Reisearomen – H wie Harissa

Die Würzpaste ist bekannt aus dem Orient und für Chili-Liebhaber ein absoluter Genuss. Was alles drin steckt und welche Vorteile der Verzehr von Harissa bietet, verraten wir euch hier.

Kurze Beschreibung der Gewürzmischung

Harissa Würzpasze
Harissa Würzpaste

Harissa besteht aus einer feurig scharfen Kombination verschiedener Gewürze. Es enthält unter anderem frische Chilis, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Knoblauch, Salz und Olivenöl. Man kann die Gewürzmischung in loser, pulverisierter Form oder als Paste kaufen. In Form von Paste ist es am üblichsten und am verbreitetsten.

Vielleicht kennst du Harissa aus deinem letzten Marokko Urlaub oder aus dem orientalischen Restaurant um die Ecke? Die Gewürzmischung stammt nämlich aus dem Maghreb, also Nordwestafrika, und ist dort fester Bestandteil der täglichen Küche. Viele Familien haben ihr ganz eigenes Rezept und die Frau des Hauses bereitet auch heute noch die pikante Paste im Mörser selbst zu. Hauptbestandteil ist immer Chili, aber es können bis zu 20 andere Gewürze Teil der Zubereitung sein. Die tunesische Version ist hierbei die schärfste, da sie den größten Chilianteil beinhaltet.

Harissa ist seit ca. dem 16. Jahrhundert Bestandteil der nordwestafrikanischen Küche und diente den Menschen nicht nur zum Verfeinern verschiedener Gerichte, sondern auch, um Fleisch oder Gemüse zu konservieren. Mittlerweile wird Harissa in vielen Ländern der Welt verzehrt. Darunter vor allem in arabischen Ländern, Europa und Israel.

Verwendung und Heilkraft von Harissa

Auf Grund des feurigen Aromas kann man Harissa sehr vielseitig verwenden und durch die vielen Inhaltsstoffe verleiht es Gerichten eine außergewöhnliche Note. Zusätzlich hat es eine gesundheitsfördernde Wirkung, denn die Bestandteile der Gewürzmischung werden auch als Heilpflanzen verwendet.

Chili kurbelt zum Beispiel den Fettstoffwechsel an. Kreuzkümmel hat eine beruhigende und verdauungsfördernde Wirkung. Der Koriander wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Knoblauch stabilisiert den Blutdruck und Pfefferminze wirkt generell ausgleichend auf den menschlichen Körper. Somit sorgen alle Bestandteile nicht nur für eine pikante Schärfe.

Wer einen empfindlichen Magen oder Darmbeschwerden hat, sollte jedoch besser auf den Konsum größerer Mengen verzichten.

Souk in Marrakesch

 

Harissa als Küchengewürz

In seinen Ursprungsländern wird oft Couscous, Fleischragout, Mezze, Merguez oder Suppe mit Harissa Würze serviert. In Tunesien zum Beispiel wird es fast zu jeder Mahlzeit gereicht und dient als Dip zu Gemüse, Fleischgerichten, Käse oder als Brotaufstrich.

Auch hierzulande erfreut sich die Paste immer größerer Beliebtheit und viele essen bereits ihren Couscous, Reis oder ihre Falafel damit. Denn sie eignet sich super zum Abschmecken von Pastasoße, Gulasch, Salatdressings, Tomatensuppe, Tofu und vielem mehr.

Harissa ist im Supermarkt und natürlich in orientalischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Auch bei uns bekommt man die Würzpaste sowohl in der Tube, in kleinen Dosen oder in Schraubgläsern. Zudem kann man das Gewürz lose und getrocknet kaufen.

Die Verwendung ist wirklich kinderleicht! Man gibt einfach das Gewürz an das jeweilige Gericht. Lediglich wenn man Fleisch marinieren möchte, benötigt man etwas mehr Vorbereitungszeit.

Ungeöffnet hält sich konserviertes Harissa auch ohne Kühlung fast unbegrenzt. Nach dem Öffnen gehören Tube oder Glas dann natürlich in den Kühlschrank. Wenn man Harissa selbst zubereitet ist es etwas empfindlicher, aber bleibt mit Olivenöl bedeckt und gekühlt bis zu zwei Monate haltbar.

Ein toller Vorteil des Gewürzes: Man bekommt Harissa zu allen Jahreszeiten. Und wenn ihr jetzt auch Lust auf die würzige Paste bekommen habt, haben wir auch gleich ein passendes Rezept für euch!

Rezept Harissa-Couscous Salat

Zutaten:

250 g Couscous

2 TL Harissa-Paste

½ Bund frische Petersilie

4 getrocknete Aprikosen

3 entkernte, getrocknete Datteln

2 Frühlingszwiebeln

Ca. 10 Kirschtomaten (je nach Geschmack)

1-2 EL Olivenöl

2 EL getrocknete Tomaten (aus dem Glas)

Salz und Pfeffe

Zubereitung:

250 ml Wasser, ½ TL Salz, Harissa-Paste und 1 EL Olivenöl in einen Topf geben und alles aufkochen lassen. Sobald das Wasser kocht, den Topf vom Herd ziehen und den Couscous dazugeben. Alles einrühren und zugedeckt ca. 3 bis 5 Minuten quellen lassen, bis die ganze Flüssigkeit aufgesogen ist.

Gekochten Couscous in eine Schüssel geben und mit Petersilie, Salz und Pfeffer würzen. Aprikosen und Datteln klein schneiden. Frühlingszwiebel waschen und in feine Ringe schneiden. Tomaten waschen und halbieren. Couscous mit einer Gabel auflockern und 1 EL Olivenöl unterrühren. Die vorbereiteten Zutaten und getrockneten Tomaten zugeben und alles vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken — fertig!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und einen guten Appetit!

Eure Jacqueline

P.S.: Du hast jetzt Lust orientalische Küche zu genießen? Lass dich inspirieren und schaue dir unsere Marokko Reisen an!

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