Die unendlichen Weiten Patagoniens- wir kommen!

Irre! Gestern genossen wir noch das urbane Treiben in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires, und jetzt blicken wir aus dem Bus nach draußen und sehen weit und breit keinen Menschen mehr. Wir befinden uns bereits auf dem Weg vom Flughafen in Comodoro Rivadavia nach Los Antiguos.

Jetzt geht es also los!

Patagonien – allein den Begriff umweht mehr als ein Hauch von Abenteuer. Auch den großen Schriftsteller Bruce Chatwin zog diese Region an, seine bildhaften Erzählungen weckten in mir das Reisefieber.

Blau in allen Tönen am Lago Buenos Aires.
Blau in allen Tönen am Lago Buenos Aires.

Ein einziger Fahrweg führt 520 Km quer durch die patagonische Pampa. Es ist diese Art von Straße, die sich erst weit in der Ferne im Horizont verliert. Um uns herum ist die Landschaft karg, staubig, lediglich Sträucher wachsen hier. Bäume halten es in einer der windigsten Regionen der Welt nicht aus. Einmal huscht ein Gürteltier vorbei und immer wieder entdecken wir ganze Herden von Guanacos, dem patagonischen Kamel. Patagonien wird auch gerne als „Ende der Welt“ bezeichnet. Genauso fühlt sich das hier an und davon geht eine große Faszination aus.

Guanacoherde in der patagonischen Pampa.
Guanacoherde in der patagonischen Pampa.
Erste Wanderung am Lago Posadas.
Erste Wanderung am Lago Posadas.

Als wir entlang des Lago Posadas in der Provinz Santa Cruz wandern, wird schnell klar, warum Naturliebhaber Patagonien so faszinierend finden. Nirgends hat man das Gefühl so nah dran zu sein; am Wind, am Wasser, an der Vegetation. Der Wind pfeift uns eisig um die Ohren, wir stapfen durch den Regen, kurz darauf zeigt sich strahlend blauer Himmel: So ist Patagonien, wild und unberechenbar. Besonders beeindruckend sind auch die Farben. Manchmal, wenn alles in einen unwirklichen Sepiaton gehüllt ist, wähnt man sich auf einem fremden Planeten.

Die erste Wanderung bei Regen, Wind und Sonnenschein. So ist Patagonien.
Die erste Wanderung bei Regen, Wind und Sonnenschein. So ist Patagonien.

Wir sind noch nicht einmal im Süden Argentiniens, dem Feuerland, angekommen. Doch bereits jetzt haben wir das Gefühl, tief in die wundersame Welt Patagoniens vorgedrungen zu sein. Und dabei warten die ganz großen Highlights Fitz Roy, der Gletscher Perito Moreno und der Beagle-Kanal noch auf uns…

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