Filmtipp: „Spuren“ – eine Wanderung von fast 3.000 km durch die Wüste Australiens

Filmplakat
Filmplakat

Jetzt in der dunklen Jahreszeit haben nicht nur die Kinos und das Fernsehen Top-Filme im Angebot, sondern auch der DVD-Markt bringt einiges hervor. Neulich bin ich auf eine etwas andere Biographie gestoßen, die ich euch gerne ans Herz legen möchte. „Spuren“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches, geschrieben von Robyn Davidson und basierend auf einer wahren Begebenheit.

In den 70er Jahren machte sich die Australierin Robyn Davidson, damals gerade einmal 25 Jahre alt, auf den Weg von Alice Springs zum Indischen Ozean. Frustriert von ihrem abgebrochenen Studium, arbeitet sie zunächst auf einer Kamelfarm um den Umgang mit den Tieren, die sie später als Lasttiere begleiten sollen, zu erlernen. Hilfe bekommt sie dabei von einem afghanischen „Kamelflüsterer“. Als Lohn für Ihre Arbeit erhält sie schließlich drei Kamele, von denen eines trächtig ist.

In Begleitung eines Aborigine
In Begleitung eines Aborigine

Um sich die weite Reise und den Proviant finanzieren zu können, hat Sie einen Exklusivvertrag mit dem National Geographic abgeschlossen. An ausgewählten Stationen während ihrer Reise wird sie US-Fotograf Rick Smolan für das Magazin ablichten. Der eigentliche Grund, die Selbstfindung, der Abstand zur Zivilisation, als auch die Grenzerfahrung der Einsamkeit werden so nun unterbrochen und aus der eigentlich menschenscheuen Frau wird eine berühmte Persönlichkeit. Auch während

Fototermin
Fototermin

der Reise gibt es unvorhergesehene Begegnungen, mit Aborigines, den australischen Ureinwohnern, als auch mit Farmern und wilden Tieren. Nicht selten kommt die junge Australierin auch in gefährliche Situationen in denen sie sich nur noch auf Ihre Hündin Diggity und ihre vier Kamele verlassen kann.

Der Film feierte seine Weltpremiere auf dem Filmfestival in Venedig im Jahr 2013. Von da an wurde er auch auf weiteren Festivals hoch gelobt und erhielt bereits das Prädikat „besonders wertvoll“. Die Namen der Filmproduzenten sind außerdem bekannt: Emile Sherman und Iain Canning (The King´s Speech). Die junge Robyn Davidson wird von Mia Wasikowska gespielt, die man aus Filmen wie „Alice im Wunderland“ kennt.

Von Alice Springs zum Indischen Ozean
Von Alice Springs zum Indischen Ozean

Meiner Meinung nach repräsentiert der Film eine interessante Reise, die heutzutage mehr als je ihre Reize ausübt. Dem Alltag entfliehen, dem Stress, den Erwartungen anderer und den Verpflichtungen. Den Kopf frei kriegen, wobei klappt das besser als beim Wandern. Die Schuhe geschnürt und auf in die Natur. Das Tosen des Windes, das Rauschen der Wellen oder auch einfach nur der beruhigende Anblick einer weiten Landschaft. Nichts lässt einen so schnell zu Ruhe kommen. Auch wenn man nicht sofort für neun Monate und 2.700 Kilometer losziehen muss, so ist eine Wanderung in der Natur auch immer eine Wanderung zu sich selbst.

Wenn Ihr jetzt Lust bekommen habt, Australien selbst zu entdecken, wir haben da was für euch. Neu bei uns sind zwei Australien-Reisen:

2104: Die 29-tägige geführte Wanderreise entführt an die Süd-Ostküste des roten Kontinents

2106R: Die neue Radreise führt von Sydney nach Melbourne

Weitere Informationen zum Film „Spuren“ findet Ihr auf folgender Seite:

www.spuren-derfilm.de

Eure Nicole

Das Buch
Spuren – Das Buch

 

 

 

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