Mongolei Reise – Unterwegs im Land des blauen Himmels

Die Mongolei – das Land der reitenden Krieger. In vielerlei Hinsicht war ich fasziniert. Da musste ich hin! Eine tausende Jahre alte Nomadenkultur, die in die entlegensten Weiten Zentralasiens verbannt wurde, erwartete mich. Diese Reise sollte für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Geprägt von den fremden Klängen der Steppe, der Herzlichkeit ihrer Bewohner sowie den atemberaubenden Kulissen, die sich bis zum Horizont ausdehnen. Doch seht selbst…

Unsere Mongolei Reise beginnt in der Hauptstadt Ulan Bator. Hier vermischen sich Nomadenkultur und Buddhismus mit moderner Technologie, Architektur und Straßenlärm. Müde vom Flug bestaunen wir die Stadt von einem monumentalen Aussichtspunkt.

Ulan Bator Panorama
Ulan Bator Panorama

Auf in die Steppe!

Am nächsten Morgen wählen wir unseren Jeep mit Fahrer und wir verlassen Ulan Bator. Nach einem kurzen Proviant-Stopp am Supermarkt, eröffnen sich uns erstmals spektakuläre Ausblicke in die unendliche Weiten der mongolischen Steppe. Wir entdecken Geier, Wildpferde und unser erstes Jurten-Camp.

Hoer Zagal Camp
Hoer Zagal Camp

Wanderung zum Uvgunt-Kloster

Mit der Sonne im Nacken, erklimmen wir den Hang zum zu den Ruinen des Uvgunt-Klosters. Wir bekommen einen ersten Einblick in die Lehren des Buddha und machen ein Picknick mitten in der Steppe. Es gibt Ziege in der Milchkanne.

Ziege aus der Milchkanne
Ziege aus der Milchkanne

Karakorum und Kehlkopfgesang

Ein langer Fahrtag ins Orkhon-Gebiet führt uns vorbei an den Ruinen der ehemaligen Hauptstadt des Mongolischen Großreiches, Karakorum. Dort befindet sich auch das aktive Erdene Zuu-Kloster mit seinen Mönchen und wir treffen auf die wilden Krieger des großen Dschingis Khans. Wir lauschen den melancholischen Klängen einer Folklore-Gruppe und erreichen bewegt von den Erlebnissen unser Camp im alpin anmutenden Orkhon-Tal.

Dschingis Khans Krieger
Dschingis Khans Krieger

Ewiges Grün und Wasserfall

Die fruchtbarste Region des Landes besticht durch endlose Wiesen, über welche wir wandern um schließlich den heiligen Orkhon-Wasserfall zu erreichen. Der gleichnamige Fluss fällt hier ab in ein Felsbecken. Wir begegnen mongolischen Reitern und Viehherden. Am Ende fängt es an zu regnen und unsere Fahrer freuen sich, über dieses eher seltene Phänomen: Wir sind Glücksbringer!

Mongolische Gastfreundschaft

Auf dem Weg in die Wüste Gobi machen wir spontan einen Besuch bei einer Nomadenfamilie. Wir werden ganz herzlich empfangen und die gesamte Gruppe findet Platz in der Einfamilien-Jurte. Ein ganz besonders Aufeinandertreffen der Kulturen und ein Highlight dieser Reise!

In der Einfamilien-Jurte
In der Einfamilien-Jurte

Gobi hautnah am Ongiin-Kloster

Wir sind nun endgültig in der Wüste angekommen. Karge Landschaften mit rötlichem Gestein prägen das Bild rund um das Ogiin-Kloster. Weiße Stupas zwischen den Felsen sowie eine Höhle entdecken wir bei unserer Gobi-Wanderung. Danach bauen wir, fast ohne Hilfe der Einheimischen, unsere eigene Wikinger-Jurte auf. Gemeinschaftlicher Jurtenbau, eine geprüfte und für gut befundene Team-Building-Maßnahme.

Ongiin-Kloster
Ongiin-Kloster

Mongolischer Grand Canyon…

oder besser bekannt unter „Flaming Cliffs“ ist unser nächstes Ziel. Die flammenden Klippen stechen heraus, aus der ansonsten eher kargen Gegend. Wir graben nach Saurierknochen und wandern zu einem Saxaul-Wald. Eine kleine Baumart, die sich an den Alltag der Wüste angepasst hat.

