Paradiesischer Pilion – Ein griechischer Geheimtipp

Der Pilion. Die, die ihn kennen, blicken verträumt in die Ferne und lächeln verzückt. Die anderen schauen verständnislos, weil sie nie davon gehört haben. So viele Jahre habe ich genau diese beiden Reaktionen in den Gesichtern meiner Gäste gesehen, wenn sie von Reisezielen sprachen, die man unbedingt einmal gesehen haben muss. Und stets habe ich meinen lieben und hoch geschätzten Kollegen Wolf-Dieter Buck ein bisschen beneidet, weil er diese Tour als Insider führte.

In diesem Jahr habe ich nun das Glück, die Reise Pilion – Einfach göttlich! leiten zu dürfen. Herzlich von unserer Hoteliersfamilie aufgenommen, habe ich auf einer Reise gemeinsam mit Wolf-Dieter das fabelhafte Wandergebiet und unser Dorf Horefto umfassend erkundet. Ich habe mich auf Anhieb verliebt.

Strand bei Milopotmos
Milopotamos

Der Pilion ist eigentlich ein 1600 Meter hoher Gebirgszug zwischen Ägäis und pagasitischem Golf. Der Name des Berges ist Synonym für die ganze Halbinsel. Wegen des milden Klimas ist der Pilion von dichten Wäldern bedeckt. Grasgrün, jägergrün, olivgrün – grün, grün, grün bestimmt den ersten Eindruck, wenn wir von Volos kommend den Berg überqueren.

Griechische Landschildkröte überquert den Berg
Griechische Landschildkröte …          …. überquert den Berg

Den Berg überqueren – auch heute dauert das noch mehr als eine Stunde. Das trägt dazu bei, dass der Pilion ein Geheimtipp bleibt. Der Pilion war stets dünn besiedelt und weil er vor dem Straßenbau im 20. Jahrhundert so unzugänglich war, ist er auch so ursprünglich geblieben.

Bäche und BlumenUnser Hotel, das Marabou, liegt auf der Seite zur offenen Ägäis wunderschön oberhalb des hübschen Dorfes Horefto mit Tavernen, Cafés, kleinem Supermarkt und einem der schönsten Sandstrände, die ich kenne. Ins Dorf hinunter und an den Strand führt in zehn Minuten ein Pfad.

Horefto
Hotel Marabou und die Strände bei Horefto

Mit Vogelgezwitscher aufwachen und dann auf der Terrasse mit Blick aufs Meer das große griechisch-deutsche Frühstücksbuffet, das Joanna für uns macht, genießen. So beginnt unser Tag. Danach wird gewandert. Äpfel und Kirschen beherrschen die Landwirtschaft rund um Horefto und unsere Wege führen oft verlockend nah daran vorbei.

Kirschen galerieGrün ist der Pilion natürlich nicht von alleine, immer wieder gilt es Flüsschen und Bäche zu überqueren. Alte Eselspfade – Kalderimi – waren bis in die jüngste Vergangenheit die einzige Verbindung zwischen den Dörfern. Heute sind das unsere Wanderwege.

WanderwegeTrotz seiner Abgeschiedenheit kann der Pilion auch mit einigen kulturellen Highlights aufwarten. Die Kirchen und Klöster sind allesamt sehenswert. Am stärksten aber bleiben wohl die Fresken in der Erzengel-Kirche in Milies in Erinnerung. Hier endet auch die historische Pilion-Bahn.

ErzengelMiliesDie alte Stadt Zagora, schon in der Antike besiedelt und im 17. und 18. Jahrhundert bedeutendes Handelszentrum, lädt uns ein auf ihren Dorfplatz, wo sich die Einheimischen wie in alten Zeiten zum Schwätzchen nach dem Kirchgang treffen.

In Damouhari
In Damouhari

Im winzigen Ort Damouhari können wir in einem der zauberhaften Cafés mit Blick auf den einzigen Naturhafen des Pilions vor uns hinträumen. Der Ort war Drehort des Films Mamma Mia mit Meryl Streep und Pierce Brosnan. (Falls Ihr vergessen habt, welcher Film das war: hier könnt Ihr den Trailer ansehen).

Träumende Meerjungfrau in Damouhari
Träumende Meerjungfrau im Café in Damouhari

Zurück in Richtung Volos liegt Makrinitsa, das Bergdorf, das auch der Balkon des Pilion genannt wird. Das Dorfzentrum mit vielen alten Archontika ist vollständig erhalten. Eines dieser alten Herrenhäuser beherbergt heute das Museum für Folklore, Kunst und Geschichte des Pilion.

Blick auf Volos auf dem weg von Hania nach Makrinitsa
Blick nach Volos – Auf dem Wanderweg von Hania nach Makrinitsa

Hania, das Wintersportzentrum ganz oben auf dem Berg, umgeben von Buchen- und Kastanienwäldern, Tsangarada mit seinen alten Platanen, Mouresi mit der byzantinischen Kirche Agia Triada, Agios Jannis mit der mondänen Uferpromenade … alle der über 40 Orte des Pilions haben ihre eigenen Attraktionen, die Ihr Euch am besten selbst anschaut.

Plateia und Blick auf Agios JoannisFür uns endet die ein oder andere Wanderung aber auch an einem der einsamen Strände mit glasklarem Wasser. Von dort holen uns dann Pangiotis, Joannas Mann, und Georgos, ihr Neffe, mit dem Boot ab. (Einen schönen Schnappschuss von einer Wikinger-Gruppe, die das Boot entert, sehr Ihr hier auf der Seite von Georgos.)

SträndeZurück in Horefto können wir zwischen Strandbar und Hotelbalkon wählen, um unseren Nachmittag ausklingen zu lassen und uns für das vorzügliche Abendessen vorzubereiten, das Eleni – Schwester von Panagiotis und Mutter von Georgos – für uns kocht. Jeden Tag frisch, jeden Tag anders, jeden Tag lecker! Die hübsche Maria – Tochter von Eleni – wird uns danach auf der Terrasse bedienen und alle zusammen versuchen, uns jeden, wirklich jeden Wunsch zu erfüllen.

Ach, schon die Beschreibung macht Lust auf diese perfekten Tage im Pilion!

(Hier könnt Ihr nachlesen, was Wolf-Dieter vor Jahren über diese Reise geschrieben hat.)

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