Kurz mal weg – in den Teutoburger Wald

Urlaub in Deutschland ist Trend! Das belegen die seit Jahren ansteigenden Übernachtungszahlen deutlich. Doch es müssen nicht immer die bekannten Ziele wie die Nordsee oder das Allgäu sein. Dass es auch „gleich um die Ecke“ schöne Naherholungsgebiete gibt, darüber machen sich meist die Wenigsten Gedanken. Umso mehr habe ich mir persönlich das Ziel gesetzt, mehr in „meiner Heimat“ unterwegs zu sein, z. B. im Teutoburger Wald.

Auf in den Teutoburger Wald

Nur 1,5 Stunden von Hagen entfernt befindet sich der Teutoburger Wald. Bekannt für die sagenumwobenen Externsteine, den Hermannshöhen-Weg und vielleicht auch für den Westfälischer Pickert. Wer letzteres nicht kennt, keine Sorge ich es löse noch auf 😉

Der Hermannshöhen-Weg

Das Hermannsdenkmal

Wir haben uns für drei Nächte im hübschen Ort Horn-Bad Meinberg einquartiert und sind von dort aus losgewandert. Die erste Etappe führte uns auf Teilstücken des Hermannshöhen-Weges bis zu dessen Denkmal. Zunächst konnten wir ihn meilenweit nicht sehen, plötzlich öffnete sich der Wald und imposant türmte er sich vor uns auf. Im Hintergrund strahlend blauer Himmel! Die Touristen, die bequem mit dem Auto vorgefahren waren, warfen nur einen kurzen Blick auf unsere Wanderausrüstung. Wir aber genossen nach dem Trubel am Aussichtspunkt die Ruhe und Stille des Waldes, den wir wieder fast für uns alleine hatten. Die Wanderwege sind bestens ausgeschildert und zumindest an unserem Wochenende nicht hoch frequentiert.

Geheimnisumwobene Externsteine

Den zweiten Tag begannen wir mit dem Highlight der Region: den mystischen Externsteinen. Zahlreiche Legenden ranken sich um sie und zur Mittsommerwende muss hier allerhand los sein. Die Externsteine gelten bei Esoterikern und Spiritisten als Kraftort mit besonderer Bedeutung, daher findet hier die größte Mittsommerfeier Deutschlands statt. Wenn man früh morgens kommt, hat man die Steine aber noch fast für sich ganz alleine.

Nach der Besichtigung machten wir uns auf, Wanderetappe Nummer 2 zu bewältigen. Einmal zum Velmerstot und wieder zurück. Der Velmerstot ist mit 464m die höchste Erhebung des Eggegebirges. Die Landschaft wechselt hier von Wald- zur Heidelandschaft, in die einzelne Sandsteinfelsen eingesprenkelt sind. Bei gutem Wetter hätte man vom Eggeturm auch einen großartigen Rundumblick gehabt, der uns aber leider verwehrt blieb. Interessant ist auch, dass der Velmerstot in Lippischer und Preußischer unterteilt wird, da die Kuppe sich in zwei Spitzen teilt. Erschöpft kamen wir am Abend wieder in unserer Pension an und gönnten uns darauf ein Detmolder Landbier. Schließlich wollen auch die lokalen Köstlichkeiten probiert werden 😉

Auf dem Velmerstot

Fazit

Ich habe diesen Abstecher in eine, mir bis dahin unbekannte, Region Nordrhein-Westfalens sehr genossen und kann Jedem nur empfehlen, selbst mal einen „Abstecher um die Ecke“ zu machen.

Wie sieht es bei euch aus? Macht ihr Ausflüge in eure Heimat? Gibt es unbekannte Regionen, die ihr empfehlen könnt? Welche Geheimtipps habt ihr für uns?

Falls ihr Lust auf einen Ausflug in den Teutoburger Wald bekommen habt, bei Wikinger Individuell haben wir einen Kurztrip im Programm.

 

P.S.: Ich löse noch auf:  Westfälische Pickert sind eine Spezialität der  ostwestfälisch-lippischen Küche. Es handelt sich um ein Kartoffelgericht, ähnlich der Reibeplätzchen, bestehend aus geriebenen Kartoffeln, Eiern, Mehl, Milch oder Sahne, die dünn in einer gusseisernen Pfanne ausgebacken werden. Pickert können sowohl süß (z. B. mit Marmelade) oder auch deftig (z. B. mit Leberwurst) serviert werden.

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