Reisebericht Menorca – Natur und Kultur auf Menorca

 

Unterwegs von Bucht zu Bucht im Inselsüden
von Bucht zu Bucht im Inselsüden

Für alle, die im Vorfeld der Reise meinten, dass Menorca ja sicher wie Mallorca sei, hatte ich nur ein müdes Lächeln übrig! Gerne hätte ich ihnen schon mehr erzählen wollen, doch davon musste ich mich schließlich zunächst selbst überzeugen.

So flog ich Ende März zum Oster-Termin mit Umstieg in Palma de Mallorca nach Mahón/Menorca. Die Umstiegsverbindung ist bequem zu machen, das Gepäck wird durchgecheckt und man bekommt schon beim Einchecken in Deutschland die Flugscheine für die komplette Strecke, sodass man sich um nichts mehr kümmern muss.

Orangenblüte in Ciutadella
Orangenblüte

Nachdem wir alle unser Gepäck entgegen genommen haben (mein Koffer war der Allererste 🙂 ) werden wir von unserer Insider-Reiseleiterin Jutta Vaupel begrüßt. Wir sind ihre erste Gruppe in dieser Saison und so ist sie mindestens genauso freudig gespannt wie wir! Denn wie sagt sie so schön: die erste Gruppe prägt die ganze Saison. Na dann wollen wir mal einen guten Eindruck hinterlassen…

Unsere Busfahrerin Marga, die uns ab heute die ganze Woche sicher über die Insel fahren wird, bringt uns an die Westküste, wo unser kleines Hotel Bahia an der Cala Santandria liegt. Während der 1-stündigen Fahrt bekommen wir schon einen ersten Eindruck dieser vielfältigen Insel, der sich in der kommenden Woche noch um vielfaches vertiefen soll!

Im Hotel angekommen werden wir herzlich vom Schweizer Hotelier Erich begrüßt, der das Haus seit vielen Jahren persönlich führt. Auch hier sind wir wieder die ersten Gäste der Saison und beginnen den Urlaub mit einer schmackhaften selbstgemachten Sangría nach dem Rezept des Hauses.

Das nun folgende Wochenprogramm versprach nicht zuviel und Jutta führte uns zu den schönsten Landschaften der Insel.

Irland unter blauem Himmel
Irland unter blauem Himmel

Im Inselsüden erwarteten uns traumhafte kleine Buchten mit türkisfarbenem klarem Wasser, an denen das Picknick gleich doppelt so gut schmeckt! Im Norden Menorcas wird einem bewusst, warum die Insel auch Irland unter blauem Himmel genannt wird. Endlose Felder und saftig grüne Wiesen mit zufriedenen Tieren erinnern eindeutig an die grüne Insel, nur das diese gute 2.500 km weiter nördlich liegt!

 

Unterwegs zum Naturpark S'Albufera
Zum Naturpark S’Albufera

Die „unwirkliche Landschaft“ am Schieferkap von Faváritx könnte genauso gut der Mond sein! Rund um den Leuchtturm laufen wir auf den Schieferplatten und haben einen klasse Blick auf die gegenüberliegende Landzunge. Im Anschluss folgt eine Wanderung durch weite und unberührte Natur im Naturpark S‘Albufera. Kleine Bäche, satte grüne Wiesen, endlose Felder und ganz am Ende hinter dem nächsten Hügel lässt sich das Meer wieder erahnen. Wen wundert es da, wenn plötzlich eine Schildkröte den Weg kreuzt?

Im Kontrast zu den abwechslungsreichen Wanderungen voller Naturhighlights und unglaublich schönen Landschaften stehen Menorcas kulturelle Erlebnisse.

Angefangen mit  Ciutadella, der ehemaligen Inselhauptstadt, in der man noch heute auf eine glanzvolle Vergangenheit zurückblicken kann und die mit Adelspalästen und verwinkelten Gassen den Besucher gefangen nehmen!

Fischerdorf Fornells
Fischerdorf Fornells

Das weiße Fischerdorf Fornells besticht mit seinem einladenden und verträumten Ambiente. Kleine Fischerboote liegen im Hafen, auf dem Dorfplatz kann man in Ruhe seinen Kaffee genießen und die Zeit steht einfach still!

Die Inselhauptstadt Mahón, deren Einwohner im ewigen Streit um die „wirkliche Hauptstadt“ mit den Einwohnern Ciutadellas liegen, bietet hingegen schon wieder ein ganz anderes Bild. Während eines Stadtrundgangs lernen wir das rege Treiben kennen, die anschließende Bootsfahrt durch den beeindruckenden Naturhafen zeigt uns die Stadt vom Wasser aus!

Ciutadella
Ciutadella

Der Besuch der schiffsähnlichen Grabstätte Naveta des Tudons sowie der ehemaligen Dorfanlage von Torralba, der Besuch der beeindruckenden Höhle Cova des Coloms sowie eine Wein- und Käseverköstigung rundet das vielfältige Programm mehr als ab!

Ein besonderes Highlight, das wir aufgrund der Osterzeit miterleben durften, war die Karfreitagsprozession in Ciutadella. Und so standen wir Karfreitag gegen 21.00 Uhr in den belebten Straßen von Ciutadella und warten auf den Beginn der Prozession. Die ganze Insel ist auf den Beinen, zu dieser Gelegenheit treffen sich die Familien und feiern zusammen.

Für uns Deutsche (und teilweise Nicht-Katholiken) war dies ein außergewöhnliches Erlebnis!

Menorca, viel zu oft im Schatten ihrer großen Schwester, hat bedeutend mehr zu bieten, als man meint! Auf so kleinem Raum ist es umso erstaunlicher, wieviele verschiedene Landschafts- und Vegetationsformen die Insel bietet.

Das Programm 6284 ist zudem absolut perfekt, vereint Natur und Kultur optimal und hat mit Jutta Vaupel eine Reiseleiterin, die die Urlaubswoche zum Erlebnis macht und den Gästen „ihre“ Insel mit viel Liebe und einem umfassenden Wissensschatz näher bringt!

Ich war selten von einer Insel so begeistert!

Liebe Leute, auf nach Menorca!

Eure Steffi

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Kommentare

  1. Wir waren im Mai in Menorca und hatten das Glück 11 Tage dort zu sein und 6 Wanderungen mit Jutta zu machen. Wir hatten so viel Spaß wie noch nie im Urlaub und mit so einer Reiseleiterin, ein Glück , das ist nicht mehr zu toppen! Alles alles nur perfekt. Ich kanns nur empfehlen von ganzem Herzen und danke an Jutta auch nochmal an dieser Stelle von der Gruppe, die immer schon 15 Minuten früher im Bus war, weil sie den nächsten Ausflug und Wanderung nicht erwarten konnten. DANKE Marlene & Karl aus München

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