Perspektivwechsel: Kajaktour in Finnland

Das leise Plätschern, wenn das Paddel ins Wasser eintaucht, der kleine Ruck, mit dem sich das gelbe Kajak im kühlen Nass fortbewegt. Der leichte Wind streichelt die Haut und der Blick schweift umher. Wie rote Tupfer wirken die kleinen Holzhäuser am Ufer zwischen dem Grau der Felsen und dem satten Grün der Bäume. Die Kirche von Naantali wird kleiner und verschwindet schließlich ganz aus unserem Blickfeld. Und dann sind da nur noch das Wasser und wir, die Wellen und der Himmel darüber.

Kajakfahren (Foto: Christiane Flechtner)
Kajakfahren (Foto: Christiane Flechtner)

Rückblick: Heute gibt es einen wahren Perspektivwechsel für uns, denn es geht vom Land hinaus aufs Wasser: Eine Kajaktour in Finnland ist angesagt. Unser Guide Thomas Söderback vom Kajaktouren-Anbieter „aavameri“ erwartet uns bereits. Im Gepäck hat er Seekajaks, Paddel, Rettungswesten und jede Menge Tipps für uns. Schließlich ist ein Tag im Kajak etwas anderes als ein gemütlicher Spaziergang. Und so gibt es dann auch gleich auf dem Rasen nahe des Strands eine kleine Einweisung mit Trockenübung. Wie steigt man hinein? Wie wieder hinaus? Wie befestigt man den so genannten Skirt, der als Wasserschutz dient, an der Öffnung des Bootes?

Die Luft knistert vor freudiger Nervosität, und die Müdigkeit ist plötzlich wie weggeblasen, als die bunten Kajaks zum Ufer getragen werden. Schließlich ist eine solche Kajaktour in Finnland für uns alle eine Premiere.

Kajakfahren (Foto: Christiane Flechtner)
Kajakfahren (Foto: Christiane Flechtner)

Nach ein paar Probepaddelzügen geht es los: Vorbei am Ufer, an dem wir einen Tag zuvor noch geradelt sind und an der Moomin-World, die sich auf einer Insel befindet, und dann quasi „raus aufs offene Meer“. Die Wellen werden höher, und der Wind weht kräftiger. Die Kajaks gleiten gemütlich dahin. Ein kleines Fleckchen Blau zeigt sich am Himmel, und die Sonne sagt „Hallo“. Rund eineinhalb Stunden paddeln wir so über das Wasser.

Eins mit der Natur sein, dahin gleiten auf den grün-grauen Wellen. Im Vordergrund eine kleine felsige Insel, auf der Kormorane, Möwen und Gänse pausieren.

Kajakfahren (Foto: Christiane Flechtner)
Kajakfahren (Foto: Christiane Flechtner)

Und dann haben wir die kleine unbewohnte Insel erreicht, auf der wir unser gemütliches Picknick genießen. Ryövari ist ihr Name, und Thomas erklärt: „Wenn ich Touristen auf eine Kajaktour in Finnland mitnehme, ist diese Insel hier ein beliebtes Ziel von mir.“ Während er mit uns redet, kocht der 27-Jährige auf einem Gaskocher Wasser für unseren Kaffee und Tee. „Allerdings paddeln wir auch weiter, manchmal mehrere Tage.  Dann ist natürlich das Zelt mit dabei“, fügt er hinzu.

Kajakfahren (Foto: Christiane Flechtner)
Kajakfahren (Foto: Christiane Flechtner)

Gestärkt durch Sandwiches, Obst und Kaffee geht es langsam wieder aufs Wasser. Das Paddeln scheint bei den meisten von uns mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen zu sein, und die Seekajaks gleiten nun gegen den Wind leicht dahin.

Eine Abkürzung erweist sich als undurchdringliche Sackgasse: Die ersten Kajaks bleiben im Schilf stecken. Aber die Extra-Strecke ist für einige ein willkommener Umweg. So können sie noch ein wenig länger im Kajak sitzen bleiben. Sie würden am liebsten gleich morgen die nächste Kajaktour in Finnland unternehmen, um noch weitere Buchten und Inseln zu entdecken.

Doch die Zeit ist knapp. Und nachdem wir unserem Guide beim Reinigen der Boote und beim Aufladen auf den Autohänger geholfen haben, bleiben uns nur noch ein paar Stunden, bis die Fähre in Richtung Stockholm abfährt.
Ein wenig chillen und frischmachen können wir uns noch im Spa des Naantali Spa Hotels, bevor es mit dem Bus zum Fährterminal in Turku geht.
Fazit: ein grandioser Tag mit bleibenden Eindrücken vom Wasser, Wind und Weite.

 

 

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