Slowenien – Auf den Sattel – fertig – los!

Meine erste Wikinger-Radreise führte mich nach Slowenien. Zugegebener Maßen war ich noch nie dort und hatte aufgrund meiner Vorlieben für Berge, Alpenlandschaften sowie meine Outdoor-Affinität gefallen an der Slowenien-Radreise gefunden. Gesagt, getan. Am 1. September ging es für mich als „Gruppenreisen-Neuling“ auf die brandneue-Radreise getreu dem Motto: Auf zu neuen Abenteuern!

So fand ich mich auf dem Weg von Düsseldorf mit Zwischenlandung in München und Weiterflug nach Triest in einer kleinen Maschine wieder, welche größtenteils mit Wikinger-Gästen gebucht war. Mein Kopf voller Fragezeichen wie diese Reise wohl wird und dem Gedanken im Gepäck, ob ich auch alles eingepackt hatte. Ein Glück, dass ich vor Anreise nochmal einen Blick in die Ausrüstungsliste in den Reiseinformationen geworfen hatte, sodass ich alle sieben Sachen im Koffer verstaut hatte. Ich war also bestens gerüstet, das mir noch unbekannte Land mit der Gruppe zu entdecken.

Bohinjska Bistrica
Bohinjska Bistrica

Was mich in Slowenien erwartete..

…waren sehr gastfreundliche Menschen. So erkundeten wir ländliche Gebiete, in denen eine touristische Infrastruktur je nach Region unterschiedlich ausgeprägt war. Besonders zu Beginn der Reise – in den Julischen Alpen – ließ mich der Gedanke an eine Zeitreise nicht los. Es entsprach einfach zu sehr meiner Vorstellung an die frühen Anfänge des Schweizer Tourismus. Wahrscheinlich entstand dieser Gedanke durch die Ursprünglichkeit der Natur, die bewahrt wurde. Nur die sprachlichen Differenzen vertrieben die Illusion und holten mich zurück auf den slowenischen Boden.

Der herrliche Ausblick an Tag 4
Der herrliche Ausblick an Tag 4

Die Wege

Und wo wir schon beim Thema Boden sind. Gerade beim Radfahren ist der Untergrund entscheidend dafür wie gut man vorankommt. Die sehr gut ausgebauten und größtenteils asphaltierten Wege, teilten wir uns nur bedingt mit Autos. Es blieb also genügend Zeit, die Ausblicke zu genießen und während dem Radeln zu quatschen. Auch die ein oder andere schnelle Abfahrt blieb nicht aus, sodass mich ein gelegentlicher Jauchzer überkam.

Die Unterschiede die das kleine Land zu bieten hat, kann man während dem Radfahren besonders gut wahrnehmen. Nachdem wir auf dem Hochplateau der Julischen Alpen gestartet und durch das Weinanbaugebiet Breda geradelt sind, befand sich das Ende der Reise am Golf von Triest in Muggia. Es ist beeindruckend diese doch sehr vielfältigen Landschaften innerhalb von nur 8 Tagen zu entdecken.

Fakultative Besichtigung Tolminer Klamm
Fakultative Besichtigung Tolminer Klamm

Mein persönliches Highlight der Reise waren die Höhlen von Škocjan. Ich hatte noch nie solche immensen Tropfsteinhöhlen mit verschiedenen Felsformationen, Stalagmiten, Stalaktiten und Stalagnaten gesehen. Und als wäre das nicht schon beeindruckend genug, gelangt man nach der „Stillen Höhle“ in die „Rauschende Höhle“, durch die der Fluss Reka fließt. Eine unglaubliche fast unreale Filmkulisse, die einen unter der Erde erwartet. Einen Moment lang fühlte ich mich in die Szene des Filmes „Der Herr der Ringe“ versetzt, bis der Guide zum gemeinsamen Voranschreiten ermahnte. Und das, obwohl keine Fotos und Filmaufnahmen in der Höhle erlaubt sind.

Mich hat das Land mit allen seinen Facetten und unterschiedlichen Regionen begeistert und es wird bestimmt nicht das letzte Mal sein, dass mich mein Urlaub hierhin verschlägt.

Wart ihr schon einmal in Slowenien? 

Welche Reise war deine erste Wikinger-Reise?

Eure Stephanie

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