Die Höhepunkte Costa Ricas

Mit Costa Rica war es schon im Vorfeld seltsam: Niemand wusste etwas Negatives über dieses mittelamerikanische Land zu berichten, stattdessen Ermunterung hier, neidvolle Blicke dort, wenn jemand von unseren Reiseplänen erfuhr. CR (nicht zu verwechseln mit CR7) verfügte demnach über reichlich Vorschusslorbeeren, und wir konnten nur hoffen, dass es sich darauf nicht ausruhen würde.

Nach einem sportlichen Umstieg in Madrid sammelten wir uns langstreckenflug-zerknautscht, aber fröhlich am Flughafen von San Jose, von mit einem sehr willkommenen Supermarktstop direkt ins erste Hotel ging. Genauer gesagt, in dessen Betten, wofür die meisten den kurz zuvor erworbenen Schlummertrunk gar nicht mehr brauchten. An seine Stelle trat der ja durchaus renommierte costaricanische Morgentrunk, und schon waren alle wunderbar fit für die kommenden Tage.

Sonnen in Costa Rica

Das war auch gut so, denn wir hatten zwar keine Langstreckenwanderungen auf dem Programm, aber dafür um so mehr Abwechslung, und zuweilen gingen es ganz schön in die Höhe. Mit den Bergen, den Temperaturen, und manchmal, aber nur manchmal, auch mit den Niederschlägen – aber von einem REGENwald hatten wir auch nichts anderes erwartet.

Wanderung in Costa Rica

Zumeist aber war das Wetter genau so schön wie die Landschaft, und diese wiederum so abwechslungsreich wie die Pflanzen- und Tierwelt drumherum. Aus den Höhen von xxx ging es zunächst zum ausgesprochen wohlgeformten Vulkan Arenal, wo wir auch erste Bekanntschaft mit den Hängebrücken machten, über die man in CR recht recht gerne geleitet wird.

Nachdem wir in den äußersten Norden übergesiedelt waren, verschwand die Landschaft unter dichtestmöglichem Dschungel, dafür punkteten jetzt Flora und Fauna. Allerdings nicht in gleichem Maße: Vögel und Amphibien wussten sich besser zu präsentieren als die Reptilien (repräsentativ für Letztere Mama Häßlich, hoteleigenes Krokodil, aus ästhetischen Gründen o. Abb.).

Wir verließen die fantastisch (einsam) gelegene Laguna Lagarto Lodge, bevor jemand auf die Idee kam, sie als unser Dschungelcamp zu bezeichnen, Richtung Pazifik. Auf dem Weg dorthin durchquerten wir abermals die Hauptstadtregion (mit Kathedralenbesichtigung), eine der stattlichen Cordilleras (mit Gipfelbesteigung) sowie eine Kakaoplantage (mit Tasting).

Die Pazifikküste empfing uns mit den erwartet tollen Wellen und Stränden, kombiniert mit wohliger Wärme. Manche Gegenden werden hier von niedlich aussehenden, aber ganz schön frechen Halunken kontrolliert, die sich nur allzu gerne unbewachter Frühstücksteller oder Rucksäcke annehmen. Die meisten nahmen es mit Ruhe und Humor, offenkundig inspiriert von einem der anderen, etwas entspannteren Baumbewohner Costa Ricas.

 

Kurz gesagt: Es war fantastisch, pura vida. Und wir kommen wieder!

 

März 2017

Marzena Horsch

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