Reisearomen – K wie Kurkuma

Kurkuma, „das Gewürz des Lebens“ hat sich in Deutschland in den letzten Jahren zum echten Gewürz-Superstar entwickelt! Es ist in vielen Haushalten bereits fester Bestandteil der heimischen Küche geworden. Doch was macht die gelbe Knolle so besonders und ist sie wirklich so gesund wie alle sagen? Was alles dahinter steckt und wie ihr Kurkuma zubereiten könnt, verraten wir euch hier …

Kurze Beschreibung der Pflanze

Kurkuma („Curcuma longa“), auch bekannt als Gelbwurzel, Turmerik oder  indischer Safran, gehört zur Familie der Ingwergewächse und wächst in den tropischen Regionen Asiens. Sie ist eine mehrjährige Pflanze, welche mit ihren großen, schildförmigen Blättern ein bisschen der Bananenpflanze ähnelt. Am Stamm wachsen die Blüten der Pflanze. Kurkuma blüht üblicherweise in den Sommermonaten Juni bis August. Die Blüten haben je nach Art eine weiße oder teilweise rötliche Färbung und werden auch als Schnittblumen zum Kauf angeboten.

Für das Gewürz wird der unterirdische Teil der Staude verwendet, der dem Ingwer zwar ähnlich sieht, aber eine intensiv gelbe Farbe besitzt. Diese, unter der Erde wachsenden Trieben, findet man als Gewürz in verschiedenen Formen dann bei uns im Laden. Die Triebe bestehen bis zu fünf Prozent aus ätherischen Ölen und bis zu drei Prozent aus Curcumin, der auch für die Gelbfärbung verantwortlich ist.

Kurkuma als Heilpflanze

In der indischen und asiatischen Heilkunde wird Kurkuma zur Stärkung und Förderung der Verdauung genutzt. Die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe von Kurkuma sind im Wesentlichen die ätherische Öle, Turmeron und Zingiberen. Wichtig zu wissen: Allein fällt es dem Körper schwer die gesundheitsfördernden Stoffe aufzunehmen und sie werden schnell wieder ausgeschieden. Kurkuma entfaltet seine Wirkung am besten, wenn die entsprechende Speise zusätzlich mit dem Wirkstoff Piperin angereicht wird. Diesen findet ihr zum Beispiel in schwarzen Pfeffer. Wirkungsfördernd ist es auch, wenn Kurkuma zusammen mit einem guten Olivenöl oder anderen Ölen, die vor allem Omega 3 Fettsäuren enthalten, verzehrt wird.

Die Gelbwurzel wirkt anregend auf die Magensaftproduktion und soll deswegen bei Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl oder Verstopfung helfen, sowie die Gallenproduktion stärken. Die in den Trieben enthaltenen Stoffe wirken zudem entzündungshemmend und antioxidativ. Kurkuma kann somit das Immunsystem stärken und soll auch beim Abnehmen helfen.

Kurkuma als Beauty-Produkt

Die Gelbwurzel für die Schönheit nutzen? Das geht? Ja, in Indien wird sie seit Jahrtausenden als Beauty-Produkt verwendet. So machen sich indische Frauen die Wirkung der Gelbwurzel zur Pflege von Haut, Haaren und Nägeln zu nutze.

Durch die antibakterielle und antioxidative Wirkung sollen Keime, Bakterien und Viren auf der Haut abgetötet werden. Außerdem soll Kurkuma abschwellend und durchblutungsfördernd wirken. Die Knolle soll bei der Bekämpfung von unreiner Haut und der Reduzierung von Falten helfen.

Kurkuma als Küchengewürz

Im Laden ist Kurkuma bei uns ganzjährig als Pulver und manchmal auch als Wurzel zu erhalten. Beim Kochen lassen sich damit viele Speisen und Gerichte würzen und sogar Smoothies verfeinern.

Wichtig zu beachten ist, dass Curmin nicht wasserlöslich ist. Das heißt, dass bei jeder Kurkuma-Kombination gewährleistet sein muss, dass das Curmin an einem Stoff haften kann, der den Wirkstoff transportiert.

Auf der ganzen Welt wird die Kurkuma zum Färben von Reis, Couscous, Paella, Dressings, Soßen und Puddings verwendet. Und auch unter den Veganern erfreut sich das Gewürz großer Beliebtheit. Sie nutzen das Gewürz zum Beispiel für die pflanzliche Alternative zum klassischen Rührei. Meistens wird dafür Tofu oder Avocado verwendet. Die Geheimzutat für beide Varianten sind zum einen Kala Namak, ein indisches Salz, und Kurkuma, welcher zur Gelbfärbung dient. In Indien und China werden sogar noch Kleiderstoffe mit Kurkumapulver gefärbt.

Wie schmeckt Kurkuma?

Die Gelbwurzel hat einen erdigen bis leicht bitteren Geschmack und sorgt für ein ganz besonderes Aroma. Am besten entfaltet die Kurkuma ihr Aroma, wenn du sie erhitzt. Sie passt gut zu Rindfleisch oder Huhn und verfeinert in kleineren Mengen auch Süßspeisen. Darüber hinaus schmeckt Kurkuma mit jeglicher Art von Gemüse. Wie wär’s mit einem herrlichen Gemüse-Potpourri für die nächste Mahlzeit?

Frischer oder getrockneter Kurkuma

Gemahlene Kurkuma bekommt man in fast jedem Supermarkt, allerdings verliert sie bei der Lagerung recht schnell ihr Aroma, jedoch nicht die färbende Wirkung. Wem es jedoch vor allem auf das feinwürzige und besondere Aroma der Knolle ankommt, der sollte hochwertiges Kurkumapulver in kleinen Mengen kaufen und es schnell verbrauchen. Solltest du die Knolle roh in deinem Supermarkt auffinden, kannst du deine Gerichte mit frisch geriebener Kurkuma aufpeppen. Diese besitzt schließlich noch den vollen, intensiven Geschmack und alle gesunden Nährstoffe.

Würztipp beim Kochen: Gib beim Kochen nicht zu viel vom Gewürz hinzu, da die aromatische Wirkung und Farbe sich sehr gut entfalten.

Zum Abschluss gibt es noch ein energiespendendes Rezept für dich:

Goldene Milch

Zutaten

(für ca. 6 Tassen)

300 ml Wasser

2 Teelöffel Kurkuma-Pulver

2-3 Stangen  Zimt

8-9 Schoten Kardamom (leicht im Mörser zerstoßen)

4 Prisen gemahlenen schwarzen Pfeffer

1 Liter Hafermilch (Alternativ ist Kuh, Reis- oder Mandelmilch natürlich möglich)

2 EL Öl (z.B. Kokos- oder Mandelöl)

2 TL Kokosblütenzucker

Zubereitung

Das Wasser in einen Topf geben und Kurkuma, Pfeffer, Zimt und Kardamom hinzufügen. Alles aufkochen und für 6-8 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen.

Die Milch dazugeben, schonend erwärmen und dann den Topf vom Herd nehmen. Das Öl unterrühren und den Zucker nach Belieben hinzufügen. Alles nochmal gut verrühren.

Jetzt kannst du eine Tasse der warmen „Goldenen Milch“ genießen. Den Rest kannst du in einer Glasflasche bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren und portionenweise erwärmen.

Eine Tasse am Abend ist besonders empfehlenswert, da sich die Heilkräfte über Nacht gut entfalten und den Körper bei der Regeneration unterstützen können.

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