Liparische Inseln – „ Vulkaninseln unter sizilianischer Sonne“ Teil 2

Es hat ein wenig gedauert, aber nun erhaltet Ihr natürlich auch den Bericht zur zweiten Woche der Reise auf den Liparischen Inseln, Reisenummer 6514.

  1. Tag – Auf nach Stromboli: Wir verließen die Insel Lipari für drei Nächte und machten uns mit dem Boot auf den Weg zur berühmtesten Insel des Archipels. Stromboli, allein der Name klingt schon nach Abenteuer! Nach der Ankunft in dem kleinen Hafen verstauten wir unser Gepäck auf dem inseltypischen Ape (Dreiradmobil) und spazierten zu Fuß
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    Eines unserer Boote für die täglichen Fahrten

    durch den Ort zum Hotel Villagio Stromboli. Wir kamen am berühmtesten Haus vorbei, der „Villa Ingrid“, in der Ingrid Bergman während der Dreharbeiten zum Spielfilm „Stromboli“ logierte. Dazu aber später mehr. 😉 Nach der Ankunft im Hotel hatten wir zunächst ein wenig Zeit zum Relaxen, denn am Abend wartete noch eines der Highlights der Reise auf uns. Der Aufstieg zum Kratergipfel des Stromboli. Gegen 17:00 Uhr ging es los. Nach einer Einweisung von unserem lokalen Bergführer zum Aufstieg und Erläuterungen über Verhalten am Berg wanderten wir mit Helm, Stirnlampe und Respekt vor dem Berg los. Zunächst führte der Weg  hinauf durch Schilf und Macchia. Dann erreichten wir den Aschepfad, der uns in vielen Kurven bis zur Zwischenstation führte. Mittlerweile dämmerte es bereits und es hieß „Helme und Stirnlampen“ aufsetzen. Die letzten Meter bis zum Kraterrand waren die Anspruchsvollsten. Starker Aschewind blies uns um die Nase und der Stromboli machte seinem Namen alle Ehre und puffte/entgaste dichte Rauchwolken. Am Gipfel hatten wir dann eine halbe Stunde Zeit uns die Eruptionen im Krater anzuschauen. Leider war an diesem Abend die Rauchdecke so dicht, dass wir außer einem leichten roten Glimmen keine Lavafontänen erblickten. Aber das Erlebnis, einen aktiven Vulkan bestiegen zu haben, war auch so ein einmaliges Erlebnis! Der Abstieg war ebenso spektakulär, wie der Aufstieg. In 20 Minuten rutschten/liefen wir ein Aschefeld hinab -nur beleuchtet von den kleinen Lichtkegeln unserer Stirnlampen. Um uns herum bereits tiefste Nacht, wow! Und dann, ganz plötzlich, befanden wir uns wieder im Schilfdickicht und hatten nur noch wenige Meter bis zum Ort und Hotel zu laufen. Im Hotelrestaurant stießen wir dann auf die gelungene Besteigung an und trafen auch die Gäste wieder, die sich aufgrund des Wanderanspruchs gegen den Aufstieg entschieden haben. Kurz nach 2 Uhr fiel ich dann erschöpft aber glücklich in einen tiefen Schlaf.

8.Tag – Auf und rund um Stromboli: Nach dem erlebnisreichen ersten Tag, konnten wir den zweiten Tag individuell gestalten. Unsere Reiseleitung bot an, eine Inselrundfahrt mit Stopp in Ginostra zu machen, wofür sich fast die gesamte Gruppe entschied. Und so schipperten wir los und konnten unsere Wanderstrecke vom vorherigen Abend noch einmal aus einer anderen Perspektive nachverfolgen. Angekommen in Ginostra, ein Ort der über den Landweg nicht zu erreichen ist,

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Bootsfahrten mit Ausblick

entdecken wir die urigen Häuser und lernen die Bewohner kennen. Echt spannend: Wenn die Witterung eine Anlandung der Boote nicht ermöglicht, leben diese Menschen tage- oder auch wochenlang von der Außenwelt abgeschnitten. Weiter fuhren wir mit dem Boot entlang der Sciara del Fuoco (Feuerrutsche) im Nordosten der Insel und konnten vom Boot aus immer wieder herabrollende Gesteinsbrocken aufgrund der vulkanischen Aktivität beobachten. Dazu die regelmäßig austretenden Rauchwolken über dem Hauptgipfel und das Vulkanfoto ist perfekt. Bevor wir zurück in den Hafen einliefen, schipperten wir noch an Strombolichico vorbei und bestaunten die Yacht von Giorgio Armani. Dieser legt jeden Sommer für einige Wochen vor Stromboli (angeblich seine Lieblingsinsel) vor Anker. Und es kam noch besser. Auf dem Weg zurück zum Hotel begegneten wir ihm tatsächlich im Gassengewirr des kleinen Städtchens. Wahnsinn!

