Madrid zu Fuß – 5 Tage Städtereise mit Wikinger, 5 Fakten zur spanischen Hauptstadt

Anfang November habe ich mit Wikinger eine 5-tägige Städtereise durch Madrid unternommen. „Wikinger und Städtetrip? Passt das überhaupt?“, werden einige von euch vielleicht denken. Ich kann euch sagen, es passt wunderbar. Denn ganz im Wikinger Stil haben wir Madrid zu Fuß unter die Lupe genommen. Unsere Reiseleiterin Konstanze Churt hat uns mit Herzblut die spanische Metropole gezeigt: die Altstadt mit ihren Wahrzeichen, das Künstler- und Literatenviertel „La Letra“, das Madrid der Moderne und im Kontrast dazu das ursprüngliche Madrid. Darüber hinaus hatten wir viel freie Zeit die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Ich habe hier für Euch meine „Top 5 -Fakten“ zu Madrid: 

Alle Wege führen durch Madrid

Im wahrsten Sinne des Wortes. Fast jede Bahnverbindung, Autobahn oder Schnellstraße führt mehr oder weniger durch oder an Madrid vorbei. Die Suche nach direkten Bahnverbindungen von Nord nach Süd, die natürlich um einiges kürzer wären, gestaltet sich schwierig. Das nenne ich gelebte Zentralregierung ;-). Allerdings kann man sich an Madrids Bahnhöfen gut die Zeit vertreiben, insbesondere am „Atocha-Bahnhof“ im Zentrum der Stadt. Die Bahnhofshalle im Jugendstil beeindruckt schon von außen. Das Besondere verbirgt sich jedoch im Inneren. Die Wartehalle ist ein tropischer Palmengarten, der auch gerne als Treffpunkt genutzt wird. Mein Highlight: die vielen Schildkröten, große und kleine, die sich in einem der Gartengewässer tummeln. Drum herum gibt es Einkehrmöglichkeiten und Geschäfte. Da macht der Stopover doch gleich richtig Spaß!

Der tropische Palmengarten
Gusseiserne Dachkontruktion

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bedeutung des Wahrzeichens „Der Bär und der Erdbeerbaum

Unweit unseres Hotels, am Platz „Puerta del Sol“ befindet sich Madrids Wahrzeichen: die Statue „Der Bär und der Erdbeerbaum“. Unsere Reiseleiterin erklärte uns, inwiefern diese Madrid symbolisiert. Der Bär, der an einem Erdbeerbaum lehnt, steht stellvertretend für die Einigkeit von Klerus und Adel im Mittelalter. Damals war Madrid zwischen den beiden Ständen aufgeteilt und sie beherrschten das Land in friedlicher Eintracht. Der Erdbeerbaum repräsentiert dabei den Klerus und der Bär den Adel. Dies geht vor allem auf die räumliche Aufteilung zurück, denn dem Klerus gehörten damals die Felder und dem Adel die Jagdgebiete.

Übrigens ist der Erdbeerbaum ganz besonders, denn es handelt sich um den sogenannten „Westlichen Erdbeerbaum“ oder auf Spanisch „Madroño“. Die Früchte ähneln Erdbeeren optisch, unterscheiden sich jedoch in Konsistenz und Geschmack. Sie besitzen zudem von Natur aus einen minimalen Alkoholgehalt. Die Früchte werden daher mit Vorliebe zu Schnaps oder Likör, manchmal auch zu Marmelade verarbeitet.

Ein seltener Anblick: das Wahrzeichen fast ohne Touristen (außer mir :-)!)

Madrid zu Fuß – im wahrsten Sinne des Wortes

Wie der Reisetitel sagt, erkunden wir Madrid zu Fuß. Und das klappt super! Obwohl die Metropole zu einer der Größten Europas zählt, sind die verschiedenen Sehenswürdigkeiten und die einzelnen Stadtteile fußläufig wunderbar zu erreichen. Auf dem Weg entdeckt man zudem immer wieder schöne Gebäude, Geschäfte, Märkte oder Cafés. Für mich macht dies die authentische Erkundung einer Stadt aus. Natürlich gibt es auch ein gutes Metro- und Busnetz, wenn man doch mal seine Füße ausruhen möchte oder die Sonne gerade eine Pause einlegt. Noch ein Hinweis von mir für diejenigen, die insbesondere in großen Städten Orientierungsprobleme haben – ich gestehe, dass ich mich auch dazu zähle – ihr könnt ganz beruhigt sein. Man kann sich in Madrid nur schwer verlaufen. Mir passierte ein paar Mal, dass ich in Gedanken versunken lief und lief … und gerade als ich dachte: „Wo bin ich denn jetzt eigentlich?“, landete ich auf einer bekannten Straße oder vor einem bekannten Gebäude und „zack“ wusste ich wieder, wo es lang geht.

Auf der Gran Via
Am Ufer des Río Manzanares

 

 

 

 

 

Fuente de Neptuno

 

Hübsche „Plazas“ wohin der Weg auch führt

Madrid ist bekannt für seine prachtvollen Plätze, allen voran den bekannten wie die „Plaza de la Cibeles“ oder die „Plaza Mayor“. Mir haben es, neben den prachtvollen „Plazas“, jedoch eher die Kleinen angetan. Diese laden überall in der Stadt zum Verweilen ein und auf eurem Weg könnt ihr immer wieder neue entdecken! Auch das macht für mich Madrid aus :-). Besonders hübsch und trotz seiner Größe gemütlich fand ich den „Plaza de Oriente“ direkt am Königspalast. Der Name ist irreführend, da sich der Palast und somit auch der Park im Westen der Stadt befinden. Allerdings liegt der Park östlich vom Königspalast und da sich früher alles am Palast des Königshauses orientierte, liegt die Namensgebung doch klar auf der Hand ;-).

Markt am Retiro-Park
Reiterstandbild von Philip IV. im Plaza de Oriente

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viel Kulturangebot für „umme“

Wusstet ihr schon, dass fast alle Museen, Ausstellungen und Sehenswürdigkeiten an einzelnen Wochentagen oder täglich in bestimmten Zeitfenstern kostenlosen Eintritt gewähren? Dies gilt auch für das Museum „Reina Sofia“, den „Prado“ oder den „Königspalast“. Ich finde dies ist ein super Angebot! Und dafür nimmt man doch gerne etwas mehr Wartezeit beim Eintritt in Kauf.

Natürlich gibt es noch viel mehr zu sehen und zu entdecken. Ich bin mir sicher, dass Madrid für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Mir persönlich hat, neben der Schönheit der Stadt, die angenehme und einladende Atmosphäre besonders gut gefallen.

Wenn ihr neugierig geworden seid, dann schaut doch mal auf unserer Website vorbei. Wir haben 2018 auch noch weitere schöne Städtereisen „zu Fuß“ im Angebot.

Liebe Grüße, Eure Alex

 

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