Radeln in der Karibik Mallorcas

Hola oder Bon dia, wie der Spanier in der Landessprache grüßen würde, melde ich mich aus Mallorca. Gerade habe ich die Wikinger-Reise „Mallorca zauberhaft – der Süden“ mitgemacht. Mit meinem kleinen Reisetagebuch möchte ich euch einen Einblick in diesen wunderbar entspannenden Urlaub geben.

Den südlichen Teil der Insel nennt man nicht umsonst „Karibik Mallorcas“. Es war eine Radreise, die meine Gruppe und mich von Colonia de Sant Jordi aus, während abwechslungsreicher Touren durch den ländlichen Süden Mallorcas führte. Wir radelten vorbei an liebevoll restaurierten, bunten Windrädern, kleinen Buchten und beschaulichen Fischerdörfern. Der perfekte Ort zum Entspannen und trotzdem den ganzen Tag in noch weitestgehend ursprünglicher Natur zu verbringen.

Angekommen im Paradies

Nachdem am späten Abend des Anreisetages unserer 8-tägigen Radreise, auch die letzten Teilnehmer der Gruppe eingetroffen sind, haben wir uns noch im Eiscafe vom Hostel Colonial vorgestellt. Nach dem Frühstück am kommenden Tag ging es dann los. Erst wurden die Fahrräder angepasst, die Radtaschen geschnürt und die Helme aufgesetzt, Abfahrt!
Vom Hostal aus ging erst an der Küste entlang und dann auf oft wenig befahrenen Asphaltstraßen über Ses Salines nach Llomards. Die typischen Steinmäuerchen am Wegesrand sowie der weite Blick über die Ebene von Es Pla bis hin zum Berg Sant Salvador waren heute unsere Wegbegleiter. Ein kleiner Zwischenstopp an einem Affenbrot- und Mandelbaum stillte den kleinen Hunger zwischendurch.
Die Highlights dieser Tour waren jedoch die Blicke auf die Felsküste und in ihre eingeschnittenen malerischen Buchten. Geprägt von fast karibischen Sandstränden mit Türkis schimmernden Meer – es war einfach nur herrlich! Ein Badestopp unter Einheimischen war da einfach Pflichtprogramm.

Radtour nach Cala Figuera

Ein bisschen Kultur

Dann haben wir eine Region mit kulturellem Hintergrund „erobert“. Die Region der „Los Molinos“ (die Mühlen) rund um Campos. Diese wurden zur Zeit der Mauren erbaut. Obwohl viele Bauwerke durch die Geschichte zerstört wurden, blieben viele Mühlen erhalten und dienten lange Zeit, zum Teil auch heute noch, zur Förderung von Wasser, Bewässerung der Felder und als Kornmühle. Auf der Rückfahrt zum Hotel war bei dem schönen Sonnenwetter ein Stopp am Naturstrand von Es Trenc angesagt.
Danach ließen wir uns natürlich wieder mit einem leckeren Essen in unserem Hotel „Hostal Colonial“ verwöhnen.

Kurze Radelpause

Erholungstag

Den freien Tag (Tag 5) kann man für unterschiedliche Unternehmungen außerhalb des Programms nutzen. Hier einige Vorschläge, falls Ihr mal an dieser Tour teilnehmen werdet:
Mittwochs ist in Santanyi Markttag, in Colonia de Sant Jordi gibt es ein Aquarium (Geschichte über die Cabrera-Inseln, ca. 8 Euro), Bootsfahrt zu den Cabrera-Inseln, ca. 45 Euro, oder ein Ausflug nach Palma mit direkter Busverbindung, ca. 6 Euro p. Strecke.

Aussichtsreiche mallorquinische Küste

Berge und Meer

Unser Ziel war der Berg Randa. Einige Teilnehmer sind mit dem Radel hinaufgefahren, andere haben von oben die Aussicht genossen, bevor es gemeinsam, fast nur bergab über Llucmayor und Sa Rapita zum Strand von Es Trenc ging. Dann war wieder schwimmen im Meer angesagt, mhh!

Am nächsten Tag stand die „Königsetappe“ auf dem Programm – Aussichtsberg Sant Salvador! Einige Teilnehmer haben die letzte Herausforderung und Bergetappe in Angriff genommen, u.a. auch ich. Auch wenn ich geschwitzt und zwischendurch geflucht habe, mich gefragt habe, warum ich mir das antue, mich kurz in den Windschatten eines Rennradfahrers gehangen habe. Der Applaus der Gruppe hat mich am Schluss für all die Anstrengung entschädigt. Daher an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an die Teilnehmer dieser Gruppe, die in dieser Woche für mich zu einer Wikinger-Familie geworden ist.
Bergauf ist fakultativ, daher ging es später mit der gesamten Gruppe bergab und über uns noch eine unbekannte Region, leicht hügelig mit Wäldchen in der Umgebung, zurück nach Colonia de Sant Jordi.

Abschied nehmen

Dann hieß es leider Abschied nehmen. Einige Abflüge waren schon in den Morgen- bzw. Mittagsstunden. Mein Rückflug war erst in den Abendstunden, daher hatte ich die Zeit genutzt und die letzten Sonnenstunden am Strand genossen. Dabei habe ich in ruhiger Minute die Tour Revue passieren lassen und bin zu folgendem Fazit gekommen:
Landschaftlich schöne Radtouren in einer für unsere Gruppe, gut gewählten Reihenfolge, eine tolle Gruppe, familiäre Unterkunft mit leckerem Essen und den wohl „weltbestem“ Eis (über 40 Eissorten)…

Und wann erradelt ihr den Süden Mallorcas?
Eure Claudia

 

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