Grönland – die weiße Wüste

P1000214Grönland… Als ich Freunden von meiner Reise nach Grönland erzählte, hörte ich immer nur: Kalt !!!! Willst du da wirklich hin? Und jetzt wird es hier doch endlich Frühling bei uns …

Ein wenig habe ich das auch gedacht und Euch ja schon nach Euren Tipps gegen die Kälte gefragt (Danke übrigens für Eure Tipps!). Aber ich wurde total von Grönland überrascht!

Die Reise „Aktiv im Land der Inuit“ geht 10 Tage, fängt in Reykjavik an und endet dort auch wieder. Von Reykjavik geht es dann mit einem kleinen Flieger nach Kulusuk und weiter mit dem Helikopter nach Tasiilaq. Schon allein der Helikopterflug nach Tasiilaq ist ein Erlebnis! Bei strahlend schönem Wetter kommen wir dem weißen Eis und Schnee immer näher:

P1000049

Die Woche im Roten Haus wird dann wirklich zum Erlebnis. Das liegt an 3 Dingen: der faszinierenden Landschaft, der außergewöhnlichen Kultur der Einheimischen und am Roten Haus mit unserem Reiseleiter und Inhaber Robert Peroni.

Wir hatten einfach richtig Glück: der Himmel ist fast immer blau und so sitze ich dick verpackt in der Sonne und esse sogar ein Eis. Die Luft ist toll und nicht mit unserem langen Winter zu vergleichen. Aktiv geht es mit Schneeschuhen, Huskys oder einfach nur Wanderschuhen durch die einzigartige Landschaft. Hier ein paar Eindrücke für Euch:

P1000172     P1000243

P1000260           P1000069

Nachmittags gibt es fast immer eine gemütliche Teerunde im Roten Haus und „Roberts Märchenstunde“ – Hier erfahren wir viel über sein bewegtes Leben, aber auch über das Leben und die Geschichte der Ostgrönländer.

Wusstet Ihr z.B.:

… dass es im Ostgrönländischen kein Wort für „Zukunft“ gibt? Die Ostgrönländer leben im Jetzt und Heute

… dass ein Neugeborenes den Namen des verstorbenen Großvaters erhält? Somit glaubt man, dass der Großvater im Neugeborenen weiterlebt. Da man seinen Großvater ja auch sehr respektieren musste, werden Kinder hier auch sehr gut behandelt: Sie dürfen eigentlich alles … auf dem Tisch sitzen,  mit den Fingern essen etc.

… dass es in der ostgrönländischen Geschichte nie Krieg gab. Die Ostgrönländer haben so eng miteinander gelebt und waren so sehr aufeinander angewiesen, dass es immer unmöglich war, aufeinander zu schießen.

Dies sind nur ein paar Dinge, die mich fasziniert haben. Ihr müsst wirklich mal nach Ostgrönland, um die Faszination zu spüren. Es ist wirklich schade, dass wir nur die „Kälte“ mit Ostgrönland verbinden, es ist so viel mehr: schön, wundersam, ein wenig am Ende der Welt und wunderbar „entschleudernt“.

Ein Kommentar zu „Grönland – die weiße Wüste“

  1. Gratuliere zu der interessanten Abenteuerreise nach Ostgrönland. Robert Peroni habe ich vor ca. 30 Jahren in Österreich am Dachstein bei einem Schilehrwartekurs kennengelernt. Seit dem ist viel Wasser die Donau hinuntergeronnen (ich lebe in Linz an der Donau). Ich schätze mich glücklich, noch immer losen Kontakt mit Robert zu haben.
    Ich wünsche Ihnen noch viele wunderbare Abenteuerreisen mit interessanten Menschen.

    Freundliche Grüße

    Elisabeth Selinger

Was meinst du dazu?