Flaming-Cliffs
Flaming-Cliffs

Dünen, Fata Morganas und Sandstürme

Der Weg führt uns über endlose staubige Flächen mit einzelnen Kamelherden dazwischen. Durch die Luftspiegelungen, erscheinen große Seen am Horizont. Eindeutig eine Fata Morgana, meint Bolor unsere Reiseleitung. Hier gibt es definitiv keine Seen! Wir machen heute eine Wanderung in einem Ausläufer des Gobi-Altai Gebirges und erreichen schließlich die Sanddünen von Khongoriin Els. Am Abend nähert sich eine Wand aus Staub, die eine Jurte nach der anderen verschlingt. Wir sind unfreiwillig Zeugen eines ausgewachsenen Sandsturms. Zum Glück bleiben alle Jurten stehen und der Sandsturm wird von den Gruppenteilnehmern zum zwar furchteinflößenden aber dennoch beeindruckenden Abenteuer erklärt. Nach der turbulenten Nacht unternehmen wir eine Wüstenwanderung in den Dünen und runden das Erlebte mit einem Kamelritt ab.

Sanddünen von Khongoriin Els
Sanddünen von Khongoriin Els

Kaminrauch im Gobi-Altai

Wir verlassen die Sanddünen und tauchen ein in die Gebirgswelt des Gobi-Altai. Auf gut 2000 Metern Höhe erwartet und erstmals Kälte und feuchter Nebel. Unsere Reiseleiterin Bolor kümmert sich darum, dass in unseren Jurten bald ein gemütliches Feuer knistert. Wir unternehmen eine Wanderung durch die Geierschlucht mit Ihren steilen Felsklippen. Die Landschaft und die Beschaffenheit unseres Weges lassen uns das ungemütliche Wetter schnell vergessen. Wir durchqueren Eiskanäle und sehen einen zugefrorenen Wasserfall mitten im Sommer. Man kann sich nun besser vorstellen, was für eine unglaubliche Kälte hier im Winter herrschen muss.

Camp im Gurvan Saikhan-Nationalpark
Camp im Gurvan Saikhan-Nationalpark

Weiße Stupa

Wir verlassen das winterliche Gebirge und kehren zurück in die sengende Hitze der Wüste Gobi. Hier treffen wir auf eine weitere spektakuläre Felsformation, die „Weiße Stupa“. Ein riesiger Spielplatz für Naturliebhaber mit kleinen bunten Hügeln und imposanten Kalkskulpturen.

Blick von der Weißen Stupa
Blick von der Weißen Stupa

Jurten im Felsengarten

Dank mongolischer Spontanität und einer Planänderung, dürfen wir noch eine ganz andere Gegend der Mittelgobi erleben. Unser letztes Jurten-Camp liegt malerisch eingebettet in einen natürlichen Felsengarten. Wir unternehmen hier unsere letzte Wanderung zwischen diesen markanten Kletterfelsen und stellen erschreckend fest, dass wir uns dem Ende der Reise nähern und somit der Rückkehr in die Zivilisation. Wir genießen unsere letzte Jurtenübernachtung in der Wildnis.

Camp im Felsengarten Baga Gazariin Chuluu
Camp im Felsengarten Baga Gazariin Chuluu

Zurück in die Zivilisation

Die Rückfahrt in die Hauptstadt wird leider überschattet von einem nicht so schönen Ereignis, was das Gesamterlebnis jedoch nicht schmälert. Unsere Reisegruppe trifft als Ersthelfer an einem Unfallort ein. Drei Verletzte liegen am Boden und müssen dringend versorgt werden. Eine Gruppenteilnehmerin, Bolor und ein Fahrer leisten souverän Erste Hilfe und verbinden die Kopfwunden der Verunglückten. Aufgrund mangelnder Mobilfunk-Netzabdeckung und der großen Distanzen dauert es mehrere Stunden bis der Krankenwagen eintrifft. Wir hoffen, dass es den mongolischen Ärzten gelingt, das Leben der niederländischen Touristen und deren Reiseleiterin zu retten. In Ulan Bator nehmen wir noch zwei Tage am Lebensstil des modernen, urbanen Großstadt-Mongolen teil. Unter anderem sehen wir das Gandan-Kloster mit seiner riesigen Buddha-Statue, den Winterpalast des Bogd Khan und das National Historische Museum. Ein ganz besonderes Erlebnis ist auch die Aufführung einer Folkloregruppe bei dem wir den bekannten Klängen der Steppe zum Abschied nochmal lauschen können. Wir treten nun eine lange Heimreise an. Mit den Klängen des Kehlkopfes im Ohr, berührt von der Mächtigkeit der Landschaften und der Gastfreundschaft der Nomaden fliegen wir in die Nacht.

Im Gandan-Kloster

Abendstimmung in Ulan Bator
Abendstimmung in Ulan Bator
Vielen Dank auch an meine liebenswerte Gruppe. Es hat viel Spaß gemacht, mit Euch die Mongolei zu entdecken!  🙂
Reiselustig geworden? Hier geht’s zur Reise „Unterwegs im Land des blauen Himmels“.
Euer Dominik

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