Reisebericht: „Abenteuer zwischen Himalaja-Gipfeln und Wüstenzauber“ Teil 1

Teil 1: Indien
Die Welt entdecken und erleben, Landschaften bestaunen und Kulturen begreifen – das ist mein Traum. Im Herbst hatte ich das Glück an unserer 2-wöchigen Indien-/Jordanien-Reise „Abenteuer zwischen Himalaja-Gipfeln und Wüstenzauber“ teilnehmen und meinen Traum leben zu können. Noch nie zuvor hatte ich den asiatischen Kontinent betreten und meine Vorfreude wuchs von Tag zu Tag an – selbst die etwas aufwendige Visumbeschaffung konnte meiner Vorfreude nichts abtun. Am 20. Oktober war es schließlich soweit. Mit 8 weiteren Teilnehmern machte ich mich von Frankfurt mit der Fluglinie Royal Jordanian zunächst auf den Weg nach Delhi. Der Flug in den Sonnenuntergang war ein stimmungsvoller Einstieg in die eindrucksvolle Reise, die uns bevorstand.

Flug mit Royal Jordanian
Flug mit Royal Jordanian

Unser Reiseleiter, Jiwan, erwartete uns am Flughafen in Delhi. Nach kurzer Vorstellungsrunde, die durch den Satz „Alle Männer heißen Manfred, außer Volker“ geprägt wurde, war klar, dass wir eine humorvolle Gruppe waren und noch viel Spaß miteinander haben werden. Und auch die Müdigkeit schien wie verflogen als wir in die indische Hauptstadt und Mega-Metropole Neu-Delhi eintauchten.

Das Straßenbild, die Gerüche und Geräusche waren nicht nur fremd, sondern sicherlich für diejenigen, die noch nie in einem Entwicklungsland waren, ein (Kultur-) Schock. Dennoch kamen wir aus dem Staunen nicht heraus, saugten wie Schwämme die Bilder auf, und waren fasziniert von dieser fremden Welt, die uns noch so irreal vorkam.

Rikscha-Fahrt in den Straßen Delhis
Rikscha-Fahrt in den Straßen Delhis

Aber auch wir wurden als Fremde beäugt und um das eine oder andere Foto von den Einheimischen sehr freundlich gebeten. Diese Neugierde und freundliche Begegnung begleiteten uns während der gesamten Reise, was die Berührungsängste genommen, Kontakte und tiefe Einblicke ermöglicht und ganz besondere, unvergessliche Momente geschaffen hat.

Ich erinnere mich da besonders an die Lichterzeremonie, die wir in Rishikesh am Ganges besucht haben, während der mich eine Inderin an die Hand nahm, mir zeigte wie ich das Licht richtig kreise, und die über das ganze Gesicht strahlte als ich ein von ihr selbst gemachtes Gebäck annahm.
Hier am heiligen Fluss Ganges konnte man Religion und Tradition hautnah spüren, einen Einblick in die Götterwelt des Hinduismus und ein Gefühl für die Lebensweise der Einheimischen bekommen. Für mich eins der schönsten und eindrucksvollsten Erlebnisse der Reise!

Lichterzeremonie am Ganges in Rishikesh
Lichterzeremonie am Ganges in Rishikesh

Unvergessen bleiben mir auch die Bauernkinder, die wir auf unserer Wanderung zur Kunjapuri-Anhöhe bei der Feldarbeit mit ihren Eltern beobachtet haben, die uns vom Feld ausgelassen zu winkten und zu riefen und neugierig auf uns zu gelaufen kamen. Das hat alle Strapazen der Wanderung und jeden Schweißtropfen wettgemacht!

Bauernkinder eines kleinen Bergdorfes auf dem Kunjapuri
Bauernkinder eines kleinen Bergdorfes auf dem Kunjapuri

Aber nicht nur mit der einheimischen Bevölkerung kamen wir in Kontakt, auch mit der Tierwelt Indiens. Affen waren ständige Begleiter unserer Wanderungen, die in Indien heiligen Kühe prägten das Straßenbild, und auf dem Rücken eines indischen Elefanten bestiegen wir das Amber-Fort.

Affen im Rajaji Nationalpark
Affen im Rajaji Nationalpark
Indischer Elefant am Amber-Fort bei Jaipur
Indischer Elefant am Amber-Fort bei Jaipur

Die berühmten Bauwerke und Sehenswürdigkeiten des „Goldenen Dreiecks“ Indiens – Delhi, Agra und Jaipur – fehlten natürlich auch nicht auf unserer Rundreise. In den Tempelanlagen und Moscheen erlebten wir praktizierten Glauben, in den Palästen veranschaulichte uns unser Reiseleiter wie dort das Leben zurzeit der Maharadschas aussah und erklärte uns die architektonischen Besonderheiten.Ein Highlight war natürlich die Besichtigung des Taj Mahal bei Sonnenaufgang. Eine unbeschreibliche Magie strahlt dieses Gebäude aus und zieht damit alle Blicke in Ihren Bann.

Das Taj Mahal in Agra
Das Taj Mahal in Agra

Abschließend ergatterten wir noch einige Souvenirs auf dem trubeligen Markt in der rosaroten Stadt Jaipur und ließen uns auf der Rückfahrt nach Delhi die Erlebnisse und Eindrücke der Woche in Indien nochmal durch den Kopf gehen bevor es Abschied nehmen hieß von Land und Reiseleiter und wir in den Flieger nach Jordanien stiegen.

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