Menorca – eine aktive Erkundung der Insel – Teil 3

Tag 4. Mahón – Kultur und Shopping in Menorcas Haupstadt

Heute führte uns unser Weg nach Mahón, die Hauptstadt von Menorca und östlichster Punkt Spaniens. Mit dem öffentlichen Bus sind es etwa 40 Minuten Fahrzeit bis zu diesem wunderschönen Ort mit seiner schmucken Altstadt. In Mahón angekommen, führte uns unser Guide Amir etwas herum und erzählte uns einiges Interessante über das Städtchen. Gegründet wurde Mahón durch die Karthager, einer Legende nach sogar von Hannibals Bruder Mago Barkas, dem die Stadt auch ihren Namen verdanken soll.

Mahon View
Mahon View

(Foto: Mahon View von Michael Kopp)

Während der englischen Besatzung im 18. Jahrhundert, wurde Mahón zu Menorcas Hauptstadt ernannt. Aufgrund ihres großen Naturhafens war die Stadt ein wichtiger strategischer Knotenpunkt im Mittelmeer und somit in der Vergangenheit heiß umkämpft.

Dass die englischen Besatzer ihre Spuren hinterließen, merkten wir bei unserem Spaziergang durch die Altstadt. Die Architektur ist britisch geprägt und bietet einen schönen Kontrast zum mediterranen Flair der Insel. In den vielen kleinen Läden lässt es sich außerdem wunderbar shoppen.

Mahon Treppe
Mahon Treppe

(Foto: Mahon Treppe von Jessica Dehn)

Nach einem leckeren Imbiss im „Mercat de Pescados“, dem Fischmarkt, ging es für uns auf hohe See!

Oder besser gesagt: Auf Schiffsrundfahrt durch den Hafen, der der zweitgrößte Naturhafen der Welt ist. Wie bereits erwähnt, war er für die Seefahrt von militärischer Bedeutung. Dementsprechend war die Hafeneinfahrt auch stark gesichert, wovon heute noch viele Festungsanlagen zeugen. In der Festung „La Mola“ (erbaut 1850 bis 1875) wurden während der spanischen Diktatur bis 1975 tausende Gefangene gefoltert und ermordet.

Mahon Hafenblick
Mahon Hafenblick
Festung La Mola
Festung La Mola

(Fotos: Mahon Hafenblick von Michael Kopp + Festung von Carsten Riedl)

Weniger grausam ging es auf unserem anschließenden Abstecher zur lokalen Destillerie „Xoriguer“ zu. Neben vielen anderen Getränken kann man hier auch Menorcas Nationalgetränk, den Gin, probieren. Besonders gerne wird der Gin als „Pomada“ zusammen mit frisch gepressten Zitronen und Eis getrunken.

Destillerie „Xoriguer“
Destillerie „Xoriguer“

(Foto: Destillerie von Jessica Dehn)

Nach unserer Rückkehr nach Sant Tomàs ging für einen Teil von uns ein kleiner Traum in Erfüllung. Amir hatte einen Reitausflug organisiert – und zwar auf den für Menorca typischen Rappen, den Menorquinern. Von Son Bou ging es Richtung Meer und dann ein Stück an der Küste entlang. Was für ein Erlebnis: Auf dem Pferderücken über den Sandstrand und durch die leichte Brandung und dabei die tiefstehende Sonne am Horizont. Fast schon zu schön um wahr zu sein!

Mit diesen tollen Erlebnissen im Kopf ließen wir den Tag im Hotel gemütlich ausklingen.

Reitausflug Menorca
Reitausflug Menorca

(Foto: Pferde von Carsten Riedl)

Tag 5. Aktives Erwachen – Küstenwanderung

Der Morgen begann heute mit dem “Aktivem Erwachen“.

Noch vor dem Frühstück brachen wir zu einem herrlichen Strandspaziergang auf.
Das Meer war heute etwas rauer als in den vergangenen Tagen und die Luft noch recht kühl.
Während den ersten wärmenden Sonnenstrahlen, die über  die Hügel kamen machten wir auf den Klippen vor unserem Hotel einige entspannende Yogaübungen.

Nach dem Frühstück ging es dann tiefenentspannt und energiegeladen auf den Cami  de Cavalls nach Westen.  An der Playa de Binigaus verließen wir den Rundweg und unser Guide Amir führte uns ins Landesinnere. Vorbei an verlassenen Ställen und Höfe, schlängelte sich der Weg hinauf durch einen verwunschenen Kiefernwald. Die Luft war erfüllt vom Duft der Nadelbäume und dem Zwitschern der Vögel.   Immer wieder war der typische Ruf des Wiedehopfs zu hören, welcher nach seinen Lauten in Katalonien treffenderweise „Putput“ genannt wird.

Pause machten wir an der traumhaft schönen Bucht „Cala Escorxada“.
Türkiesblaues Wasser und weißer Sandstrand luden zum Verweilen ein. Von hier aus folgten wir wieder dem Cami de Cavalls direkt an der Küste in Richtung Santo Tomas. Der Kleine Pfad schlängelt sich auf den Klippen entlang und bietet einen herrlichen Blick auf das Meer.

Hier entdeckten wir auch eine interessante Höhle. Sie führte durch die Felsen hindurch und öffnete sich nach einigen Metern wieder zum Meer hin  um von dort noch tiefer im Fels zu verschwinden.

Nach einem erfrischenden Sprung ins Meer gönnten wir uns Meeresfrüchte, kühle Getränke und Cortados an der Strandbar.

Den restlichen Nachmittag stand wieder zur freien Verfügung. Während manche die freie Zeit im Pool verbrachten spazierten andere zum nahegelegenen Feuchtgebiet und beobachteten  Schildkröten oder aber gingen zum Shoppen in die kleinen Geschäftchen von Santo Tomas.

Nach dem gewohnt leckeren Abendessen trafen sich noch alle auf einen Drink an der Hotelbar und ließen den Tag gemütlich ausklingen und die Erlebnisse Revue passieren.

 

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