 

  1. Tag – Ingrid Bergman und Roberto Rossellini: Nach dem entspannten Tag auf dem Schiff wanderten wir am letzten Tag auf der Insel noch einmal drauf los. Abseits der bekannten Vulkanstrecke wanderten wir an Kapernsträuchern und
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    Filmplakat

    Schilf vorbei in Richtung Norden. Dort gibt es einen tollen Aussichtspunkt von Landseite auf die Feuerrutsche und den Gipfel. Noch ein paar mehr Fotos vom Vulkan geschossen und schon ging es gemütlich wieder zurück. Den Nachmittag konnten wir somit zum gemütlichen Bummeln durch den malerisch angelegten Ort nutzen. Die Häuser erinnern an die weißen, kubenartig angelegten Bauten Nordafrikas. Dazu das Blau des Meeres, das Pink der Bougainvilleas und das kräftige Grün der Macchia. Ein Augenschmaus für jeden Fotografen. Aber auch die kleinen Lädchen haben viel Charme und verkaufen schöne, teilweise selbst hergestellte Souvenirs. Da wird nicht nur Giorgio fündig. 😉 Am Abend hatte Steffi noch eine besondere Überraschung für uns vorbereitet. Wer wollte, konnte sich im Fernsehraum des Hotels den Film „Stromboli“ Roberto Rosselinis mit Ingrid Bergman anschauen. Der Film bei dessen Dreharbeiten sich die Beiden näher kamen. Dazu wurde Limoncello gereicht und die Stimmung war perfekt. Ein grandioser Abschluss unseres Inselabenteuers.

  2. Tag – Panarea – Insel der Reichen und Schönen: Wir verließen Stromboli wieder und fuhren mit dem Boot zurück
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    Am Capo Milazzese

    Richtung Lipari. Unterwegs machten wir jedoch noch Halt auf der Insel der „Reichen und Schönen“. Panarea ist im Sommer ein Mekka der High Society Italiens. Im Mai jedoch können wir noch herrlich wandern. Da es an unserem Tag jedoch zu heiß für die eigentliche Gipfelwanderung war, unternahmen wir alternativ eine Küstenwanderung zur Ausgrabungsstätte eines bronzezeitlichen Dorfes am Capo Milazzese. Wieder boten sich uns völlig andere Panoramen auf die umliegenden Inseln an. Nach der Besichtigung der antiken Mauern blieb uns sogar noch genügend Zeit uns am hellen Sandstrand zu sonnen und ein erfrischendes Bad im Meer zu nehmen, bevor wir endgültig nach Lipari aufbrachen. Dort bezogen wir wieder unsere bereits vertrauten Zimmer und ließen die vergangenen drei Tage Revue passieren.

  3. Tag – Natur und Kultur auf Lipari: Unfassbar, aber an diesem Tag regnete es am Vormittag! Doch nicht verzagt, Reiseleiterin Steffi gefragt. Sie organisierte für uns eine Führung durch das geschichtliche Museum der Stadt, geführt von Ute Krohmer (bekannt aus der WDR-Sendung Wunderschön! auf Lipari). Mit Begeisterung erzählte uns die Dame von der tausendjährigen Geschichte Ihrer Insel. Unbedingt empfehlenswert. Zur Mittagspause kehrte ich mit einer Mitreisenden in ein nettes Café am Hafen ein, wo ich mir ein Pane Cunsato bestellte. Ein belegtes Brötchen á la Lipari. Köstlich! Am Nachmittag lockerte das Wetter doch noch auf, sodass wir zumindest noch eine Kurzwanderung mit herrlichen Ausblicken auf die Stadt und den Hafen unternehmen konnten.
  4. Tag – Alicudi, die unbekannte Schöne: Am nächsten Tag war wieder ein fakultativer Ausflug möglich. Mit dem Boot von Lipari nach Alicudi mit anschließender Wanderung. Im Rückblick einer meiner schönsten Tage während der Tour. Auf Alicudi gibt es weder Autos noch eine Wasserversorgung. Alle benötigten Waren werden per Maultier durch die engen Gassen befördert. Schuld daran sind die engen und steil angelegten Straßen, naja eher Gässchen. Zum Wandern aber ideal. Das Licht, die Farben, die Panoramen, ich kann es nicht beschreiben. Fakt ist, hätte ich noch eine Kamera mit Film, ich hätte allein an diesem Tag zwei Filme vollgeknipst. 🙂
  5. Tag – Letzte Wanderung im Westen Liparis: Es steht bereits unser letzter Programmtag an. Mit dem öffentlichen Bus
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    Blick auf Salina

    fuhren wir in den Westen der Insel. Von dort wanderten wir mit herrlichem Blick auf Salina entlang der Küste. Noch ein letztes Mal konnten wir die großartigen Paninis von Gilberto und Vera zum Picknick mitnehmen. Ich kann jedem, der nach Lipari kommt, nur empfehlen mindestens 3 Sorten der köstlich belegten Brote zu kosten. Sie sind großartig! Aber auch die letzte Wanderung bildete einen schönen Abschluss der vergangenen Tage. Es gab viel zu sehen, eine tolle Vegetation und auch einen weiteren Einblick in die Geschichte Liparis. Mehr sei nicht verraten. 😉

  6. + 15. Tag – Abschied nehmen: Schon nahte der Abschied. Wir verließen zunächst Lipari um noch eine letzte Nacht auf Sizilien zu nächtigen. Am letzten Tag flog unsere Gruppe dann schließlich über den Tag verteilt zurück nach Deutschland. So schnell vergehen zwei Wochen. Jeden Tag lernten wir neue Facetten der Region kennen und wurden bei moderaten Wanderungen gefordert.

Ich würde sagen, diese Region Italiens hat einen neuen Fan!

Ciao Lipari, Ciao Italia!

Eure Nicole

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Äolos- der Herr der Liparen

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