Schwindel mit Löwen-Babys in Afrika: Tierfreunde helfen unwissentlich der Jagdindustrie

Die Versprechungen vieler Tierfarmen im südlichen Afrika klingen verlockend: „Kuschle mit dem König der Tiere“ heißt es dort, oder „Füttere Löwen-Babys per Hand“. Zahlreiche Freiwillige und Touristen strömen Jahr für Jahr in solche Projekte, um sich für Tierschutz zu engagieren und gleichzeitig mit süßen Raubkatzen-Babys zu toben. Aber: Die Löwen, Geparden und Leoparden aus diesen Tierfarmen enden keineswegs als glückliche Tiere in der Wildnis – ganz im Gegenteil.

Oft stecken in Wahrheit gierige Geschäftemacher hinter diesen Tierfarmen. Sie züchten die Löwen eigens heran, um sie dann an Trophäenjäger zu verkaufen – Nachfrage steigend.

Frau mit Löwen-Baby
Foto: CACH

Als Babys werden die Tiere in die Hände von Freiwilligen und Touristen übergeben, auch Spaziergänge mit Jungtieren oder Foto-Shootings sind beliebt.

Sind die Tiere mit fünf oder sechs Jahren dann zu alt und gefährlich dafür, werden sie für eine Gatterjagd verkauft. Bei dieser Form der Jagd, auf Englisch „Canned Hunting“, zahlen Jäger viel Geld dafür, um einen Löwen oder ein anderes Tier in einem eingezäunten Bereich zu jagen und zu erschießen. Trophäenjäger töteten so allein im vergangenen Jahr rund 1000 Löwen – das sind zwei bis drei Tiere pro Tag.

Augen auf bei Tierfarmen in Afrika

Menschen, die sich in Afrika mit Löwen oder anderen Raubkatzen für die Arterhaltung einsetzen möchten, sollten deshalb besonders gut aufpassen, damit sie nicht unwissentlich zu Unterstützern der Jagd-Industrie werden. Das gilt auch für alle, die Freiwilligenarbeit in Afrika mit Tieren machen möchten.

Wer sich mit eigenen Augen davon überzeugen will, wie die Löwen-Babys von den Tierfarmen wirklich enden und wie perfide und ausgeklügelt das System der Gatterjagd ist, findet hier teils erschütternde Videos dazu:

http://www.wegweiser-freiwilligenarbeit.com/wildlife/gatterjagd-loewen-5-videos/

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