Marokko – Karawanen, Kasbahs & Saharaträume

Am Anreisetag, es war ein Samstag, hat leider die Bahn gestreikt, so dass alle Gäste schauen mussten, wie sie nach Frankfurt zum Flughafen kommen. Ich hatte mich für den Fernbus ab Dortmund entschieden, was ohne Komplikationen geklappt hat. Der Flug ging pünktlich nach Casablanca. Hier hatte der Weiterflug leider Verspätung, so dass wir erst ca. 2 Stunden später als geplant in Marrakesch ankamen. Unser Reiseleiter Brahim hat uns mit einem Wikinger-Schild in Empfang genommen und wir fuhren ca. 20 Minuten zum Hotel. Da alle Gäste müde waren und es inzwischen spät geworden war, gingen wir direkt zu Bett.

Unser Reiseleiter
Unser Reiseleiter

Am nächsten Morgen trafen wir uns um 09:30 Uhr mit unserem Reiseleiter in der Hotellobby, um den Tag zu besprechen und eine Stadtführung durch Marrakesch zu unternehmen. Die Stadtführung übernahm ein örtlicher Guide namens Jamal, der ein sehr breites geschichtliches und politisches Wissen vorweisen konnte und uns seine Stadt auf lustige Weise näher brachte. Wir schauten uns die Koutoubia Moschee an, gingen durch Marrakeschs Straßen in Richtung Medina, besichtigten den Bahia-Palast und durchstreiften die Souks. Es regnete in Strömen, was unserer guten Laune allerdings keinen Abbruch tat, sondern eher zur Erheiterung beitrug. Das Mittagessen nahmen wir fakultativ in einem Restaurant ein, wo auch unser Reiseleiter wieder zur Gruppe stieß, um uns Stadtpläne für den freien Nachmittag in Marrakesch zu verteilen. Den freien Nachmittag verbrachten wir dann bummelnd und Tee trinkend in der Medina.

Am 3. Reisetag in Marokko hatten wir einen langen Transfer durch den Hohen Atlas über den Tizi-n-Tischka-Pass (2.260 m). Nach kleineren Fotostopps und einer Mittagspause im Restaurant ging es nach Telouet zu einer beeindruckenden Kasbah. Diese schauten wir uns genauer an, bevor es weiter nach Ouarzazate ging, wo wir übernachteten.

An Tag 3: Kasbah Telouet
An Tag 3: Kasbah Telouet

Am Vormittag des 4. Tages hatten wir eine Besichtigung der Kasbah Taourirt. Anschließend fuhren wir durch das Dra-Tal nach Zagora, einem bedeutenden Marktort und Ausgangspunkt ehemals wichtiger Kamelkarawanen. Hier deckten wir uns für das bevorstehende Trekking mit Wasser und Tüchern als Sonnenschutz ein. Vor dem Schild „Timbuktu: 52 Tage“ machten wir einen Fotostopp. Danach fuhren wir zum, Ausgangspunkt unseres Trekkings, wo wir auf unser Trekking-Team samt Kamelen treffen. Nach einem kurzen Spaziergang von etwa 45 Minuten erreichten wir unser erstes Zeltcamp, wo wir zu Abend aßen und die erste Nacht im Zelt verbrachten..

Unser Camp im Sonnenuntergang
Unser Camp im Sonnenuntergang
Leckeres Mittagessen
Leckeres Mittagessen

 

 

 

 

 

In den nächsten fünf Tagen erwanderten wir die Mondlandschaften des Jebel Bani. Es ging über Pässe, durch Stein- und Sandwüste, auf hohe Sanddünen, an ausgetrockneten Flussbetten und Oasen vorbei.

Tag 5: Oase
Tag 5: Oase

Das Gepäck wurde von Kamelen transportiert und ein Reitkamel namens „Bottorott“ stand zum Reiten zu Verfügung.

Ein Reitkamel bei der Mittagspause
Ein Reitkamel bei der Mittagspause

Das Frühstück wurde morgens um 7 Uhr eingenommen, vorher mussten die Zelte abgebaut und die Reisetaschen zum Verladen auf die Kamele bereitgestellt werden. Nach dem Frühstück war dann gegen 07:45 – 08:00 Uhr Abmarsch. Gegen 11 Uhr suchten wir uns meist ein schattiges Plätzchen, um dort unsere „Nusspause“ zu machen. Am frühen Nachmittag erreichten wir ausgepowert das Camp, wo wir entspannten, quatschten, ein Buch lasen und einfach nur ein bisschen die Natur im wunderschönen Marokko beobachteten.

Sanddüne
Sanddüne

Am 10. Tag wurden wir morgens von mehreren Geländewagen erwartet, die uns nach Foum Zguid brachten. Von hier aus fuhren wir mit nach Taroudant, wo wir übernachteten.

Am Vormittag des 11. Tages besichtigten wir Taroudant, eine nette Ortschaft. Anschließend setzten wir unsere Fahrt in Richtung Agadir fort, wo wir auf Wunsch mehrerer Mitreisenden einen Verkauf von Arganöl besuchten. Anschließend fuhren wir in unser Hotel.

Der letzte Tag in Agadir stand zur freien Verfügung. Mit einigen Mitreisenden erklomm ich den kleinen Hausberg Agadirs, von wo aus man eine gute Aussicht über die Bucht von Agadir hatte. Am Nachmittag gönnten wir uns ein erfrischendes Bad im Atlantik. Den Abschiedsabend verbrachten wir in einem schönen Restaurant mit Livemusik.

Am Abreisetag erfolgte morgens früh um 06:30 Uhr unser Flughafentransfer. Von Agadir aus traten wir dann unseren Rückflug via Casablanca nach Frankfurt an, wo wir mit tollen Erinnerungen an unser „Wüstenerlebnis“ in Marokko ankamen.

Seid ihr neugierig geworden und wollt auch einmal auf einem Kamel reiten und durch die Wüste ziehen? Dann schaut hier vorbei!

Eure Diana

 

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