Saudações de Lisboa – Besondere und besonders schöne Orte in der Stadt am Tejo

Ende Oktober habe ich eine Freundin in Lissabon besucht. Sie lebt und studiert seit mehr als einem Jahr dort und ist sozusagen ein „Lissabon Insider“. So hat sie mir in den vier Tagen die Stadt gezeigt und ich konnte viele neue Eindrücke mit nach Hause nehmen. Für euch habe ich Orte ausgewählt, die mir persönlich besonders gut gefallen haben und die ich euch deshalb hier vorstellen möchte.

In Príncipe Real, dem wunderschönen Bezirk im Norden des Stadtteils Bairro Alto, habe ich gleich drei Empfehlungen für euch.

Im Palacio Ribeiro da Cunha findet ihr eine Shopping Gallery der besonderen Art, genannt Embaixada. Diese beherbergt eine überschaubare Anzahl stilvoll eingerichteter Shops, die von Mode und Schmuck über Wohneinrichtung bis hin zur Naturkosmetik vor allem Produkte „Made in Portugal“ verkaufen. (Praça do Príncipe Real, nº 26,Príncipe Real).

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Gebäude von innen
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Kork-Produkte „Made in Portugal“
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Karte

Nicht weit davon befindet sich das Café Lost In, mein Tipp für eine „exotische Verschnaufpause“. Das Café besticht durch seine farbenfrohe Einrichtung im indischen Stil und belohnt zudem mit einem wunderschönen Ausblick über die Stadt (Rua Dom Pedro V, nº 56, Príncipe Real).

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gemütliche Sitzgelegenheiten

Wer in Lissabon ist, wird auf jeden Fall den einen oder anderen Aussichtspunkt (Miradouro) besuchen. Einen sehr schönen gibt es auch in Príncipe Real, den Miradouro de São Pedro de Alcãntara. Er liegt an der Grenze zum Bairro Alto und bietet einen tollen Blick auf das Castelo und die Gegend von Graça, besonders am Abend, wenn die Stadt erleuchtet ist.

In Graça gibt es einen weiteren Aussichtspunkt, den Miradouro da Graça, der wie ich finde einen noch tolleren Blick über Lissabon bietet.

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Ausblick vom Miradouro da Graça
Unbenannt
Costa do Castelo mit Theater auf der rechten Straßenseite

Etwa einen Kilometer entfernt, im Herzen Alfamas, befindet sich das Teatro da Garagem. Ein altes Theater, von außen jedoch sehr unscheinbar. Ich wäre vermutlich erst mal daran vorbeigelaufen, wenn meine Freundin nicht vorgegangen wäre um mir die Tür aufzuhalten.

 

 

 

 

Café da Garagem

Im „Keller“ des Gebäudes befindet sich das Café da Garagem. Hier fällt beim Hereinkommen sofort die außergewöhnliche Einrichtung auf. Die Tischplatten sind alte Holztüren und vor den Toiletten hängt ein erleuchtetes weißes Hemd, das als Lampe dient.

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Blick von der Terrasse

Sehr retro um nicht zu sagen künstlerisch angehaucht… Die große Fensterfront bietet ebenfalls einen tollen Ausblick auf die Stadt. Von der Terrasse des Cafés kann man zum Miradouro da Graça hinaufschauen, von hier gelangt man außerdem in einen ganz kleinen Park, direkt am Hang. Wirklich ein besonderer Ort (Teatro Taborda Costa do Castelo, nº 75).

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Park vor dem Café

Wenn ihr ins Grüne möchtet, empfehle ich euch den Jardim da Estrela im Altstadt-Viertel Lapa gegenüber der Basílica da Estrela. Die verschiedenen exotischen Pflanzen und Bäume, verschlungene Wege und ein Teich mit Fontänen machen den Park zu einer kleinen Wohlfühl-Oase. Ein Pavillon mit Kiosk lädt zu einer frischen Limonada oder einem leckeren Pastéis de Nata (Blätterteigtörtchen mit Pudding) ein.

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Grüne Oase
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exotische Pflanzen
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verschlungene Wege
Mercado da Ribeira

Der Rossio und der Praça do Comércio sind zwei der bekanntesten Plätze im Zentrum von Lissabon und liegen weniger als einen Kilometer auseinander. So kann man eine Besichtigung der beiden gut miteinander verbinden. Geht man vom Praça do Comércio weiter in Richtung Westen, (ca. 1km) gelangt man zum Time Out Mercado da Ribeira. Die Markthalle an der Avenida 24 de Julho ist eine wunderschöne Eisenkonstruktion aus dem 19. Jahrhundert und bietet neben internationaler Küche auch viele portugiesische Spezialitäten mit frischen Fisch, Gemüse und sündig-süßen Nachspeisen. Hier kommt kulinarisch jeder auf seine Kosten. Gegessen wird an einem der vielen Tische in der Mitte der Halle und zwar dort, wo eben gerade Platz ist. Dies bietet die Gelegenheit mit seinen Tischnachbarn ins Gespräch zu kommen, oder einfach nur das rege Treiben in der angenehm lärmigen Halle zu beobachten.

Man kann die Stadt gut zu Fuß erkunden, denn die Entfernungen (Luftlinie!) sind überschaubar. Jedoch darf man die Steigungen nicht unterschätzen. Immerzu geht es bergauf  und bergab und bei sommerlichen Temperaturen kann man bei seinen Erkundungstouren ganz schön ins Schwitzen geraten. Möchte man sich nicht per Pedes fortbewegen oder weitere Strecken zurücklegen, denkt man womöglich als Erstes an die historischen Straßenbahnen als Fortbewegungsmittel. Diese sind aufgrund ihrer schönen Streckenführung quer durch die Stadt und vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten besonders bei Touristen beliebt und dementsprechend oft überfüllt. Auch dauern die Fahrten vergleichsweise lang. Wenn es euch also nur darum geht von A nach B zu kommen, empfehle ich ein Taxi zu nehmen. Das spart Geld, Zeit und i.d.R. auch Nerven.

Ich hoffe euch gefallen meine Tipps! Ich bin von Lissabon total begeistert und war bestimmt nicht das letzte Mal dort…

Liebe Grüße und bis bald,

eure Alex

(P.S. Natürlich könnt ihr Lissabon auch mit Wikinger Reisen erkunden, z.B. auf unserer 6313 oder 6107)

 

 

 

 

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