Kurz mal weg – Wien im Winter

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger, es ist nass und kalt und Weihnachten noch eine Spur zu weit weg? Dann wird es Zeit für einen Kurztrip – wie wär´s mal mit Wien?

Wien ist schnell erreicht, entweder mit dem Flugzeug, der Bahn oder sogar mit dem Auto –  je nachdem, wo man wohnt. Und kaum angekommen fühlt man sich in kaiserliche Zeiten zurück versetzt. Imperiale Prunkbauten, breite Einkaufsstraßen, die kaiserlichen Hofanlagen und, und, und… In Wien gibt es viel zu entdecken und für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Stephansdom, Hofburg und Schloss Schönbrunn sind die Klassiker einer Wien-Reise. Aber auch abseits gibt es einiges zu entdecken…

Es gibt kein schlechtes Wetter…

Da die Wintermonate wettertechnisch etwas unbeständiger sind, lohnt es, sich vorab ein paar Gedanken um ein Schlechtwetterprogramm zu machen. Die Wiener Kunstszene ist ausgesprochen vielfältig! Hundertwasser und Klimt sind sicherlich die bekanntesten Vertreter der Stadt, es gibt aber unzählige Galerien und Wechselausstellungen, die sich auch dem Nachwuchs widmen. Ein absolutes Must-See ist das Kunst Haus Wien. Das Museum widmet sich den Ideen und Werken von Friedensreich Hundertwasser und ist daher auch architektonisch sehenswert.

Wer es etwas klassischer mag, geht in die Albertina, Wiens renommiertestes Kunstmuseum mit Werken von u.a. Dürer, Monet und Picasso.

Mein Lieblingsort

Einer meiner Lieblingsorte in Wien ist die Karlskirche. Sommers wie winters strahlt der Vorplatz mit der imposanten Kirche eine Faszination auf mich aus. Die Karlskirche gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten der Stadt und beherbergt aktuell eine Installation des argentinischen Künstlers Tomás Saraceno. Die zwei mit Luft gefüllte Sphären mit einem Durchmesser von über 10 bzw. 7 Metern schweben scheinbar schwerelos unterhalb der Kuppel. Die Ausstellung ist der Auftakt zur Reihe Karlskirche Contemporary Arts. Mit dem Panoramalift kann man im Inneren und an den Sphären vorbei, zum Dach der Kirche fahren. Von dort hat man nicht nur einen großartigen Blick auf die Fresken, sondern auch über die Dächer der Stadt.

Wiener Kaffeekultur

Städtereisen sind für mich auch immer unwiderruflich mit der lokalen Küche verbunden. Auch da hat Wien einiges zu bieten. Neben dem weltweit bekannten Wiener Schnitzel, der Sachertorte und dem Kaiserschmarrn, hat es mir vor allem die Kaffeehauskultur angetan. Kaffee ist hier nicht gleich Kaffee und wehe dem, der beim Kellner einfach nur Kaffee bestellt! Die Variationen sind zahlreich, mit Milch oder ohne, verfeinert mit Schlagobers (Sahne) und/oder Likör, verlängert mit Wasser oder auch nicht. Die Wahl fällt wirklich schwer, daher sei zum Einstieg die klassische Wiener Melange empfohlen. Und wer dazu nicht ein Stück Torte bestellt, ist selber schuld 😉

Die einen mag es stören, dass es im Winter früh dunkel wird, für andere beginnt dann erst der besondere Reiz. Nicht, dass ich jetzt ins Partyleben abschweifen möchte, „das ist in Wien auch empfehlenswert“, aber ich begebe mich lieber auf eine nächtliche Foto-Safari. Viele Gebäude sind wunderbar illuminiert und wirken bei Nacht noch majestätischer als am Tag. Mein liebstes Motiv war dabei die Wiener Staatsoper, bekannt vor allem für den Opernball. Doch auch ohne Abendkleid und Tanzschuhe kann man sich dem Opernhaus ruhig nähern.

Amüsement, Amüsement…

Bleibt zum Schluss noch der Rummelplatz der Stadt: der Wiener Prater. Standort eines der bekanntesten Wahrzeichen Wiens, dem Riesenrad! Der Wiener Praters ist das Amüsierviertel schlechthin, auch wenn die meisten Attraktionen ab dem 31.10. in Winterpause gehen. Das Riesenrad und auch die im Prater beherbergten Museen bleiben ganzjährig geöffnet. Zusätzlich lockt seit einigen Jahren der Wintermarkt  (November – Januar) mit Live-Konzerten und Lichterglanz.

In diesem Sinne, auf in die Stadt des Wiener Schmäh!
Zum Beispiel über Silvester 🙂

Baba,
Nicole

Riesenrad im Prater

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