Hoch die Flaschen

Hoch die Flaschen: Trinkgefässe auf Trekkingtouren

Es gibt sie in vielen Varianten! Aus Kunststoff, als Beutel im Rucksack, Vakuum-isoliert oder einfach aus einem Stück Alu gezogen: Die Trinkflasche.

Welche nur nehme ich mit? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, denn jede Variante hat ihre Berechtigung. Allen voran ist der Trinkbeutel im Rucksack sicher praktisch: man hat die Hände frei, kann trinken ohne anzuhalten, das Gewicht ist bestens nahe am Rücken und gleichmäßig im Rucksack verteilt. Nur beim Trekking in großen Höhen gibt es auch Nachteile, schnell friert der Zuleitungsschlauch ein und ich frage mich auf den langen Etappen oft; wie viel ist eigentlich noch drin in meinem Wassersack….

Bei tiefen Temperaturen geht natürlich nichts über einen Schluck heißen Tee, den liefern zuverlässig die Isolierkannen aus Edelstahl oder Aluminium. Die guten zweiwandigen Flaschen lassen kaum Wärme nach außen.  Was auch ein Nachteil sein kann. Hier kommt meine Lieblingsflasche ins Spiel: die einfache Aluflasche mit Schraubverschluss. Jeder kennt sie und die meisten nennen sie einfach Sigg-Flasche, obwohl es sie von vielen anderen Herstellen auch gibt. Das kennen wir ja von den Papiertaschentüchern… Der Schweizer Marktführer war einfach einer der ersten Hersteller. Seit 1908 produziert er Trink- und Wärmeflaschen.

Hier kommt es: Wärmeflaschen! Auf langen Trekkingtouren in große Höhen ist meine Flasche nämlich beides, Trink und Wärmeflasche. Abends fülle ich mir kochend heißes und damit gereinigtes Wasser in die Flasche, wickle mein Handtuch darum und flitze vom warmen Mannschaftsbereich  oder Aufenthaltsraum rüber in mein kaltes Zimmer oder Zelt. Rein in den Schlafsack mit der Flasche und schön angenehm wird es sein, wenn ich nachher schlafen gehe!

Morgens habe ich noch lauwarmes Wasser zum Zähneputzen und über den Tag reicht der restliche  Liter auch noch ein bisschen.  Zugegeben, richtig prickelnd schmeckt das Wasser nicht, aber man gewöhnt sich dran. Doch Vorsicht! Der Verschluss muss sitzen. Ich vertraue nur den Schraubkappen und nicht den filigranen Systemen mit Ziehdrehkipphebeln. Einige Gäste kaufen sich diese Flaschen auch unterwegs an den Straßenständen der beliebten Trekkingrouten. Alles natürlich „original Importe“ aus Europa… meist sind die Verschlüsse nicht ganz so gut gearbeitet und was da in der Nacht passieren könnte, will ich mir nicht vorstellen. Also besser die Flasche gleich Zuhause kaufen, Deckel markieren und zusätzlich für die Gipfelnacht noch eine Isolierflasche mitnehmen. Während der Tour kann man ab und zu eine Reinigungstablette in die Flasche geben. Corega Tabs tun´s auch. Dann aber nicht mehr trinken, zum Wohl.

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