Meine Liebeserklärung an Marseille

Als Teammitglied der Frankreichabteilung stand für mich schon früh fest wohin mich meine erste Wikinger-Reise führen sollte: eine Städtereise Marseille musste es sein! Ich wollte die Metropole des Südens zu Fuß entdecken und eine Woche in französischem Lebensgefühl schwelgen. Gemütliche Stadtrundgänge, kombiniert mit südlichem Naturgenuss, ein Reiseleiter, der uns mit viel Wissen und Witz in seinem Lieblingsland willkommen heißt und ein wenig Freizeit zwischendurch. Für mich klang das nach einer idealen Mischung für meine nächste Tour hinaus in die Welt.

Marseille: Eine Stadt mit besonderem Charme lädt ein…

Der Reiseleiter David Schulte empfing uns nach unserer Landung bereits bestens gelaunt am Flughafen Marseille. Im Anschluss an den Bezug der Zimmer und einer kurzen Vorstellungsrunde im Hotel Saint-Louis, zog es uns hungrige Wikinger sofort zu dem nahegelegenen alten Hafen „Vieux Port“. Ein schmackhaftes Drei-Gänge-Menü in einem typisch französischen Restaurant erwartete uns. Definitiv ein gelungener Einstieg in unsere Städtereise Marseille! Frankreich hatte bereits jetzt bei der gesamten Gruppe den ersten Pluspunkt gesammelt.

Am nächsten Tag brachen wir zu einer gemeinsamen Stadterkundung auf. Wir alle brannten darauf Marseille endlich kennenzulernen. Einige meiner Mitreisenden hatten bereits auf vorherigen Touren mit David nur Gutes über die schöne Stadt im Süden Frankreichs gehört. Nun wollten wir sie alle erleben. Neben dem Fischmarkt am Vieux Port lernten wir auch die belebte Altstadt Marseilles kennen. Das bunte Viertel „Le Panier“ strahlte pure Lebenslust aus und auch die neue Museumsinsel und das Araberviertel hielten einige spannende Details bereit. Da das Wetter noch nicht so wirklich auf unserer Seite war, entschieden wir, die geplante Bootstour zu den Frioul-Inseln auf einen anderen Tag zu verschieben. In dem Zuge nutzten wir den freien Nachmittag, um noch mehr von der bunten Vielfalt Marseilles aufzusaugen. Am folgenden Tag war es dann an der Zeit die Naturwunder der Calanques zu erwandern. Massive Kalksteinfelsen eröffneten uns einmalige und atemberaubende Ausblicke. Am Ziel angekommen, bot David uns an, mit ihm noch einige weitere Eindrücke von der schönen Gegend zu sammeln. Fast alle beeindruckten Wikinger schlossen sich ihm daraufhin an, der Wanderung weiter bis zu Küste zu folgen. Ein besonderer Aussichtspunkt erwartete uns und ließ uns die starken Kontraste zwischen den weißen Felsen und dem tiefblauen Meer noch einmal bestaunen. Ein viel versprechender Abschluss unserer ersten Wanderung!

Auch das Umland Marseilles hat einiges zu bieten!

In der Gruppe herrschte früh eine fast schon freundschaftliche Stimmung. An unserem freien Tag fuhren wir deshalb alle gemeinsam mit der Bahn nach Aix-en-Provence, wo uns David eine kleine Stadtführung gab. Er zeigte uns Geheimtipps wie verschiedene provenzalische Märkte und wandelte mit uns in der kleinen Künstlerstadt auf den Spuren des berühmten Malers Paul Cézanne. Zufrieden und bereichert kehrten wir am Abend alle in unser Hotel zurück. Ein weiterer spannender Ausflug führte uns am nächsten Tag in das romantische Fischerdörfchen Cassis. Wir schlenderten durch schmale Gassen und tauchten in das bunte Treiben am Hafen ein. Französisches Lebensgefühl – wir sind angekommen. Einige Wikinger unternahmen daraufhin in herrlichem Sommerwetter eine Bootstour entlang wunderschöner Buchten der Calanques von Cassis aus.

Die Frioul-Inseln wollten uns scheinbar stürmisch begrüßen. Eine turbulente Bootsfahrt führte uns zu unserem nächsten Wanderziel. Atemberaubende Aussichten auf Marseille belohnten uns für unsere Widerstandsfähigkeit. Am Nachmittag besuchten wir während unserer zweiten Wanderung das hoch über Marseille gelegene Wahrzeichen der Stadt: die Basilika Notre Dame de la Garde. Ein wunderbarer Aussichtspunkt auf unser Reiseziel Marseilles war das Ziel unsere Anstrengung.

Ein unerwartetes Highlight unserer Reise erwartete uns am Abend zurück im Hotel. David organisierte ein Treffen mit einem befreundeten deutschen Auswandererpärchen. Sie erzählten uns von ihrem „neuen“ Leben in Marseille und stellten uns das Buch „Frankreich, wie wir es sehen“ vor, an dem sie mitgewirkt hatten. Ein ganz besonderes Erlebnis auf dieser Reise!

Zum runden Abschluss unternahmen wir bei strahlendem Sonnenschein eine Küstenwanderung entlang der Côte Bleue. Kombiniert mit einer Bahnfahrt von Carry nach Marseille konnten wir die Küste in ihrer vollen Schönheit bewundern. Vor unserem Rückflug schlenderten wir noch einmal etwas melancholisch durch Marseille, das sich in den vergangenen Jahren so gewandelt hat. Diese schöne und lebendige Stadt hatte sich in unsere Herzen geschlichen – nicht zuletzt dank Davids bereichernder Reiseleitung und dem abwechslungsreichen Programm der Reise „Marseille – Metropole des Südens“. Wer französisches Lebensgefühl hautnah erleben möchte, sollte sich dieses Reiseerlebnis nicht entgehen lassen.

Eure Vanessa

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