anschauen und anschließend  die Wikinger- Reisen „Iranische Vielfalt – vom Kaspischen Meer in die Wüste“ und „Wandern durch das Persische Reich“ bei uns buchen. Auf dieser Reise wird uns neben den landschaftlichen und kulturellen Höhepunkten vor allem die Offenheit und Gastfreundschaft der Menschen in den Bann ziehen.

Euer Behzad

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