Der schönste Weg auf den Brocken im Harz

Der Brocken liegt ganz am Nordrand der deutschen Mittelgebirge. Er ist als höchster Gipfel im Harz das Ziel vieler Wanderer. Entsprechend belebt sind die Aufstiegsrouten im Sommer wie im Winter – vor allem bei schönem Wetter.

Es gibt verschiedene Ausgangspunkte für Wege auf den Brocken. Allerdings treffen sich diese noch weit unterhalb des Gipfels, so dass man letztlich nur über zwei finale Zustiege zum höchsten Punkt gelangt: Von Schierke herauf zieht sich die asphaltierte Brockenstraße, die unterwegs den Teufelsstieg mit dem Eckerlochsteig sowie den Goetheweg einsammelt. Von Norden bringt der steile Kolonnenweg mit seinen Betonplatten aus DDR-Zeiten die Aufsteiger des Heinrich-Heine-Weges von Ilsenburg und des Teufelsstiegs von Bad Harzburg heran.

Aber welche Aufstiegsroute ist denn nun die schönste? Das hängt von Deinen persönlichen Vorlieben ab. Hier ein paar Charakteristika:

Eckerlochsteig:

Der urige Pfad ab Schierke ist ein Teil des Teufelsstiegs Elend – Schierke – Brocken – Bad Harzburg. Er windet sich über Wurzeln und Felsen, bis er weit oben auf die asphaltierte Brockenstraße trifft.

Der Hexentisch am Brocken
Der Hexentisch am Brocken

Die Brocken-Straße …

… führt von Schierke aus barrierefrei zum Gipfel und wird auch von Radfahrern und Kinderwagen genutzt. Schierke als Ausgangspunkt ist mit der unter Dampf schnaufenden Brockenbahn erreichbar, und auch der Rückweg vom Gipfel kann schnell und leicht per Bahn erfolgen.

Hexenstieg mit Goetheweg:

Diese Route ist sehr beliebt, am wenigsten anstrengend und landschaftlich sehr attraktiv. Auch bei Regenwetter sind die Wege gut zu begehen. Sie begleiten die Gleise ein Stück und bieten so tolle Fotostandorte nicht nur für Eisenbahnfreunde, wenn die dampfenden Stahlrösser vorbei schnaufen.

Dampflok am Brocken
Dampflok am Brocken

Heinrich-Heine-Weg:

Der Aufstieg durch das romantische Ilsetal und der Zugang zum Gipfel über den Kolonnenweg sind auch deshalb attraktiv, weil die belebte Brockenstraße vermieden wird. Allerdings ist der Anstieg recht weit. Der Rückweg per Bahn ist über Wernigerode möglich.

Teufelsstieg mit Eckertal und Scharfenstein:

Für mich ist dies der landschaftlich schönste Aufstieg. Das Eckertal und der Eckerstausee bieten Idylle pur. Schmale Pfade bringen den Wanderer in engen Kontakt mit der Natur. Auch den Abstecher auf den aussichtsreichen Scharfenstein solltest Du Dir nicht entgehen lassen. Allerdings können die Platten des steilen Kolonnenweges am Ende etwas eintönig werden, und ein Rückweg per Brockenbahn ist kompliziert. Statt dessen kannst Du aber auf dem Goetheeg nach Torfhaus absteigen und mit dem Bus zum Startpunkt am Radauer Wasserfall zurück fahren.

Das Brockenmoor - ein faszinierendes Biotop
Das Brockenmoor – ein faszinierendes Biotop

Auch der östliche Teil des Hexenstiegs

… taugt als Route für die Besteigung des oder den Abstieg vom Brocken. Dabei musst Du aber im oberen Teil recht viel Asphalt einkalkulieren. Von Drei Annen Hohne verläuft der Aufstieg am Wormkegraben entlang zur Spinne, und dann weiter über den Glashüttenweg bis zur Brockenstraße. Die Hin- oder Rückfahrt zwischen Drei Annen Hohne und Brockengipfel kann wunderbar ohne Umstieg per Brockenbahn erfolgen.

Mein Favorit ist wie gesagt der Aufstieg durch das Eckertal. Wegbeschreibungen für diese und alle anderen Routen findest Du zum Beispiel in meinem Wanderführer „Oberharz“, der in der Reihe Outdoor Regional im Conrad Stein Verlag erschienen ist.

Habt Ihr andere Lieblingsrouten? Oder ganz andere Aufstiegskombinationen? Ich lasse mich gern überzeugen!

Euer Andreas

Übrigens: 2019 gibt es eine neue Harzreise bei Wikinger, die von Wernigerode aus die Region auf naturnahen Wegen erkundet.

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