Oman – Märchenland ohne Sicherheitsrisiko

Der Oman ist ein relativ unbekanntes Reiseziel. Wer dorthin reist, wird meist mit Fragen wie „kann man da als Frau überhaupt hin reisen“ oder „ist das nicht gefährlich“ bombardiert?

Der Oman liegt 2017 auf Platz 4 weltweit im Bereich „Sicherheit“. Hinter Finnland, den UAE und Island und vor der Schweiz (Platz 8) und weit vor Deutschland (Platz 51).

Kleiden sollte man sich wie in islamischen Ländern üblich: Schultern und Knie bedeckt halten. Und eher als in den Kategorien „Mann“ und „Frau“ wird man im Oman in die Kategorien „Omani“, „gebildeter Gastarbeiter mit gutem Job bzw. Tourist“ oder „Billiglohnarbieter“ eingeteilt.

Rub al Khali – die größte Sandwüste der Welt
Das viele nichts über den Oman wissen, liegt sicherlich daran, dass erst seit den 1990er Jahren Touristen ins Land kommen.

Vor dem Machtwechsel zum jetzigen Herrscher Sultan Quaboos im Jahre 1970 herrschten im Land Zustände wie bei uns im Mittelalter. Es gab keine Infrastruktur wie Straßen oder Hotels. Heute ist der Oman ein modernes Land. Mit vielen Straßen, Flughäfen, Hotels, Krankenhäusern und Schulen.

Blick in den Hafen von Muttrah – ein Ortsteil von Muscat

Glücklicherweise ist es noch nicht durch den Massentourismus kaputt gemacht worden, wie viele anderen Länder mit ähnlicher Kultur. Aber gerade die vielen Kreuzfahrtstouristen, die im der Hauptstadt Muscat an Land gehen, sind nicht gerade förderlich für eine sanfte Entwicklung.

Und zur Zeit steigt die Touristenzahl rasant: 2018 sollen 2,8 Mio. Touristen (hier gibt es sehr unterschedliche Zahlen) ins Land gekommen sein. Noch sind die Omanis sehr gastfreundlich und aufgeschlossen. Es gibt im Prinzip keine Bettler und man wird nicht über den Tisch gezogen. Aber wie lange noch?

Omanis mit Obst für uns

Landschaftlich gibt es einige Highlights: die beiden Wüsten Rub al Khali – die größte Sandwüste der Welt – und die kleine, überschaubare Wahiba Sands, das Gebirge, das bis auf 3009 Meter ansteigt und vor allem die wunderschönen Canyons (Wadis), in denen man wandern und schwimmen kann.

Dorf im Hajargebirge mit Feldern
Das Wetter ist so beständig, dass in der Zeitung steht, wenn es mal leicht geregnet hat.

Die Temperaturen in den Monaten von November bis März liegen tagsüber bei 25 bis 32 Grad, nachts ist es etwas kühler. Im Gebirge kann es im Winter über Nacht auch unter Null Grad sein.  Und alle paar Jahre gibt es eine Naturkatastrophe. Meistens glücklicherweise in der Jahreszeit, wo es wegen der Hitze kaum Touristen im Land gibt.

Wadi mit 28 Grad warmen Wasser – geschwommen wird 10 min. entfernt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich werde auch oft gefragt, in welchem Land es mir am besten gefällt.

Wenn man außer den Vorzügen der Länder an sich auch noch die Flugdauer und die Zeitumstellung (2 oder 3 Stunden) berücksichtigt und in den kühleren Monaten reist, bleibt für mich nur eine Antwort: Der Oman ist mit weitem Abstand mein Lieblingsland. Zu den verschiedenen Reisen geht es hier.

Eure Sabine

Was meinst du dazu?