Nepal – Liebe auf den ersten Schritt

Nepal, das war bei mir die ganz große Liebe auf den ersten Schritt. Im Herbst 2013 habe ich das ehemalige Königreich im Herzen des Himalaya zwischen Indien und China das erste Mal mit Wikinger Reisen besucht. Als passionierte und durchaus auch ambitionierte Trekkerin ging mir im Langtang Nationalpark sofort das Herz auf. Doch es ist nicht nur das aufregende Bergsteigen im Schatten der Eisriesen, das mich so fasziniert und immer wieder erdet. Es ist auch das ethnische Mosaik Nepals, seine vielschichtige Gesellschaftsstruktur mit einer unglaublich spannenden Mischung von Ethnien, Kastengruppen, Religionen und Kulturen. Ich habe mich mit allen Sinnen darauf eingelassen, über den Trekking-Tellerrand geschaut und Freunde gefunden. 2014 bin ich zurückgekehrt und um die Annapurna gewandert.

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Auf dem Weg nach Yak Karka.
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Thorong La Pass.

Als Tourist bleiben natürlich auch mir viele Seiten Nepals verschlossen, aber durch meine guten Kontakte zu den Sherpa-Guides und Trägern der Trekking-Touren habe ich tiefere Einblicke in das Leben der Menschen dort bekommen. Ein Geschenk, das aber auch nachdenklich macht. Nepal gilt immer noch als das ärmste Land Südasiens. Der Bürgerkrieg hat die Entwicklung mehrere Jahre lang stark behindert. Armut, politische Instabilität, ein unzureichendes Bildungs- und Gesundheitssystem und Korruption sind die Folge. Viele Menschen leben mit nicht mehr als einem Wellblech als Dach über dem Kopf, ohne Strom und fließend Wasser. Ich habe alte Menschen ohne feste Schuhe schwere Lasten tragen oder in ungesicherten Steinbrüchen Steine klopfen sehen. Die Armut trifft aber vor allem in den ländlichen Gebieten die Jüngsten hart. Die Schule, oft zu weit weg, oft zu teuer. Die Eltern, oft selbst ohne Ausbildung und am Existenzminimum lebend, oft als Wanderarbeiter im Ausland. Private Inititativen wie Travel for Soul oder Pebbles for Nepal sind ein wichtiger Schritt und unterstützenswert. Doch auch ein umweltverträglicher Naturtourismus in der einmalig schönen Gebirgslandschaft bietet großes Potenzial und kann die Wirtschaft des Landes voranbringen.

Daher heißt mein Reiseziel auch in 2015 wieder Nepal. Ich werde Freunde in Kathmandu, eine Schule und ein Waisenhaus besuchen, tiefer in die Kultur eintauchen und danach am Mount Everest trekken.

Interessiert? Folgt mir auf tumblr: cov96.tumblr.com

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Tierisch gute Begegnungen im Langtang.
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Yak-Käse und ein Everest. Was braucht man mehr?
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Unsere Lodge in Gosainkund.
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Die heiligen Seen von Gosainkund.
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Geschafft!
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Pashupatinath.

 

 

 

 

 

 

 

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