Kaffee ist Kaffee … aber nicht in Spanien oder Italien

Auf dem italienischen Stiefel und der Iberischen Halbinsel lebt die Kaffeekultur. Anders als bei uns in Mitteleuropa gibt es verschiedene Kaffeegetränke, die i.d.R. zu unterschiedlichen Tageszeiten getrunken werden.
Den Tag beginnt der Spanier mit einem Café con Leche, einem Kaffee mit Milch. In Italien tritt an diese Stelle der Cappuccino. Mittags, nachmittags oder abends nach dem Essen trinkt man in Spanien den Café solo, der in Italien Espresso heißt. Wenn man in den Kaffeländern einfach nur „Café“ bestellt, wird der Café solo bzw. Espresso serviert.
Ein Zwischending zwischen Espresso und Cappuccino ist in Italien der Café machiato, der „schmutzige“ Kaffee. Es handelt sich dabei um einen Espresso mit ein wenig geschäumter Milch. Etwas mehr Milch im Espresso hat in Spanien der Café cortado, der „abgeschnittene Café“. In einigen Regionen, wie z.B. auf den Kanaren, ist damit auch manchmal ein Kaffee mit gesüßter Kondensmilch gemeint.
Reisende, die ihren Kaffee gern wie zu hause trinken, bestellen am besten in beiden Ländern einen Café americano.
Der Genuss von Kaffee und Kuchen am Nachmittag, wie in Deutschland, sind in beiden Ländern nicht üblich. Dafür gibt es noch eine weitere Variation, Kaffee zu trinken: Mit einem Schuss Grappa, Sambuca, Brandy oder Amaretto in Italien, da nennt man das dann Café Corretto (korrigierter Kaffee). In Spanien heißt das Äquivalent Carachillo und wird meist mit Veterano verfeinert.

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