Flexibel Wandern in Andorra

Hmmm, Andorra … klingt in meinen Ohren wie der Name von einem Königreich, vielleicht irgendwo zwischen Mordor und dem Auenland. Stimmt natürlich nicht ganz, tatsächlich ist es ein Fürstentum, und es liegt zwischen Frankreich und Spanien. Dort kann man es leicht übersehen, denn es ist nicht nur mitten in den Pyrenäen versteckt, sondern zudem flächenmäßig eher übersichtlich.

Weitblick über einen Großteil von Andorra
Weitblick über einen Großteil von Andorra

Also höchste Zeit, sich dieses besondere Fleckchen Erde einmal aus der Nähe anzuschauen. Am besten zu Fuß, denn Andorra ist für Wanderer wie geschaffen.

Es erfordert einen gewissen Anlauf, um das Land zu erreichen, aber dann wird schnell klar, dass man sich von einem Blick auf die Karte nicht täuschen lassen sollte: Mag sein, dass es im Grunde nur eine Straße gibt, die in diesen kleinen, modernen, selbstbewussten Staat hinein- und aus ihm herausführt, während alles andere in Sacktälern endet. Gemessen daran ist die vorhandene Infrastruktur gewaltig. Natürlich nicht zufällig, sie korrespondiert den Zahlen der Besucher, welche vor allem im Winter nach Andorra strömen – und denen Einiges geboten wird:

Schöne Berge, originelle Kunst, …
Schöne Berge, originelle Kunst, …
         … typische Architektur und Kultur
… typische Architektur und Kultur        

Wir hatten uns zum Glück für den etwas ruhigeren Juli entschieden, auch um dem sogenannten deutschen Sommer zu entfliehen. Entgehen wollten wir eigentlich der Variante mit westfälischem Landregen und 15 Grad. Davon konnte im Juli 2018 bekanntlich nicht die Rede sein, eher vom Gegenteil, aber eine Auszeit davon war auch nicht schlecht. Für Andorra war der Monat jedenfalls gut gewählt. Natürlich hatte es einen Regentag, aber ohne den geht es ja im Hochgebirge irgendwie sowieso nie. Und vom Wandern konnte er uns auch nicht abhalten. Aber meistens schien sowieso die Sonne auf Land und Leute.

… wie beim spannenden Tiefblicken
… wie beim spannenden Tiefblicken

 

Die Verfasserin, halbwegs im Rahmen geblieben
Die Verfasserin, halbwegs im Rahmen geblieben

Es gibt übrigens einen fantastischen Kniff, mit dem sich die etwas umständliche Anreise via Barcelona relativieren lässt: Man hängt einfach noch ein paar Tage dort an. Ist ein ziemliches Kontrastprogramm: Eine riesige, turbulente Stadt mit aberwitzigen Bauwerken, einer wunderschönen Altstadt, unzähligen Bars, sehr coolen Geschäften und und und. Und alle, denen das nicht reicht, haben sogar die Gelegenheit, einfach mal im Atlantik zu baden … .

Wer jetzt auch Lust bekommen hat, Andorra zu Fuß zu entdecken, findet die Reise hier.

Eure Marzena

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