Individuelle 3-Länder-Radreise um den Bodensee

Auf unserer Hochzeitsreise wollten mein Mann und ich gerne aktiv mehrere Orte in unserem Urlaub besuchen… da bot sich eine individuelle Radreise um den Bodensee – die drei Länder in einer Tour einschließt – geradezu an!

Angereist sind wir Sonntagmittag ins österreichische Bregenz. Dort kann man wunderbar an der „Seemeile“ auf und ab flanieren und die Bühne der Bregenzer Festspiele bewundern. Leider waren diese für dieses Jahr schon vorbei – aber im nächsten Jahr wird dort wieder etwas gezeigt… wenn ihr also klassikbegeistert seid… dann schaut vorher am besten nach, wann die Festspiele sind und baut diese in diese tolle Bodenseeumrundung mit ein… das ist bestimmt ein super Erlebnis mit dieser Bühne mitten auf dem Bodensee.

Bregenzer Festspielbühne
Bregenzer Festspielbühne

Sonntagabend durften wir dann unsere Fahrräder entgegen nehmen.

Wir hatten beide E-Bikes der Marke KTM. Diese waren beide jeweils mit zwei Gepäckträgertaschen, jeweils einer Lenkertasche und einem Akku ausgestattet. Die Gepäcktaschen reichen auf jeden Fall „dicke“ aus um das nötigste für den Tag einzupacken. Das Hauptgepäck wird ja immer von Hotel zu Hotel befördert – das ist echt spitze!

Fahrräder
Fahrräder

Nachdem wir Montag unser Gepäck an der Rezeption des Hotels Messmer abgegeben hatten und uns beim Frühstück gestärkt haben, geht es los auf die erste Tour von Bregenz in die Schweiz, genauer nach Arbon.

Die Schweiz ist das Land von den dreien, welches touristisch gesehen am wenigsten ausgebaut ist.

Dort sieht man zwar auch viele Fahrradfahrer, aber die scheinen alle nur auf der Durchreise zu sein… was wahrscheinlich auch am hohen Franken liegt.

Nach einer erholsamen Nacht im Hotel Seegarten in Arbon geht es am Dienstag weiter von der Schweiz nach Deutschland zum Gasthaus Hirschen in Gaienhofen. Ein sehr gut gelegenes Hotel mit hervorragender Küche. Hier bleiben wir zwei Nächte. Wir haben uns entschlossen, einen Tag „ohne Fahrräder“ zu verbringen und genießen einen herrlichen Sonnentag mit Blick auf den Bodensee im Außenpool und der angrenzenden Liegewiese.

Liegewiese am Gasthaus Hirchen Gaienhofen
Liegewiese am Gasthaus Hirchen Gaienhofen

Donnerstag verlassen wir Gaienhofen und fahren weiter nach Konstanz. Auf unserem Weg kommen wir an der größten Bodenseeinsel vorbei, der Insel Reichenau. Über einen Damm fahren wir auf die Insel, die seit dem Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden ist.

Hier wächst und gedeiht fast alles, was man sich an Obst und Gemüse so vorstellen kann.

Damm zur Insel Reichenau
Damm zur Insel Reichenau

Unser Hotel, in dem wir in Konstanz wohnen ist das Hotel Halm welches direkt im Stadtzentrum liegt.
Konstanz – die größte Stadt am Bodensee – lädt mit ihren vielen Geschäften zum Bummeln ein und am Hafen kann man sich in zahlreichen Lokalen das aussuchen, was das Herz nach einem langen Fahrradtag begehrt. Fast im Minutentakt legen hier die Linienschiffe ab, die von hier aus an fast jeden Ort am Bodensee fahren. Die Fahrkarten dafür kann man übrigens sowohl in Euro als auch in Franken bezahlen.

Freitag geht es von Konstanz aus weiter nach Friedrichshafen.

Hierbei kommen wir an der Blumeninsel Mainau vorbei. Der Eintritt ist zwar mit 19 € pro Person recht happig aber es lohnt sich! Bunte Blumen wohin das Auge schaut.

Blumenpracht auf der Insel Mainau
Blumenpracht auf der Insel Mainau

Friedrichshafen – dies ist die „Zeppelinstadt“ am Bodensee. Von hier starten täglich mehrere Zeppeline und drehen ihre Runden über den Bodensee. Ein Besuch im Zeppelin-Museum ist sehr empfehlenswert und lohnt sich auf jeden Fall!

Zeppelin bei Friedrichshafen
Zeppelin bei Friedrichshafen

Die Zeit vergeht schnell – im Nu ist es Samstag und wir beginnen unsere letzte Etappe. Der Kreis schließt sich, von Friedrichshafen aus radeln wir über Lindau zurück an unseren Ausgangsort Bregenz.

Hafeneinfahrt Lindau
Hafeneinfahrt Lindau

In Bregenz geben wir unsere Fahrräder ab und übernachten nochmal eine Nacht im schönen Hotel Messmer.

Unser Auto haben wir die ganze Woche in Bregenz in einem Parkhaus für 65€ stehen lassen.

Es war eine spitzenmäßige Woche voller schöner Erlebnisse.

Die Radwege sind auf der gesamten Strecke und in allen drei Ländern so gut ausgebaut und ausgeschildert, dass man so gut wie keine Karte braucht! Die Fahrradwege sind meist asphaltiert und verlaufen immer in der Nähe des Sees, wo sie uns an Obstbaum-Plantagen, Weinreben und vielen kleinen tollen Orten vorbeiführen.

… und falls man mal nicht mehr kann, das Wetter schlecht ist oder der Gegenwind (der hier fast genauso stark sein kann wie an der Nord- oder Ostsee!) einen ärgert, hat man so gut wie immer die Möglichkeit, mit einem der zahlreichen Linienschiffe, die auf dem See verkehren, eine kleine Abkürzung zu nehmen.

Wir würden diese Reise jederzeit wieder machen!
Hier geht’s zur Radreise „3-Länder-Tour um den Bodensee“.
Eure Sabrina Winter geb. Höfken
Radeln vorbei an Apfelbäumen
Radeln vorbei an Apfelbäumen

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