Gewinnspiel – eine abenteuerliche Radreise durch Südafrika

Es ist kalt, windig und dann regnet es auch noch. Ein typischer Herbsttag in Deutschland – und ich natürlich mittendrin. Völlig aus der Puste trete ich in die Pedale. Ich möchte als Sieger aus dem Kampf gegen den erbarmungslosen Wind treten, der mich schon eine geschlagene halbe Stunde auf meinem Heimweg quält – erfolglos. Ein Zebrastreifen zehn Meter vor mir ist meine Rettung, denn ein sich nähernder Fußgänger zwingt mich zum Halt. Puh, erst mal verschnaufen. Mein Blick wandert hinunter zu den Farbmarkierungen auf der Straße – schwarz, weiß, schwarz, weiß, schwarz, weiß…

…Als ich aufblicke, blendet mich das Licht der glühenden Sonne, die über mir im Zenit steht. Nanu, was ist denn nun passiert? Ich sehe mich um und traue meinen Augen kaum – weite Buschlandschaften und ein strahlend blauer Himmel – Südafrika. Aus den Augenwinkeln bemerke ich eine Bewegung und wende dieser meinen Blick zu – eine Zebra-Herde! Ich steige auf meinen Drahtesel; der Wettlauf kann beginnen!

Anstatt nach Hause zu fahren, führt mich meine Reise auf einer kleinen, gut ausgebauten Straße Richtung Meer. Meine erste Station ist das Kap der Guten Hoffnung. Ich steige ab, laufe am Kliff entlang. Was für eine Weite! Ich sehe unzählige Vögel, von denen ich noch nie zuvor gehört habe. Hier, wo Atlantik und Indischer Ozean aufeinandertreffen, möchte ich verweilen, doch ich weiß, es erwarten mich noch ganz andere Abenteuer.

Gut gelaunt und ohne Müh‘ radle ich weiter. Ich befinde mich nun auf einem der bezauberndsten Pässe des Landes. Und tatsächlich – die Route 62 ist eine der schönsten und längsten Weinstraßen der Welt. Da lasse ich mir eine köstliche Weinprobe natürlich nicht entgehen. Erholt und gestärkt statte ich dem West-Coast Nationalpark einen Besuch ab, der sich auf jeden Fall lohnt. Hier begegne ich den faszinierenden Kaptölpeln, die aufgrund ihres malerisch gelben Kopfes mit dem perfekten Lidstrich schon fast als Kunstwerk durchgehen könnten. Auch die einzigartige Vegetation und eine Abkühlung in der türkisblauen Lagune sind überzeugende Argumente für einen kurzen Abstecher!

Entlang der trockenen Halbwüste „Kleine Karoo“ mit ihrer unendlichen Weite nähere ich mich nun endlich meinem persönlichen Highlight: dem Addo Elephant National Park! Mein größter Wunsch wird wahr – eine Pirschfahrt im Geländewagen und ein Löwe ganz in der Nähe; Wahnsinn. Aber nicht nur das – in der Ferne sehe ich eine Nashornmutter, die gerade versucht, Ihrem Jungen die Faxen auszutreiben. Lustig, ich dachte das wäre nur bei uns Menschen so. Ganz in meiner Nähe höre ich das Tröten mehrerer Elefanten, und als ich mich umdrehe, sehe ich eine Herde durch den Park ziehen. Herrlich! Ich schließe die Augen, um den puren Geruch der Wiesen und Wälder und die ungewöhnlichen Geräusche aufzunehmen und die Sonnenstrahlen auf meiner Haut in vollen Zügen zu genießen…

…Brrr, mit einem Schlag ist mir furchtbar kalt, ich öffne die Augen und stehe wieder vor dem Zebrastreifen. Die Menschen um mich herum sind in Eile; nur einige sind stehengeblieben und schauen mich an. Ich muss wohl schon länger hier stehen und träumen. Aber wer weiß, vielleicht werde ich schon sehr bald tatsächlich auf meinem Drahtesel durch das Land der Giganten düsen.

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