Nepal – hoch hinaus

13. Oktober 2014, Tag 11 der Annapurna-Umrundung: DER TAG DER TAGE. Thorong La Pass, wir kommen (5.416 Meter, gut 600 Meter bergauf)! Früh morgens um 6 Uhr machten wir uns nach einem guten Frühstück auf den Weg. Noch war es dunkel, nur unsere Stirnlampen leuchteten. Sherpa Pasang und eine Mitreisende, der es nicht ganz so gut ging, beschlossen, mit einem Pony über den Pass zu reiten. Denn bei einer beginnenden Höhenkrankheit ist jede weitere Anstrengung gefährlich. Alle anderen trotteten los, ganz gemächlich, den Blick immer schön auf den Weg gerichtet.RIMG0522

Als es heller wurde, kündigte sich wechselhaftes Wetter, ganz klar war die Sicht nicht. Was das zu bedeuten hatte, würden wir erst am nächsten Tag erfahren. Es sollte einer der schwärzesten Tage in der Geschichte des Himalaya-Trekkings in Nepal werden.

Endlos, wirklich endlos zog sich der schmale Pfad, es war nicht so steil wie am Vortag, aber das Atmen in dieser Höhe fiel schon recht schwer.RIMG0525

Schritt für Schritt näherten wir uns also dem Pass, machten viele Trinkpausen und dann endlich hatten wir nach einer kleinen Kuppe das Ziel vor Augen: Gebetsfahnen flatterten im Wind, Menschen lagen sich in den Armen, beglückwünschten sich und schossen Fotos. Wir auch! Ich muss sagen, es war ein unglaubliches Gefühl. Ich war so stolz und glücklich.

Lange konnten wir aufgrund der Kälte und des eisigen Windes nicht bleiben. Und zum nun folgenden Abstieg habe ich nichts weiter zu sagen, außer: Es war fürchterlich. Fast senkrecht, über Steine und Geröll schlitterten wir nach Muktinath. Knapp 1.800 Meter ging es hinab, in diesem Gelände eine Qual.RIMG0540

Der Manaslu im Sonnenuntergang, das Kloster von Bhraka, Dorfleben in Manang, hausgemachte Nudeln im Thorong La High Camp und der Sonnenaufgang auf dem Poon Hill – alle Reiseberichte dieser großartigen Tour rund um die Annapurna gibt es in meinem Blog auf: http://cov96.tumblr.com

 

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