Eine neue Tierart in Tansania: Das Baumgnu

Vor kurzem wurde in Afrika, genauer in Tansania, eine neue Tierart entdeckt: Das Baumgnu.  Jahrelang lebte diese Spezie verborgen im Wald, bis ein Wikinger Reiseleiter kam.

Dass es im Lake Manjara Nationalpark Baumlöwen gibt, weiß man, sobald man in Tansania eine Safari plant oder gemacht hat. Die Tansanische Nationalparkbehörde wirbt nämlich mit den „einmaligen“ Tieren.  Dass ein Baumlöwe aber nur zum Baumlöwen wird, weil dieser schlicht wegen der besseren Sicht auf Bäume steigt, relativiert die Einmaligkeit. Die bessere Sicht benötigen die Löwen aber nur, wenn das Gras hochgewachsen ist. Also vor allem in der Regenzeit. Das erfährt man dann von einem guten Safariguide. Somit kann es in fast allen tansanischen Parks Baumlöwen geben. Der Lake Manjara Park ist aber das ganze Jahr über deutlich feuchter als zum Beispiel die Serengeti, deshalb wächst dort das Gras auch deutlich höher.  Und eben deshalb sind dort die „einmaligen“ Baumlöwen auch häufiger zu beobachten. Übrigens wurden im Lake Manjara die meisten Szenen des Filmklassikers Hatari gedreht – nicht im Arusha Park, wo die Film Lodge steht.

Kein Baumgnu, sondern ein Baumlöwe, in der Serengeti
Kein Baumgnu, sondern ein Baumlöwe, in der Serengeti

Die Entdeckung des Baumgnus

Aber jetzt zurück zur „faunalen“ Sensation, dem Baumgnu! Wie kam es zu der sensationellen Entdeckung? Man nehme eine Reisegruppe mit viel Sinn für Humor und einen Reiseleiter mit kurzfristigem Blackout.

Die erste Tagesetappe zum Gipfel des Kilimanjaro ist geschafft, die Mandara Hütten im Regenwald erreicht. Es ist noch warm. Die Gruppe genießt mit dem Reiseleiter den Sternenhimmel. Plötzlich ein seltsames Röcheln und Krächzen dicht hinter der Gruppe im Wald.    

Was war das? Mir liegt der Name des Tieres auf der Zunge, könnte es beschreiben, aber es klickt nicht im Kopf. Was sage ich? Flucht nach vorne: „Das war das Baumgnu!“ Das Baumgnu gibt es nur hier, es ist endemisch, schiebe ich nach. Verblüffte Blicke meiner Gäste. „Und was wir vorhin gegessen haben, war Gnulasch und zum Frühstück gibt es Gnutella.“ Jetzt tickte es bei meinen Gästen und das Thema des Abends, nein fast der ganzen Tour war geboren. Was kann man aus Gnus alles machen? Gnudelsuppe zum Beispiel oder Germgnudel….

Ein Baumschliefer: Klein aber laut
Ein Baumschliefer: Klein aber laut

Die echten Gnus

Das arme Gnu. Die bis zu 250 Kilo schweren Tiere sind die Hauptmalzeit auf der Speisekarte der Löwen. Sie sehen vorne aus wie ein Rind, haben den Hintern von Antilopen und den Schwanz vom Pferd geerbt. Sie stehen im Verdacht nicht fürchterlich intelligent zu sein. Mit Herden von bis zu zehntausend Tieren ziehen sie immer dem wachsenden Gras hinterher. Die schiere Masse ist ihr Schutz, darin können sich auch die Neugeborenen verstecken. Manchmal werden sogar die Raubtiere von der Gnuherde eingekreist und angegriffen. Schön anzusehen sind sie nicht, aber ihre langen Vorderbeine und die dagegen kurzen Hinterläufe ermöglichen einen extrem energiesparenden Gang und Galopp. 

Des Löwens Lieblingsfutter, die armen Gnus  in der Serengeti
Des Löwens Lieblingsfutter, die armen Gnus in der Serengeti

Jetzt zurück zu den Baumgnus. Es war in Wirklichkeit der Baumschliefer, ein kaum 40 Zentimeter großes Tier, das einem aufgeblasenen Hamster ähnlich sieht. Hier geht es zu seinen Geräuschen. Zwei der Teilnehmer dieser Reise sind übrigens zu meinen Stammgästen geworden, mit denen ich schon auf der ganzen Welt unterwegs war. Christian schreibt selbst einen Blog, natürlich auch über diese Reise.

Eine Packliste für die Kili Besteigung mit vielen zusätzlichen Tipps findet ihr übrigens hier.

Lust auf Baumgnus?  Hier geht es zu den Reisen. Und falls jemand von Euch mal ein Baumgnu sieht oder hört. Bitte schickt mir Bilder oder schreibt einen Kommentar.

Euer Oliver

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