Inselschönheit Jersey

Ich hatte schon so viel Gutes von Jersey gehört und wollte es nun auch wissen.

Voller Vorfreude ging es mit einem Nachmittagsflug von Düsseldorf in einer kleinen Maschine los. Optimistisch hatte ich mir viele T-Shirts, Shorts und natürlich Badesachen eingepackt. Mit strahlendem Sonnenschein wurde ich empfangen. Zusammen mit anderen Fluggästen und unserer Reiseleiterin Barbara Themel erfolgte ein kurzer Transfer zum Hotel. Unser typisch englisches Hotel Ommaroo lag, nur durch eine Straße getrennt, direkt am Meer. Zur Rechten ein Meerwasserschwimmbecken und links ein toller großer Sandstrand.

Hotel Ommaroo
Hotel Ommaroo

Zur ersten Erkundung der Umgebung blieb etwas Zeit, bevor wir uns zur Vorstellungsrunde trafen. So konnte ich schon einen Strandspaziergang genießen und die Auswahl eines kleinen Supermarktes nahe dem Hotel inspizieren. Wir waren eine kleine Gruppe von 13 Gästen, doch die Namen von allen saßen nach der Vorstellungsrunde trotzdem noch nicht. Barbara gab uns unter anderem Infos zur ersten Wanderung. Hungrig und erwartungsvoll ging es zum Abendessen. Und wow, da soll noch einer sagen, die englische Küche sei schlecht.  Dass dieser Ruf nicht stimmt, konnte ich bereits auf meiner Wikinger-Südenglandreise erfahren.

Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück holte uns der Transferbus zur ersten Wanderung ab. Ein kurzer Transfer nach Rozel im Nordosten der Insel, dann startete unsere Wanderung  zum Gorey Castle. Viele hübsche Cottages, prächtige Blumengärten im Landesinneren, Wald und schöne Ausblicke an der Küste säumten unseren Weg mit einigen kleineren Anstiegen. Nach 3 Stunden Gehzeit lag uns Gorey idyllisch zu Füßen. Ein kleiner netter Ort, über den das Mont Orgueil Castle thront. Ein Bummel auf der Promenade und ein erstes, vielgepriesenes Jersey-Eis waren ein schöner Abschluss dieser Wanderung.

Am nächsten Morgen starteten wir von L’Etacq über einen Küstenpfad durch Erikafelder zur Festung Grosnez. Auf diesem Teil der Wanderung hatten wir unseren einzigen Regen der ganzen Woche.

 

Weiter ging es dann bei  Sonnenschein durch tolle Farnfelder zur schönsten Badebucht der Nordküste, Plemont Bay und zum Endpunkt Grève de Lecq.

Hier hatten wir noch etwas Freizeit um z. B. den malerischen Moulin de Lecq Pub zu besuchen und ein leckeres örtliches Bier zu kosten.

Moulin de Lecq
Moulin de Lecq

Der nächste Tag war ein freier Tag und Barbara begleitete uns alle in das Haupt-städtchen St. Helier. Das war durch den Howard Davis Park innerhalb von 20 Min  gut erreichbar. Nach einer kleinen Führung ging jeder seinen Interessen nach. Eine Teilnehmerin und ich machten uns entlang der Promenade auf den Weg nach St. Aubin, vorbei an Elizabeth Castle und der Glaskirche. Nach einem kleinen Imbiss und Bummel ging es per Linienbus zurück. Von St. Helier liefen wir die restliche Strecke zu Fuß zum Hotel. Es blieb noch Zeit für ein erfrischendes Bad im Meer, bevor das leckere Abendessen rief.

Hauptstadt St. Helier
Hauptstadt St. Helier

Unsere dritte Wanderung stand unter dem Motto „Strände und Buchten“. Entlang der zerklüfteten Küste von Noirmont mit hübschen Aussichten und blühender Landschaft ging es zum Strand der Quaisne Bay, wo es eine längere Pause gab und ich nach einem tollen Bad noch einen Kaffee genießen konnte. Weiter ging es nach St. Brelade mit seiner schönen Kirche und zum Endpunkt in den äußersten Südwesten, wo der Leuchtturm von La Corbière bei Ebbe begehbar ist.

Es stand der zweite freie Tag an und ich entschied mich für einen Bummel durch St. Helier, welches eine große Auswahl an Geschäften bot. Eigentlich wollte ich nur gucken, aber komischerweise trug ich dann einen vollen Rucksack ins Hotel. Die Preise für Kleidung sind nicht so teuer wie man denkt. Überall war „Sale“. Es gab auch zwei gut sortierte Outdoor-Läden mit annehmbaren und auch reduzierten Preisen.

Den Nachmittag genoss ich, wie einige aus der Gruppe, am und im schönen Meer. Unser Hotel bot einen schönen großen Garten, wo es sich andere Gäste gemütlich machten.

Hotelgarten
Hotelgarten

 

„Wunderschöner Küstenpfad“ hieß die letzte Wanderung, die es in sich hatte. Entlang der traumhaften Küste an der Bonne Nuit Bay bis zur Bouley Bay ging es bergauf und bergab, teils über viele Treppenstufen und mitten durch riesige Farnfelder.

Entlang der Küste an der Bonne Nuit Bay bis zur Bouley Bay
Entlang der Küste an der Bonne Nuit Bay bis zur Bouley Bay

Nach einer Mittagsrast in einem schönen Lokal mit charmanter Aussicht wandern wir bergauf weiter, genießen den Blick auf den „White Rock“ und enden bergab dann in Rozel, unserem Endziel. Hier gönne ich mir endlich mal meine geliebten Scones, die himmlisch schmecken.

Abends gab es ein wirklich fulminantes Seafood-Büfett. Aber auch für mich als Vegetarierin war genügend Auswahl da.

Am Rückreisetag blieb noch Zeit und so schlenderte ich in den benachbarten Howard Davis Park, der zum Verweilen einlud. Dann noch ein letztes Bad im Meer und mit Salz auf der Haut ging es beglückt, aber auch traurig, zum Flughafen.

Ich hatte nicht ernsthaft zu hoffen gewagt, an ein Bad im Meer zu denken. Und dann waren es so viele, dass das dieser eh schon wunderbaren Reise die Krone aufsetzte. Das empfand nicht nur ich so.

Ein Tipp noch zum Jersey Pound: Bei der Rückreise darauf achten, dass man nur noch britische Pfund hat. Denn selbst im Flieger wird das Bezahlen mit Jersey- oder Guernsey Pound nicht akzeptiert.

Wikinger Gruppe
Wikinger Gruppe

Hier geht es zur Reise Inselschönheit Jersey: https://www.wikinger-reisen.de/wandern/gb/5306.php

Eure Birgit

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