OJ’s Mission USA – Verbesserung der Wikinger US-Programme – Teil 5

9. Nov.: Grand Canyon aus der Vogelperspektive
185 USD für 30 Hubschrauberminuten, die man sehr lange in Erinnerung behält. Der Flug geht von der Süd- zur Nordkante und zurück. Der Gemütsmensch lässt sich von der Farben- und Formensymphonie bezaubern: oben grüne Wälder gepudert mit dem Weiß des Schnees von der letzten Nacht, in der Mitte alle erdenklichen Nuancen von Rot, Gelb und Braun der Gipfeln, Plateaus und schrägen Hügeln, die sich der Colorado Fluss in Jahrmillionen erschaffen hat, und unten der Meister selbst, der geniale Erschaffer dieses ganzen Naturkunstwerks: der Colorado Fluss, der voller Kraft und ohne Ruhepause an seinem Juwel weiter feilt. Der Grand Canyon ist einer dieser Orte, mit denen man sofort eins werden möchte. Hier zu Fuß unterwegs zu sein muss ein erhebendes Gefühl vermitteln. Ich bereue, dass ich im Eiltempo weiter ziehen muss.

12. Nov.: Denver
Die letzten Tage der Reise verbringe ich in der 2 mio. Metropole Denver, am Fuße der Rocky Mountains. Versuche hier einen weiteren Geschäftspartner zu gewinnen. Laufe zu Fuß durch die Stadt und mir fällt die Disproportion zwischen Mensch und Wolkenkratzer auf. Nur wenige Tage zuvor, bei den Navajos, hatte ich das Gefühl, die Menschen leben dort frei in der Natur und besitzen viel Zeit für sich und ihre Freunde und Verwandte. Hier in Denver haben die Menschen einen Riesen aus Beton, Stahl und Glas erschaffen, der sie nun versklavt, indem er von ihnen verlangt, ihre gesamte Zeit für die Pflege und Wartung seiner seelenlosen Riesengebäude, überdimensionierten Straßen und kalt wirkenden Brücken zu opfern. Auf dem Rückflug nach Deutschland werde ich mehr darüber nachdenken.

Schreibe einen Kommentar