Levadawandern auf Madeira

Wer das ländliche Madeira kennen lernen will, begibt sich am besten auf eine oder mehrere Wanderungen entlang der vielen Levadas.

Levadas sind Bewässerungskanäle, die das Wasser aus den Bergen in die Gärten und Felder in den tiefergelegenen Regionen bringt. Ihre Länge und Zugänglichkeit sind einzigartig auf Madeira, sie liegen immer etwas fernab der Straßen, führen manchmal durch Orte, manchmal durch Wälder, Felder oder Wiesen. Sie haben eine Gesamtlänge von 2.150 km auf Madeira. Und immer gibt es einen Weg, der parallel führt – mehr oder weniger flach, ideal für Wander-Genießer!

Ganz entspannt wanderten wir so täglich auf einem neuen Abschnitt der Levada Nova, immer umgeben von verschiedenen Blumen und traumhaften Ausblicken auf die Küstenlandschaft im Südwesten Madeiras. Nach ca. 2 Stunden suchten wir eine Bar oder Café im nächstgelegenen Ort auf und wurden immer sehr freundlich aufgenommen. „Duas Chinese“  ja, das sind zwei Kaffee mit aufgeschäumter Milch! Einen kleinen „Bolo“ kann man dazu essen, z. B. einen Bolo del Mel, einen Honigkuchen, oder einen Früchtekuchen. In der Bar-Vitrine wird man immer fündig!

Auch ein Schwätzchen mit der Bäuerin gehört zu so einer Art Wanderurlaub, denn wir kamen direkt an ihrem Feld vorbei, wo sie gerade Kartoffeln pflanzte.

Ein ideales Wander-Hotel ist die Quinta Alegre, im Südwesten oberhalb der Küste von Calheta gelegen. Warum ideal? Zum einen liegt das Hotel ganz ruhig und mit traumhaftem Meerblick auf der Sonnenseite Madeiras, zum anderen nicht weit von der Levada Nova oder vom Naturpark Rabacal entfernt. Die Zimmer sind schön und großzügig, allergikergerecht ohne Teppichboden und ein kleines Fitnesscenter lädt auch zur aktiven Erholung ein.

Wir entspannten am Nachmittag nach der Levada-Wanderung am Pool in der wunderschönen Gartenanlage und abends lasen wir am knisternden Kamin via WLAN unsere deutsche Zeitung. Das ganze mit einem Glas Poncha in der Hand, das Nationalgetränk der Madeirenser! Durch viel Orangen- und Zitronensaft und den Honig soll der Poncha auch noch gesund sein, den enthaltenen Zuckerrohrschnaps vergessen wir ganz schnell – schmeckt man auch kaum. Nur merkt man den Schnaps spätestens beim zweiten Glas – also Vorsicht!

Madeira – wir kommen wieder, der Urlaub war mal wieder viel zu kurz!

 

Ein Kommentar zu „Levadawandern auf Madeira“

  1. So stelle ich mir Urlaub vor! Mit dem Alter wird man ruhiger und ein richtiger genießer! ich werde gleich mal meinen Mann vollquatschen vielleicht lässt er sich ja von den tollen Bildern überzeugen und wir buchen gleich 🙂 würde mich freuen es mit einigen Augen zu sehen!

    schöne grüße aus unserer Heimat Südtirol!

    Sigrund

Was meinst du dazu?