Eine Reise nach Island… im Winter

Schnell noch die letzten Sachen gepackt und ab zum Flughafen. Wo es hin gehen soll? Na nach Island! Im März? Ja, warum eigentlich nicht! Na klar, nach Island wollte ich schon immer. Wer nicht. Dass es eine Reise nach Island im März werden sollte war jedoch eher purer Zufall. Bereut habe ich es keine Minute!

Bereits am Flughafen in Keflavik wurden wir herzlichst von unserem Reiseleiter Timm empfangen. Kurz gesammelt, alle da? Wir bekamen eine kleine Einleitung und ab ging es zum Hotel ins Zentrum von Reykjavik. Zentraler hätte unser Hotel, welches wir nun für die nächsten 5 Nächte bezogen, nicht sein können.

Reykjavík – DIE Stadt

Plaza Hotel
Plaza Hotel

Der Abend ließ ein wenig Zeit für die erste kleine Erkundungstour durch die Straßen von Reykjavik. Schmuddelwetter war angesagt. Das Wetter auf Island ist so eine Sache für sich. Ja, es gibt Vorhersagen, ob sich das Wetter jedoch daran hält ist eine andere Sache. Wettertechnisch war in unserer kurzen Woche jedoch alles dabei. Schnee, Wind, Wind und Schnee gleichzeitig, Regen, bewölkt, Wind und strahlender Sonnenschein. Habe ich den Wind schon erwähnt? Mich hat es nicht gestört, gehört es doch irgendwie dazu.

Es folgten 4 erlebnisreiche Tage, in denen wir sehr viel über Land und Leute lernten. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Island gerade mal 330.000 Einwohner hat? Oder dass es eine App fürs Smartphone gibt, mit der die Isländer prüfen können, ob sie miteinander verwandt sind? Vielleicht gar nicht so unnütz, wenn man nicht gerade mit dem Großcousin von Onkel Björns Bruder ausgehen will. Jeder der vom Land kommt, deren Familien mehrere Generationen aus dem gleichen Dorf kommt, kennen womöglich das Problem.

Am zweiten Tag bekamen wir eine Stadtführung durch das kleine und beschauliche Zentrum von Reykjavik. Bei weiter Sicht und schönem Wetter, genossen wir die Aussicht von der Kirche Hallgrímskirkja. Nachmittags erlebten wir ein echtes isländisches Freibad. Das Besondere: wir waren die einzigen Touristen!

Der „Golden Circle“

An Tag 3 durften wir nach unserer spannenden Rundfahrt am Golden Circle das Fontana Bad besuchen. Ein kleines und gemütliches „Freibad“, direkt an einem See gelegen, mit Dampfsaunen und verschiedenen kleinen Becken bis 40 °C. Es war ein absolut einmaliges Erlebnis, dass uns während wir in diesen gemütlich-warmen Becken saßen, die Schneeflocken auf unsere Köpfe fielen. Insgeheim war ich in diesem Moment froh, dass wir kein Sonnenschein hatten, wäre doch irgendwie die Magie des Moments nicht vergleichbar gewesen….

Fontana Bad
Fontana Bad
Am Geysir Strokkur
Am Geysir Strokkur

Die Snæfellsnes-Halbinsel

An Tag 4 machten wir einen Ausflug zur Snaefellsnes-Halbinsel. Wir hatten absolut traumhaftes Wetter, dass sogar unser Busfahrer dachte, er träume. Während der etwas längeren Busfahrt durften wir mit Jules Verne zum Mittelpunkt der Erde reisen. Snæfellsjökull, der Vulkan der lange Zeit vor uns lag, ist Hauptaustragungsort dieser sagenumwobenen Geschichte. Das Hörspiel war definitiv eine schöne Idee und lies uns diese Reise nochmal etwas anders wahrnehmen.

Der Abschied naht

Am letzten Tag ging es für uns auf die Halbinsel südlich von Reykjavik. Neben bunten und dampfenden Thermalquellen, staunten wir über die Farben der Blauen Lagoone und genossen ein gemeinsames Abschlussessen in einem nahegelegenen Restaurant unseres Hotels in Reykjavik.

Ich könnte noch lange weiter erzählen aber vielleicht solltet ihr selbst erleben wie es ist bei Schnee in einem 40 °C warmen Becken zu sitzen, dampfende Thermalfelder zu beobachten, den Schwefel zu riechen, freundlichen Isländern zu begegnen, bei Schneegestöber den Golden Circle zu erleben, und und und…

Wer Lust auf mehr bekommen hat, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen.
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Eure Sonja

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