KaZa – Größtes Naturschutzgebiet der Erde

Mit der Reise „KaZa: Naturerlebnis ohne Grenzen!“ legen wir unseren Gästen erneut eine Tour in Kooperation mit dem WWF ans Herz. Intensiv werden wir während der Tage nicht nur eine artenreiche und grandiose Tierwelt entdecken, sondern auch die Herzstücke der KaZa-Vision, das KaZa-Schutzgebietsnetzwerk und das Leben in den Gemeindeschutzgebieten, kennenlernen.

Überzeugt von der Idee eines länderübergreifenden Naturschutzes, beschlossen im August 2012 die Staatsoberhäupter der fünf afrikanischen Länder Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe einen Teil ihres Territoriums unter das gemeinsame Managementkonzept eines grenzüberschreitenden Schutzgebietes zu stellen und den KAZA-Staatsvertrag zu unterschreiben. 519.912 km2 umfasst dieses größte grenzüberschreitende Schutzgebiet der Erde, darunter 36 Nationalparks, Reservate und Schutzgebiete, die heute wie Inseln über die Staaten verteilt sind. Dabei ist die Idee zu KaZa bereits über 20 Jahre alt. Einer der Geburtshelfer war der WWF, doch die wahren Treiber hinter der Idee waren die Stammeshäuptlinge und Vertreter der beteiligten Länder. Nicht die Vision vom länderübergreifenden Naturschutz allein war das Ziel, sondern auch die Armut der Bevölkerung zu bekämpfen. Organisiert in Gemeindeschutzgebieten („Conservancies“), die immer außerhalb von staatlichen Schutzgebieten liegen, schützen die Bewohner, wovon sie profitieren. So sichert der Tourismus, der Wildtiere bestaunen möchte, nicht nur Arbeitsplätze der lokalen Bevölkerung, sondern gibt dadurch auch Anreiz, Elefanten, Löwen, Büffel, Flusspferde und deren Lebensraum zu bewahren.

Elefantenherde
Elefantenherde

Durch Einrichtung von ökologischen Wanderkorridoren soll zudem ein sicheres Netz für die Natur geknüpft werden, in dem das Wanderverhalten der Tiere, insbesondere von Elefanten und Büffeln gelenkt wird, mit dem Ziel, deren Lebensraum zu erweitern, zu schützen und Überpopulationen in einem Staat zu vermeiden. 80 Conservancies gibt es bereits in Namibia, ausgedehnt werden soll das Modell als Hilfe zur Selbsthilfe auf ganz KaZa. Kontrolliert werden die Conservancies durch die Wildschutzbehörde, besonders aber auch durch die Gemeindeschutzgebiete untereinander.

Finanziell gefördert wird die Umsetzung der KaZa-Vision durch die Bundesregierung und die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Naturschutzkomponente unterstützt der WWF.

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